Bayerische Traditionsverbände setzen Zeichen gegen Antisemitismus

München, 15. Juli 2019 (lu, gh): Die Bürgerallianz Bayern, der Zusammenschluss von 24 bayerischen Traditionsverbänden mit 2,2 Millionen Mitgliedern hat heute gemeinsam mit dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle, und der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) von München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, die Solidarität mit den Jüdinnen und Juden in Bayern bekundet. Die Spitzengremien der Bürgerallianz Bayern haben sich aktiv mit der Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) auseinandergesetzt und sich hinter diese gestellt.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes und Sprecher der Bürgerallianz Bayern:
„Wir müssen ein klares Signal setzen für die bürgerliche Freiheit. Es gibt täglich Formen des Antisemitismus. Wir bekennen uns zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung und wollen das mit diesem Bekenntnis untermauern.“

IKG-Präsidentin Dr. h.c. Charlotte Knobloch zeigte sich tief bewegt. „Das ist das, was wir brauchen, einen Aufschrei der Gesellschaft. Wir brauchen klare, deutliche Worte und die Bürgerallianz Bayern hat dies heute deutlich gemacht.“

Staatsminister a.D. Dr. Ludwig Spaenle bedankte sich bei der Führungsriege der Traditionsvereine:
„Wer diese aussagestarke Definition bewusst zur eigenen Handlungsgrundlage erklärt, unterstützt aktiv Jüdinnen und Juden in einer Zeit, in der antisemitische Vorfälle und Straftaten zunehmen. Und deshalb gehe ich aktiv auf staatliche Einrichtungen und auf Organisationen der Zivilgesellschaft innerhalb und außerhalb Bayerns zu, damit diese die IHRA-Definition annehmen. Ich bin hier der Bürgerallianz Bayern für deren Unterstützung sehr dankbar“.

Dr. Spaenle hatte Ende 2018 begonnen, in einer proaktiven gesellschaftlichen Strategie eine breite öffentliche Diskussion und Annahme der Antisemitismus-Definition der IHRA durch den Staat, die Kommunen und die zivilgesellschaftlichen Organisationen als die deutlichste Form eines Bekenntnisses zugunsten von Jüdinnen und Juden in Deutschland begonnen.
In Bayern hatte sich im Frühjahr die Staatsregierung auf seine Initiative durch die Annahme der IHRA-Definition klar zum jüdischen Leben in Bayern und gegen jedweden Antisemitismus bekannt. Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen wie der DGB, der BLLV, das Landeskomitee der Katholiken in Bayern sowie die Bürgerallianz Bayern sind diesem Schritt nun gefolgt. Viele andere Organisationen beschäftigen sich ebenfalls mit diesem Thema. Die Bürgerallianz Bayern engagiert sich für eine lebendige Bürgergesellschaft und für die Förderung des Ehrenamts.

Die Definition der IHRA lautet: „Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“

In der Bürgerallianz Bayern sind folgenden Verbände und Vereine zusammengeschlossen:

  • Bayernbund e.V.
  • Bayerischer Sportschützenbund e.V.
  • Oberpfälzer Schützenbund e.V.
  • Bayerischer Blasmusikverband e.V.
  • Bayerischer Trachtenverband e.V.
  • Landverband Bayerischer landwirtschaftlicher Wildhalter e.V.
  • Schleppjagdverein von Bayern e.V.
  • Bund der Steuerzahler in Bayern e.V.
  • Landesfischereiverband Bayern e.V.
  • Bayerischer Jagdverband e.V.
  • Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V.
  • Verband der Bayerischen Berufsfischer e.V.
  • Deutscher Falkenorden – Landesverband Bayern e.V.
  • Vereinigung der Freizeitreiter in Deutschland – Landesverband Bayern e.V.
  • Bund bayerischer Berufsjäger e.V.
  • Bayerischer Reit- und Fahrverband e.V.
  • Bayerischer Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller e.V.
  • Verein Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelschützer e.V.
  • Bayerischer Skiverband e.V.
  • Bund Bayerischer Jagdaufseher e.V.
  • Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr – Landesgruppe Bayern e.V.
  • Arbeitsgemeinschaft der Angehörigen der Naturschutzwacht Bayern e.V.
  • Verband Bayerischer Amateurtheater e.V.
  • Landesverband Bayerischer Imker e.V.

 

Ansprechpartner für Pressefragen

Thomas Schreder, Pressesprecher
Tel. 089 / 990 234 77
E-Mail: t.schreder@jagd-bayern.de

Dr. Gertrud Helm, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse
Tel. 089 / 990 234 38
E-Mail: gertrud.helm@jagd-bayern.de

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