Die Afrikanische Schweinepest (ASP)

Eine Tierseuche auf dem Vormarsch

ASP Afrikanische Schweinepest
Foto: Reinhard Siegel, piclease

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist wie die Klassische Schweinepest (KSP) eine Virus-bedingte, anzeigepflichtige Tierseuche. Sie betrifft ebenfalls ausschließlich Schweine, also unsere Haus- und Wildschweine. Der Erreger der ASP ist das African Swine Fever Virus (ASFV), welches nicht näher mit dem KSP-Virus verwandt ist. Das Virus kann sich in einer Schweinepopulation sehr schnell ausbreiten, das Blut infizierter Tiere ist hoch ansteckend. Der derzeit zirkulierende Virustyp ist sehr „aggressiv“ und führt in der Regel innerhalb von 7 bis 10 Tagen zum Tod.

Die Übertragung der ASP erfolgt entweder direkt von Tier zu Tier oder indirekt z. B. über kontaminierte Gegenstände. Die indirekte Übertragung ist über tierische Erzeugnisse, tierische Rohstoffe, Speiseabfälle sowie über bestimmte Zeckenarten – „Afrikanische Lederzecken“ – möglich. Diese spielen aber für das derzeitige Geschehen in Europa keine Rolle.

Von besonderer epidemiologischer Bedeutung ist das Verbringen kontaminierter tierischer Erzeugnisse aus Epidemie-Gebieten in ASP-freie Regionen. Insbesondere Speiseabfälle aus nicht gegarten Schweinefleischprodukten (z. B. Salami, Schinken) stellen eine mögliche Infektionsquelle dar. Das ASP- Virus ist außerordentlich widerstandsfähig. Nicht nur frisches, sondern auch gefrorenes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch sowie Wurstwaren können für Haus- und Wildschweine über lange Zeit infektiös sein. Daher appelliert der Bayerische Jagdverband, Wurst- und Fleischwaren aus den betroffenen Gebieten nicht nach Deutschland einzuführen. Auch hinsichtlich der Entsorgung solcher Waren müssen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

Bild 2: Wichtigste Verbreitungswege

Bild 2: Wichtigste Verbreitungswege
Foto: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, CH

Eine Übertragung auf andere Tiere, wie zum Beispiel Jagdhunde, findet nicht statt. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich. Auch ein Verzehr von kontaminiertem Schweinefleisch ist gesundheitlich unbedenklich.

Anzeichen bei Schweinen/Wildschweinen

Die klinischen Anzeichen sind unspezifisch und sehr variabel. Sie umfassen hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Atemprobleme, Durchfall, Blauverfärbung der Haut, Festliegen und plötzliche Todesfälle. Bei Wildschweinen muss beim Aufbrechen auf vergrößerte „blutige“ Lymphknoten, ggfs. eine vergrößerte Milz und feine punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt. Das Fehlen solcher Auffälligkeiten schließt nicht aus, dass es sich dennoch um ASP handelt. Und immer auch an die KSP denken! Klinisch ist die ASP nicht von der Klassischen Schweinepest (KSP) zu unterscheiden. Es besteht in beiden Fällen Anzeigepflicht! Das bedeutet, dass beim geringsten Verdacht eine Meldung an die entsprechende Veterinärbehörde zu erfolgen hat.

Ausbruch der ASP in Westpolen – Gefahr eines Eintrags nach Deutschland sehr hoch

Die ASP ist noch näher an Deutschland herangerückt und die Gefahr der Einschleppung nach Deutschland damit deutlich gestiegen. Deutschland ist auf den Ernstfall vorbereitet.

Am 21. Januar 2020 haben die polnischen Behörden weitere infizierte Kadaver von Wildschweinen in Grenznähe gemeldet. Der grenznächste Fund ist nur mehr 12 km von der deutschen Grenze, vom Bundesland Sachsen, entfernt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat daraufhin umgehend die Bundesländer über die aktuelle Lage informiert.

Um die Tierseuche auf polnischer Seite einzudämmen sowie ein Überspringen auf Deutschland zu verhindern, wurde in den Krisengesprächen der zuständigen Behörden über weitere Präventionsmaßnahmen beraten.

So ist die Einrichtung einer so genannten „weißen Zone“, das heißt, eines gezäunten Korridors entlang der Grenze, im Gespräch, ebenso die Errichtung von Schutzzäunen auf polnischer Seite. Außerdem soll die Wildschweindichte drastisch verringert werden.

Der Schaffung einer „weißen Zone“ wird eine hohe Priorität eingeräumt, weil 2018 unter anderem mit dieser Maßnahme verhindert werden konnte, dass ASP-positive Wildschweine von Belgien ins benachbarte Frankreich eingewandert sind.

