Erster Fall von ASP in Deutschland – die bayerischen Jäger sind gut vorbereitet

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bestätigt den ersten ASP-Fall in Deutschland. Gestern wurde im Spree-Neisse-Kreis in Brandenburg ein stark verwester Wildschweinkadaver positiv auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) getestet. Der Fundort liegt ca. 8 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Das Friedrich-Löffler-Institut als nationales Referenzlabor hat den Verdacht mittlerweile bestätigt.

Der Bayerische Jagdverband (BJV) blickt mit großer Sorge nach Brandenburg: Thomas Schreder, BJV-Vizepräsident: „Wir können die Ängste der Schweinehalter und der gesamten Landwirtschaft verstehen und teilen ihre Befürchtungen. Jetzt müssen alle zusammenstehen und verhindern, dass die Seuche in die bayerischen Haus- und Wildschweinbestände eingeschleppt wird.  Die Jägerschaft ist dabei zur Mithilfe bereit. Nicht zuletzt weil eine Tierseuche immer auch großes Tierleid bedeutet.“

Gemäß der Schweinepest-Verordnung des Bundes legt die zuständige Behörde in Brandenburg rund um den Fundort ein gefährdetes Gebiet fest. Bayern ist hiervon nicht betroffen und unterliegt daher auch keinen direkten tierseuchenrechtlichen Einschränkungen, so das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz.

Bayerns Jäger sind gut vorbereitet

Die bayerischen Jägerinnen und Jäger erbringen seit Jahren ihren Beitrag zur Seuchenprävention und sind gut vorbereitet, in Theorie und Praxis. Die vom BJV eigens eingerichteten speziellen Schwarzwild-Arbeitskreise sind höchst sensibilisiert. Sie sind über die Online-Plattform „BJVdigital“ bestens vernetzt und stehen im ständigen Austausch. Durch Informationen des Landesjagdverbandes und seiner Fachausschüsse, durch Schulungen und durch die intensive und aktive Schwarzwildjagd haben die Jägerinnen und Jäger sozusagen auch vorgearbeitet. Im Jagdjahr 2019/2020 wurde eine Rekordstrecke von 112.000 Wildschweinen erreicht, wie uns das Bayerische Landwirtschaftsministerium heute dankenswerter Weise mitgeteilt hat. Das bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum Jahr zuvor von über 70 Prozent. Der BJV fordert die Jägerschaft auf, in der Wildschweinbejagung nicht nachzulassen und jetzt alle Möglichkeiten einer intensiven und effektiven Jagd zu nutzen, zum Beispiel im Rahmen der herbstlichen Drückjagden. In Bayern sind Drückjagden unter Einhaltung der vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen auch in diesem Jahr möglich.

Schreder: „Wir appellieren an alle Revierinhaber, jetzt noch aufmerksamer zu sein und sich intensiv an der Totfundsuche nach verendeten Wildschweinen zu beteiligen, sich eng mit den Veterinärbehörden abzusprechen und gefundene Kadaver auch untersuchen zu lassen.“

Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest unbedenklich. Auch vom Fleischverzehr geht keine gesundheitliche Gefahr aus.

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