Informationen zum Wildtiermonitoring Bayern

Um Wildtierbestände nachhaltig nutzen zu können ist es notwendig, deren Vorkommen und deren Populationsentwicklung zu kennen. Das Wildtiermonitoring Bayern leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem es durch eine dauerhafte Beobachtung freilebender Wildtiere die wissenschaftlich belegte und verlässliche Grundlage z.B. für die Festlegung von Schonzeiten liefert.

Die Ergebnisse des Monitorings werden seit 2009 alle drei Jahre in einem Buchband veröffentlicht. Neben aktuellen Informationen zur Biologie der Tiere enthält es unter anderem Verbreitungs- und Streckenkarten.

Derzeit fokussiert sich das Monitoring auf:

die Flächendeckende Einschätzung (passives Monitoring): Dieses gibt Auskunft darüber, ob eine Tierart in einem Gebiet (z.B. einer Gemeinde) gemeldet wurde oder nicht. Die Abfrage findet alle drei Jahre statt und Umfasste zuletzt 75 Tierarten. Den Fragebogen dazu finden Sie hier.

Erhebungen aus Referenzgebieten (aktives Monitoring): Diese geben Aufschluss über die quantitative Verteilung einer Tierart in einem zuvor festgelegten Gebiet. Einen besonderen Fokus legen wir auf die Scheinwerfertaxation des Feldhasen, für das wir noch weitere Referenzrevierbetreuer suchen. Des Weiteren können Sie Ihre Expertise beisteuern zur Einschätzung des Frühjahrsbestandes beim Rebhuhn, zu Brut- und Revierpaaren der Aaskrähe, zur Geheckkartierung von Fuchs und Dachs, zur Jagdintensität auf den Rotfuchs sowie zur detaillierten Streckenerfassung des Rotfuchses.

Die folgenden Sondermonitorings liefern wichtige Informationen über aktuelle Fragestellungen, die mittels Flächendeckender Einschätzung oder Erhebungen in Referenzgebieten nicht beantwortet werden können.

Quelle: Eric Isselée / Fotolia

- Waschbär: Mit Inkrafttreten des §28a BJagdG entwickelt die Naturschutzbehörde Managementkonzepte zur Bejagung invasiver gebietsfremder Arten. Das Monitoring des BJV soll hierfür eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten. Erfahren Sie mehr  und beteiligen Sie sich!

Luchs auf leisen Pfoten kommt er wieder und durchkreuzt den Rehwildabschussplan. Melden Sie Luchsnachweise und tragen Sie dazu bei, um flächendeckend mehr über diesen Rückkehrer zu erfahren.

Jeder Jagdbezirksinhaber kann sich beteiligen, helfen Sie mit!

Das Wildtiermonitoring Bayern lebt neben einer professionellen Auswertung vor allem von einer zuverlässigen Datenerhebung in der Jägerschaft.

Es geht nicht darum möglichst viele Tierarten vorweisen zu können oder viele Individuen zu zählen, sondern darum ein möglichst realistisches Bild der Wirklichkeit wiederzugeben, welches aussagekräftig und damit wertvoll für politische Entscheidungen ist!

Ihre Revierdaten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Wollen Sie sich beteiligen oder möchten Sie sich informieren? Bitte wenden Sie sich an:

Bayerischer Jagdverband e.V.
Regina Gerecht
Fachreferentin für Wildtiermonitoring
Hohenlindnerstr. 12
85622 Feldkirchen.
Tel.: 089/990234-23
E-Mail: regina.gerecht@_jagd-bayern.de