Neben der umfangreichen Präventions- und Aufklärungsarbeit ist das BMEL auch auf den Ernstfall vorbereitet. Kontinuierlich werden notwendige Anpassungen im Tiergesundheits- und im Jagdrecht vorgenommen mit dem Ziel, im Ausbruchsfall sicherzustellen, dass die Schwarzwildreduzierung zielgerichtet und effektiv kann. Derzeit erweitert das BMEL zudem die Schweinepest-Verordnung, um den zuständigen Behörden in den Bundesländern im Ausbruchsfall zu ermöglichen, Zäune oder andere Wildtierbarrieren ohne bürokratische Hindernisse schnell und flexibel errichten zu können.

Anzumerken ist, dass der ASP-Ausbruchsort im Dreiländereck Belgien-Luxemburg-Frankreich auch „nur“ 60 km von der deutschen Grenze entfernt ist. Eine „Bedrohung“ der deutschen Haus- und Wildschweinebestände ist mittlerweile von links und von rechts gegeben! Im „Ereignisfall“ bekommen die zuständigen Behörden vor Ort folgende Anordnungsmöglichkeiten:

  • Einschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs innerhalb bestimmter Gebiete
  • Absperrung eines von der zuständigen Behörde festgelegten Gebietes
  • Beschränkungen oder Verbote der Jagd
  • Beschränkungen oder Verbote der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen
  • Anlegen von Jagdschneisen
  • vermehrte Fallwildsuche
  • gegebenenfalls Beauftragung Dritter zur Durchführung von Maßnahmen wie Fallwildsuche und Bejagung (z. B. Forstbeamte, Berufsjäger oder Jagdausübungsberechtigte anderer Reviere)

Risikobewertung des FLI – Die Rolle vom “Faktor Mensch”

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, hat aufgrund der weiterhin zunehmenden geografischen Ausbreitung der ASP sowohl außerhalb als auch innerhalb der Europäischen Union (EU) bei Haus- und Wildschweinen und durch das Auftreten der ASP im Westen Polens seine Risikobewertung im Dezember 2019 aktualisiert.

Das Risiko eines Eintrages in die Wildschweinpopulation durch menschliches Handeln und das Auftreten von „ASP-Sprüngen“  über größere Entfernungen wird als hoch eingeschätzt.

Durch das Auftreten der Tierseuche im Westen Polens ist allerdings auch das Risiko eines Eintrags nach Deutschland durch migrierende, infizierte Wildschweine nochmals deutlich gestiegen. Das Risiko eines Eintrags der ASP nach Deutschland durch Weitergabe von Wildschwein zu Wildschwein im Vergleich zum „Faktor Mensch“ wird als mäßig eingeschätzt.“

Aktuelle Situation im Grenzgebiet zu Polen

Aufgrund der neuesten Meldungen besteht nun noch mehr Anlass zur Sorge. Während die ASP in der Tschechischen Republik offenbar in einem relativ kleinen Gebiet eingegrenzt werden konnte, scheint das betroffene Areal im Westen Polens wesentlich größer zu sein. Das in Polen ausgewiesene Restriktionsgebiet reicht nun bis an die deutsche Grenze.

Die auf deutscher Seite betroffenen Bundesländer haben ihre Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen seit dem Bekanntwerden der ersten Ausbrüche in Westpolen intensiviert. Die Landesregierung Brandenburg hat zur Verhinderung der Einschleppung der ASP durch potentiell infizierte Wildschweine die Aufstellung mobiler Wildschutzzäune entlang von Oder und Neiße auf einer Länge von 120 Kilometern verfügt. Auch die verstärkte Bejagung von Schwarzwild und eine intensive Suche nach Fallwild und deren Untersuchung wurden angeordnet.

Bedeutung der Schwarzwilddichte

Wildschweinvorkommen gelten als ein maßgeblicher Faktor im Zusammenhang mit einem Seuchenausbruch. Die betroffene Region in Westpolen weist eine hohe Schwarzwilddichte, aber auch viele Hausschweinhaltungen in Kleinbetrieben mit niedriger Biosicherheit auf. Je höher die Schwarzwilddichte ist, umso wahrscheinlicher ist eine Infektion eines Wildschweins bei einem Viruseintrag und desto höher ist das Risiko der schnellen Ausbreitung der Seuche innerhalb der Population. Deshalb ist effektive Reduktion der Schwarzwildpopulation eine der wichtigsten Maßnahmen im Hinblick auf die Seuchenprävention. Im Seuchenfall können  dadurch die Erfolgsaussichten der ergriffenen Notfallmaßnahmen deutlich erhöht werden.

