Scheinwerfertaxation des Feldhasen

Wie hoch sind die Populationsdichten des Feldhasen in den verschiedenen Regionen Bayerns? Wieviele Tiere darf ich schießen, um nachhaltig zu jagen?

Um diese Fragen zu beantworten, ist die Methode „Scheinwerfertaxation“ das Mittel der Wahl:

Nachts werden zuvor bestimmte Fahrstrecken im Revier befahren und per Handscheinwerfer die jeweils auf der Beifahrerseite befindlichen Flächen abgeleuchtet. Die erfassten Feldhasen werden in einem Protokollbogen vermerkt und das Ergebnis zentral beim Wildtiermonitoring Bayern des BJV ausgewertet.

Durch die Scheinwerfertaxation kann der Feldhase zuverlässig und effektiv erfasst werden, so dass eine quantitative Erhebung innerhalb definierte Referenzgebiete möglich ist.

Das Ergebnis aller Zählungen fließt in eine Karte ein, die Aufschluss über die Dichteverteilung der Feldhasenbestände in Bayern gibt. Hinter jedem Punkt steckt ein Referenzrevier. Die Punktgröße gibt Aufschluss über die Feldhasendichte. Im Schnitt sind es 20,5 Hasen/100Ha.
Durch den Sommerzuwachs werden die Feldhasendichten zur Herbstzählung zunehmen. So lag die Dichte im Herbst 2017 bei 27,8 Hasen/100Ha. Auf der Basis regelmäßiger Zählungen im Frühjahr und im Herbst kann jeder Revierinhaber bereits eine Aussage treffen, ob eine Bejagung tragbar ist oder nicht.

Zählen Sie mit!

Je mehr Referenzrevierbetreuer es in Bayern gibt, desto aussagekräftiger wird der bayernweite Vergleich. Zudem kommen BJV und Jägerschaft gemeinsam der Verpflichtung zur Wildbestandsermittlung laut Landesjagdgesetz (AVBayJG, § 13 Wildbestandsermittlung) nach.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Regina Gerecht.