Die Absenkung der Schwarzwildbestände war schon früher maßgebliche Voraussetzung u. a. für die Verhinderung der Ausbreitung der Klassischen Schweinepest (KSP) gewesen.

Die Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro („Abschussprämie“) für erlegte Frischlinge, Überläuferbachen und Bachen, die für die Aufzucht von Jungtieren nicht notwendig sind, wird laut Bayerischem Umweltministerium auch für das aktuelle Jagdjahr (Antragstellung dann ab 01.04.20) aus Staatshaushaltsmitteln gewährt werden können. Die Modalitäten sind aber derzeit noch in Verhandlung. Wir gehen davon aus, dass wir Ihnen in Kürze den Erstattungsantrag zur Verfügung stellen können.

Gefahr von „Seuchensprüngen“

Bislang ist die Ursache für die neuen Seuchenausbrüche im Westen Polens ca. 300km  von dem bisherigen auf den Osten Polens konzentrierten Ausbruchsgeschehen, das seit ungefähr fünf Jahren besteht, ungeklärt. Der neue Seuchenfall unterstreicht jedoch die enorme Gefahr von „Seuchensprüngen“ bei der ASP.

Der Mensch ist das größte Risiko für die Einschleppung der Seuche.

Die bisherigen Erfahrungen mit ASP- Ausbrüchen in Europa belegen, dass der Mensch ein entscheidender Verbringungsfaktor („Vektor“) ist und gerade diese „Seuchensprünge“ zu verantworten hat. Insbesondere das unachtsame Entsorgen von kontaminierten Lebensmitteln (z. B. Wurstsemmeln oder Essens- bzw. Fleischreste) kann zur spontanen Verbringung des Erregers über weite Strecken und Einschleppung an irgendeinem Ort führen. Die gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur und Anbindung nach Deutschland kann als ein weiterer Risikofaktor für eine mögliche Verschleppung der ASP angesehen werden.

Das Risiko eines Ausbruchs der Seuche in Revieren mit Schwarzwild ist in Deutschland als unverändert hoch anzusehen.

Maßnahmen zur Früherkennung – Totfund-Monitoring, sog. ASP-Monitoring-Wildschwein

Um ein mögliches Auftreten der ASP in der Wildschweinpopulation rasch zu erkennen, sollen krank erlegte oder verendet aufgefundene Wildschweine bayernweit im sogenannten ASP-Monitoring Wildschwein untersucht werden. Wir haben schon mehrfach darüber berichtet.

Wichtig ist sicherzustellen, dass vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Seuchensituation  bei unseren Nachbarn so viele tot aufgefundene Wildschweine bzw. krank erlegte Tiere wie möglich beprobt werden. Selbst verwesende oder bereits verweste Tiere sind für das Monitoring nützlich. Bei einer „bayerischen“ Fallwildstrecke beim Schwarzwild von rund 800 Stück ist eine im Rahmen des Monitorings durchgeführte Untersuchung von nur 200 eingesandten Proben eindeutig zu wenig. Was kann der Grund für die niedrige Einsendequote, die „Zurückhaltung“ der Jäger bei der Beprobung sein?

Ist es eine fehlende Informationspolitik, d.h., die Jäger wissen gar nicht von dem staatlichen Monitoring und der Notwendigkeit der Beprobung von gefallenem Schwarzwild? Oder sind viele der Meinung, dass eine bloße Meldung der Fallwildstrecke an die Jagdbehörden ausreichend ist? Oder „trauen“ sich die Jäger nicht an tote Wildschweine heran, da sie Angst haben, etwas falsch zu machen bzw. die Ersten zu sein, über die ein Ausbruch identifiziert würde? Wer will schon der „Erstfinder“ sein?! Diese Sorgen können ihnen genommen werden. Nur derjenige, der „wegschaut“, so dass sich u.U. die Seuche ausbreiten oder der Erreger verschleppt werden kann und Bekämpfungsmaßnahmen (zu) spät eingeleitet werden, muss mit negativen Konsequenzen rechnen. Diejenigen, die stattdessen dazu beitragen, mögliche Seuchenausbrüche so früh wie möglich aufzudecken, handeln verantwortungsvoll und ehrenwert.

Es ist wichtig, dass vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Seuchensituation  bei unseren Nachbarn so viele tot aufgefundene Wildschweine bzw. krank erlegte Tiere wie möglich beprobt werden, um einen eventuellen Seuchenausbruch sofort zu identifizieren.

Um die Freiwilligkeit zu befördern und die Jäger für ihre Mühen etwas zu „entschädigen“, erhalten Jäger für die Probennahme bei verendet aufgefundenen Wildschweinen (auch nach einem Unfall) eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Tier aus der Staatskasse. Die Auszahlung erfolgt über den Bayerischen Jagdverband. Den Untersuchungsantrag, Hinweise zur Probennahme sowie den Antrag zum Erhalt der Aufwandsentschädigung finden sie auch auf der BJV-Homepage.

Beprobung muss nicht zwingend selbst vorgenommen werden

Es ist den Behörden sehr wohl bewusst, dass sich die Jägerschaft in ihren Revieren am besten auskennt. Deshalb ist auch die Bitte, auf auftretendes Fallwild zu achten, es nach der Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Veterinäramt einer Beprobung zuzuführen, vor allem an die Revierinhaber gerichtet. Da aufgrund der Schwere der Erkrankung bei den Tieren nach einer Infektion mit dem ASP-Virus davon ausgegangen werden kann, dass die fiebrigen Tiere vor allem nasse und kühle Plätze im Revier aufsuchen, ist die Orts-und Revierkenntnis der Jäger wichtig und nützlich.

Die Beprobung mit „Probenbesteck“, welches über die Veterinärbehörde, das LGL, in geringen Mengen auch über den BJV bezogen werden kann, braucht nicht in Eigenregie vorgenommen werden, sie kann durchaus auch durch die Behörde selbst erfolgen. Das Vorgehen ist am besten mit den Veterinärämtern abzustimmen.

Selbst verwesende oder bereits verweste Tiere sind für das Monitoring nützlich. Die Beprobung der Kadaver kann direkt am markierten Fundort erfolgen. Damit der Kadaver wiedergefunden werden kann, soll der Finder eine möglichst präzise Angabe über den Fundort durchgeben. Der Verbleib des Kadavers, der Abtransport und Desinfektionsmaßnahmen sind mit der Behörde zu besprechen.

Im Ernstfall, d.h. nach Bestätigung eines ASP-Ausbruches, können umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen, u.a. Kadaversuche, Beprobung, Entsorgung, verstärkte Bejagung von den Behörden angeordnet werden.

Was wurde bereits in Deutschland getan?

In Deutschland sind die Behörden alarmiert und bereiten sich seit längerem auf einen Seuchenfall vor. Unter anderem wurden für Landwirte und Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland Merkblätter erstellt, bundesweit wurden an Tankstellen und Rastplätzen Warntafeln angebracht.  In Zügen der Deutschen Bahn, die zwischen Deutschland und Osteuropa verkehren, wurden mehrsprachige ASP-Info-Flyer ausgelegt. Die Verteilung von Info-Flyern erfolgte auch über Jagdschulen und Jagdreiseveranstalter.

In den Bundesländern gibt es fertige Krisenpläne und es wurden gezielt Übungen abgehalten, die den Ernstfall geprobt haben.

Das Bayerische Umweltministerium intensiviert aktuell deshalb seine umfangreichen Präventionsmaßnahmen.

Ein wesentlicher Baustein des Maßnahmenpakets ist dabei der „Rahmenplan Afrikanische Schweinepest“. Um die Behörden vor Ort bestmöglich auf einen möglichen ASP-Ausbruch vorzubereiten, wurde dieser neu aufgelegt und an die aktuelle Seuchenlage angepasst.

Rahmenplan zur Bekämpfung der ASP in Bayern

Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen sind Staatsaufgabe über alle Verwaltungsebenen hinweg. Folgende Maßnahmen zum Schutz vor der ASP wurden und werden in Bayern von Ministerien und Verbänden ergriffen, um einen Eintrag der Tierseuche zu verhindern:

  • Information und Aufklärung von Landwirten, Jägern, Saisonarbeitskräften, Fernfahrern, Reisenden
  • Maßnahmen zur Früherkennung durch Etablierung und Förderung eines Monitorings (finanzielle Förderung der Beprobung von Totfunden, verunfallten und krank erlegten Wildschweine im sog. ASP-Monitoring-Wildschwein)
  • Förderung der Reduktion der Schwarzwildpopulation (z.B. durch „Abschussprämien“)
  • Hinweise zur Biosicherheit/ Hygienemaßnahmen
  • Tierseuchen-Übungen

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) hatte bereits im August 2018 einen „Rahmenplan Afrikanische Schweinepest“ erstellt, der tierseuchen-rechtliche Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest im Fall eines Ausbruchs vorsieht.

Eine umfassend überarbeitete Version 2.1 (Stand 06.12.2019) ist nun vor dem Hintergrund der aktuellen Seuchenlage veröffentlicht.

Der Rahmenplan soll den Behörden vor Ort ein bayernweit einheitliches Vorgehen gegen die Seuche ermöglichen. Die Neuauflage bündelt alle notwendigen Informationen für die Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung der ASP und gibt das erforderliche rechtliche und technische Werkzeug an die Hand, um die von der EU geforderten Bekämpfungsmaßnahmen im Fall eines ASP-Ausbruchs schnellstmöglich und effektiv veranlassen zu können. Hier sind insbesondere die Festlegung der erforderlichen Restriktionszonen und die Organisation und Durchführung jagdlicher Maßnahmen wie z.B. die gezielte Suche nach Fallwild oder die verstärkte Bejagung von Wildschweinen sowie die Untersagung der Jagd im betroffenen Gebiet zu nennen.

Alle Maßnahmen erfolgen unter Beachtung der Zuständigkeiten auf Grundlage der rechtlichen Vorgaben. Die Maßnahmen werden nach Schweinepest-Verordnung und Tiergesundheitsgesetz umgesetzt.

Informationen zur ASP und auch der Rahmenplan können über den nachfolgenden Link eingesehen bzw. auf den Seiten des StMUV abgerufen werden.

https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/asp/index.htm

In der JiB-Ausgabe 02/2020  wurde der Rahmenplan des StMUV thematisiert.

Das passiert im Seuchenfall

Sollte die Afrikanische Schweinepest in Deutschland ausbrechen, werden entsprechende Krisenstäbe gebildet, wobei Bund und Länder in bereits geplanten Strukturen zusammenarbeiten. Die jetzt noch in den Schubladen liegenden „Notfallpläne“ kommen unverzüglich zum Einsatz.

Experten sind sich sicher, dass ein primärer Ausbruch bei Wildschweinen erfolgen wird.  Werfen beispielsweise Reisende ihre „kontaminierte Wurstsemmel“ achtlos an Raststätten weg, können sich Wildschweine, die sich über die Reste hermachen, infizieren. Ebenso denkbar ist ein Szenario, wie es zum Ausbruch in Tschechien geführt hat, dass ausländische Beschäftigte ihre aus von der ASP betroffenen Ländern eingeführten Lebensmittel entsorgen und Wildschweine damit in Kontakt kommen. Nach Angaben der Bundesoberbehörde Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hat sich das Vorgehen in Tschechien bei der Bekämpfung der ASP als effektiv erwiesen. In Tschechien trat die Seuche im Juni 2017 erstmals auf, seit April 2018 gibt es dort keine neuen Fälle und die Seuche wurde als „erloschen“ bekanntgegeben.

Bitte sehen Sie auch in der Oktober-Ausgabe der „Jagd in Bayern“ eine Veröffentlichung des Tierseuchenreferats des BayStMUV mit Präventionsmaßnahmen, aber auch Maßnahmen im Fall eines ASP-Ausbruchs. Auch das Ministerium informiert im Rahmenplan über diese Veröffentlichung in der JiB.

Schnelles Eingreifen ist eine der wichtigsten Maßnahme, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Die Bekämpfung der ASP erfolgt auf Grundlage rechtlicher Vorgaben. Die zuständige Behörde ist zur Umsetzung dieser Regelungen verpflichtet, hat jedoch in einigen Fällen die Möglichkeit ein Ermessen auszuüben. Die Jagdausübungsberechtigten sind verpflichtet, den Anordnungen der Behörde Folge zu leisten. Ziel der Bekämpfung ist die Verhinderung einer Weiterverbreitung der Seuche und letztlich deren Auslöschung.

Bei Ausbruch der ASP in der Schwarzwildpopulation in einem lokal eingrenzbarem Gebiet ist es vorrangige Aufgabe, ein Abwandern von infizierten Wildschweinen aus dem Ausbruchsgebiet zu verhindern und alle seuchenverdächtigen Tiere zu töten und unschädlich zu beseitigen. Das bedeutet zwangsläufig, dass sämtliche Wildschweine in einem ausgewiesenen Hochrisikogebiet erlegt werden sollen.

Da Schwarzwild in der Lage ist, Elektrozäune, aber auch massive Zäune, auf der Flucht oder zur Nahrungssuche zu überwinden, kann es erforderlich sein, das Nahrungsangebot in dem betroffenen Gebiet aufrechterhalten und eine Beunruhigung der Tiere, die ein Abwandern begünstigt, zu verhindern. Erreicht werden könnte dies am ehesten durch ein Ernteverbot von für Wildschweine attraktiven Feldfrüchten, durch ein Verbot der landwirtschaftlichen und forstlichen Nutzung, Betretungs- und Jagdverbote oder auch verstärkte Kirrungen oder Fütterungen.

Erste Maßnahmen

Wurde der Ausbruch der ASP amtlich festgestellt, wird der Fundort abgesichert und sogenannte epidemiologische Ermittlungen eingeleitet (z.B. Ermittlung der möglichen Eintragsursache und Erfassung erster Informationen zur Situation im Schwarzwildbestand mithilfe des Finders bzw. Revierinhabers).

Das Entfernen der infizierten Kadaver ist wesentlich für die Unterbrechung des sog. „Wildschwein-Infektionszyklus“. Durch die Beprobung der Kadaver können wertvolle Informationen über das Ausmaß des Seuchengeschehens gewonnen werden.

Neben der unmittelbaren Einschätzung der „Größe“ des Geschehens ist es wichtig zu beurteilen, wie „frisch“ das Geschehen ist. Dazu bedienen sich die Experten bestimmter festgelegter „Grade der Verwesung“ beim Fallwild. So kann das Alter der toten WS ermittelt und festgestellt werden, wie lange das Geschehen schon vor Ort besteht.

Nachdem alle betroffenen Behörden informiert wurden, wird höchstwahrscheinlich ein lokales Krisenzentrum eingerichtet werden, bevor dann unter Hinzuziehung von vielen Fachberatern Restriktionsgebiete festgelegt und weitere Maßnahmen besprochen werden.

Festlegung der Restriktionsgebiete („Drei-Zonen“) bei einem ASP-Ausbruch bei Wildschweinen

Für die Festlegung eines sogenannten Gefährdeten Gebietes und einer Pufferzone gilt es neben den rechtlichen Vorgaben durch die Schweinepest-VO auch die tatsächliche Situation vor Ort (Topgraphie, Reviergrößen, Streifgebiete der Tiere etc.) zu beachten. Die Ausweisung eines Kerngebietes (Hochrisikozone bzw. –gebiet) als zentraler Teil im gefährdeten Gebiet erfolgt.

Das Kerngebiet soll nur so groß wie nötig sein, um die Bekämpfungsmaßnahmen wirksam durchführen zu können.

Als Anhaltspunkt für die räumliche Ausdehnung der Gebiete kann von folgenden Größenordnungen ausgegangen werden:

Kerngebiet:      Radius um Fund-/Erlegungsort:   ca. 4 km

Gefährdetes Gebiet:  Radius um Fund-/Erlegungsort:    ca. 15 km

Pufferzone:       Radius um Fund-/Erlegungsort:    ca. 45 km

Die Erfahrungen aus der erfolgreichen ASP-Bekämpfung in Tschechien zeigen, dass diese Größenordnungen aus veterinärfachlicher Sicht sinnvoll und angemessen sind.

Im Rahmenplan ASP der Bayerischen Staatsregierung ist ein Aktionsplan zur ASP-Bekämpfung beim Wildschwein mit Maßnahmen veröffentlicht.

Allgemeine Maßnahmen der zuständigen Behörde, u.a.

  • Untersuchungsbefund LGL, Bestätigung des Ausbruch bei einem Wildschwein durch FLI
  • Instruktion des betroffenen Jagdausübungsberechtigten

– kein Betreten der Umgebung des Fundortes

– sofortige Jagdruhe

– gezielte Kadaversuche

– Biosicherheit

– kein Kontakt zu Schweinehaltungen

  • Einsetzung der bayerischen Sachverständigengruppe durch das StMUV
  • Festlegung der Restriktionszonen durch die Regierung
  • Gezielte Informationsweitergabe (Jäger, Schweinehalter, Schlachtbetriebe, Fleischverarbeitungsbetriebe, Viehhändler und –          transporteure, Tierärzte usw.)


Spezielle  Maßnahmen
im gefährdeten Gebiet

  • Vollständiges Jagdverbot im gefährdeten Gebiet für mind. drei Wochen
  • Leinenpflicht für Hunde, außer jagdlich geführte Hunde im Einsatz
  • Schulung von Personen für Kadaversuche, Bergung und Probenahme
  • Intensive Kadaversuche um Fundstelle
  • großräumige Kadaversuche und beobachtende Ansitze
  • Bergung und unschädliche Beseitigung von verendeten und ggf. erlegten WS (zumindest alle im Kerngebiet erlegten WS) durch extra geschulte     Bergetrupps
  • Bereitstellung bzw. Nachbestellung von Material (z.B. Schutzanzüge, Desinfektionsmittel, Probenbesteck usw.)
  • Kontaktaufnahme mit Zaunlieferanten


Spezielle Maßnahmen
für das Kerngebiet

  • Einzäunung eines Kerngebietes (Hochrisikogebiet) mit Elektro- Weidezaun und Duftzaun zur Wildabwehr
  • Aufhebung der Jagdruhe in der Pufferzone und im gefährdeten Gebiet (außer Kerngebiet) und intensive Bejagung (Es besteht die Möglichkeit,          geltende Jagdregeln, z.B. Schonzeiten, Verbot bestimmter Jagdarten etc.         außer Kraft zu setzen.)
  • Betretungsverbot für bestimmte Bereiche im Kerngebiet
  • Ernteverbot in Kerngebiet ggf. für Futterpflanzen
  • Jagdschneisen ggf. an Übergang von Kerngebiet zu gefährdetem Gebiet
  • Aufhebung der Jagdruhe im Kerngebiet und intensive Bejagung mit dem Ziel, das Gebiet WS-frei zu bekommen (dabei Wechseln der WS aus dem   Kerngebiet verhindern)
  • Intensive Bejagung auch am Übergang zum gefährdeten Gebiet
  • Anordnung der Tötung aller WS im Kerngebiet
  • Ggf. Anordnung der Bejagung/ Tötung von WS durch Dritte
  • Fortgesetzte Kadaversuche, Bergung und Beprobung von WS
  • Überwachung des WS-Bestandes, z.B. mit Wildkameras und Wärmebildtechnik (z.B. Drohnen)
  • Betrieb und Wartung der Einzäunung und Beschilderung

Dem Rahmenplan der Staatsregierung können auch Hinweise zur Fallwildsuche, zur Bergung und Abtransport, Desinfektion, Entsorgung, zu jagdlichen Maßnahmen und zur Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden entnommen werden.

Freiwillige vor! – Kadaversuchaktionen bei möglichem ASP-Ausbruch

Das Ministerium hat den Bayerischen Jagdverband um Unterstützung hinsichtlich der Gewinnung freiwilliger „Kadaverspürnasen“ zum Einsatz im Seuchenfall gebeten. Aus dem Grund werden die bayerischen Revierinhaber nun vom Verband gebeten, zusammen mit ihren jeweiligen Kreisgruppenvorsitzenden zu überlegen, ob sie selbst oder bekannte Personen, eventuell mit geeigneten Hunden, im „Ernstfall“ für die Kadaversuche zur Verfügung stehen würden und auf die die Behörde im Bedarfsfall zurückgreifen könnte.

Ist ein ASP-Ausbruch amtlich bestätigt, fordert die EU-Kommission nämlich, dass innerhalb von 48 h der „Suchtrupp“ im ausgewiesenen Kerngebiet eine intensive Kadaversuche vornimmt. Aus dem Grund ist es anzuraten, dass sich noch in sogenannten Friedenszeiten (noch haben wir glücklicherweise keinen Ausbruch zu verzeichnen) freiwillige, mit den örtlichen Begebenheiten vertraute Helfer oder anderweitig jagdlich erfahrene Personen, die den KG-Vorsitzenden oder Hegegemeinschaftsleitern bekannt sind und auf die im Fall der Fälle zurückgegriffen werden könnte, finden. Die örtliche Veterinärbehörde ist dankbar, wenn ihr ein Ansprechpartner auf KG-Ebene benannt wird, über den dann ein „Suchtrupp“ mobil gemacht werden kann.

Zusätzlich zu der zuallererst forcierten Durchsuchung des Kerngebietes werden weitere koordinierte Suchen im gesamten Restriktionsgebiet erfolgen.

Im Ausbruchsfall kann die Behörde dann zusammen mit einem ihr gegenüber benannten Ansprechpartner auf KG-Ebene den Suchtrupp ad hoc mobilisieren. Es muss nämlich bedacht werden, dass die Behörde im Seuchenfall Dritte mit der Fallwildsuche beauftragen kann, wenn der Revierinhaber die Suche nicht selbst durchführen kann, verhindert ist bzw. keine unterstützenden Personen zu benennen vermag. Allerdings werden großflächige Suchaktionen mit revierfremden Personen nicht unbedingt für sinnvoll erachtet, sondern vielmehr wird das gezielte Absuchen von bekannten Einständen der Tiere durch den Jagdausübungsberechtigten und weiteren ortskundigen Jägern empfohlen.

Im Rahmen der getroffenen bzw. zu treffenden behördlichen Vorkehrungen im Hinblick auf einen möglichen ASP-Seuchenfall sind auch Art und Höhe der Aufwandsentschädigung sowie Versicherungsschutz diskutiert worden. Dazu wurde auch der BJV in einem kürzlich stattgefundenen Fachgespräch beim Tierseuchenreferat des StMUV befragt, weitere Gespräche sollen folgen.

Der Rahmenplan der Staatsregierung lässt dazu verlauten: „Außerhalb der Verwaltung stehende – Privatpersonen, welche die Fallwildsuche auf behördliche Veranlassung freiwillig ohne vertragliche oder sonstige rechtliche Verpflichtung durchführen, unterliegen gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 11 Buchst. a) i.V.m. § 128 SGB VII dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz der Bayerischen Landesunfallkasse.“ Weiter heißt es: „Dem bei der Fallwildsuche tätigen Unterstützungspersonal soll eine angemessene Unterstützungsprämie gewährt werden.“

Hintergrundinfo: Da Kadaver unter Umständen sehr lange infektiös bleiben können, stellen sie es eine mögliche Ansteckungsquelle für andere Wildschweine dar. Daher ist das Fallwild im gefährdeten Gebiet sofort zu bergen, in Verwahrstellen zu verbringen und unschädlich zu beseitigen. Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass jeglicher direkter Kontakt mit Kadavern auf das Nötigste zu beschränken ist und Kleidung und Gegenstände, die damit in Kontakt gekommen sind, zu desinfizieren oder zu entsorgen sind.

Für die Bergung des Fallwildes werden von der zuständigen kommunalen Behörde Bergeteams gebildet, die zuvor im Umgang mit infiziertem Fallwild geschult werden. Den Such- und Bergeteams stellt das Ministerium Schulungsunterlagen zur Verfügung, die auch auf der Homepage des StMUV abgerufen werden können.

Personen, die selbst Schweine halten bzw. Kontakt zu Schweinen haben, sollten nicht zur Fallwildsuche eingesetzt werden!

Aktivitäten des BJV

Der BJV hat immer wieder zur aktuellen Seuchenlage in der EU in seinen Medien berichtet. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Böhmisch-Mährischen Jagdverband und den tschechischen Veterinärbehörden konnte der ASP-Ausbruch 2017/18 in Tschechien und seine erfolgreiche Bekämpfung besonders sorgfältig verfolgt und die Mitglieder über die Geschehnisse informiert werden.

Fakt ist, dass bei einem ASP-Ausbruch in deutschen bzw. bayerischen Revieren „kein Stein mehr auf dem anderen“ bleibt. Dennoch kommt der Früherkennung zur Verhinderung der Verbreitung größtmögliche Bedeutung zu. Ist die Seuche da, lässt sie sich nur durch das Zutun aller eindämmen bzw. tilgen. Neben dem Schutz der Wildschweine durch die Verhinderung der weiteren Ausbreitung gilt es vor allem, ein Übergreifen auf die Hausschweinebestände zu verhindern. Bleiben Sie daher wachsam und melden Sie Auffälligkeiten in Ihren Revieren sofort.

Durch einen Seuchenausbruch wird sehr wahrscheinlich das Jagdausübungsrecht massiv eingeschränkt werden und zudem sind negative Auswirkungen auf sämtliche Wildtierbestände zu befürchten.

Im Zuge der Novellierung des Tiergesundheitsgesetzes im letzten Jahr ist es dem BJV gelungen, dass seine Forderungen berücksichtigt wurden. Unter anderem können Jagdausübungsberechtigte, denen aufgrund angeordneter Maßnahmen (im Seuchenfall!) ein erhöhter Aufwand entsteht (durch verstärkte Bejagung, Fallwildsuche u.a.) oder deren Jagdausübung verboten oder beschränkt wird, für den ihnen hierdurch entstehenden Aufwand oder Schaden angemessenen Ersatz verlangen.

Der Jagdverband fordert sowohl in „Friedenszeiten“, aber vor allem im Ernstfall, die Jägerschaft aktiv einzubinden und dadurch die Kompetenz der Jagd zu nutzen und zu stärken.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die zuständige Fachreferentin Frau Dr. Claudia Gangl in der BJV-Geschäftsstelle in Feldkirchen.

Informationen des Bayerischen Jagdverbandes

Weiterführende Informationen zur ASP

Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (BayStMUV)

Neuer Rahmenplan zur Bekämpfung der ASP, StMUV, Version 1.0 (30. August 2018)

Foto: Reinhard Siegel, piclease

Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BayStMELF)

Informationen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL):

Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI)

Weitere Informationen:

Aktuelles Ausbruchsgeschehen (FLI) in Tabellen und Karten

Sauenbejagung im Zeichen der Seuchengefahr

Schonzeit für Schwarzwild aufgehoben

Zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wird die Schonzeit für Schwarzwild aufgehoben. Das sieht die veränderte Schweinepest-Verordnung und die Verordnung über die Jagdzeiten vor, die am 14.3.2018 in Kraft getreten ist. Durch die ganzjährige Bejagung von Wildschweinen soll die Schwarzwildpopulation deutlich verringert werden und so vor allem das Risiko des Verschleppens der ASP vermindert werden.

Vor dem Hintergrund der Schonzeitaufhebung für Bachen und Keiler hat der BJV am 20. März 2018 eine Pressemitteilung veröffentlicht: PRESSEMITTEILUNG_Schonzeitaufhebung

Weitere Informationen zum Thema ASP und waidgerechte und tierschutzgerechte Schwarzwildjagd