BJV trauert um Ehrenpräsident Dr. Gerhard Frank

 

Dr. Gerhard Frank, Ehrenpräsident des Deutschen und des Bayerischen Jagdverbandes, der Deutschen Delegation des CIC und Ehrenmitglied beim Bund Bayerischer Berufsjäger und Träger des großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist am 29. Mai im Alter von 90 Jahren verstorben.

Der Sohn eines Oberforstmeisters und promovierter Jurist hat als einer der prägendsten Leitfiguren der deutschen Jägerschaft von 1972 bis 1994 als Präsident dem Bayerischen Jagdverband vorgestanden. Von 1982 bis 1995 vertrat er als DJV-Präsident auch die Interessen der deutschen Jägerschaft auf Bundesebene. Von 1979 bis 1996 führte er die Deutsche Delegation des Internationalen Rats zur Erhaltung der Jagd und des Wildes (CIC). Als Präsident stand er dem Europäischen Dachverband der Jäger (FACE) von 1985 bis 1988 vor. Dr. Frank engagierte sich ebenfalls im Vorstand der Heinz-Sielmann-Stiftung und später in deren Stiftungsrat. Er leitete als Vorstandsvorsitzender die Stiftung des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums.

Unter seiner Präsidentschaft im BJV wurde die Wildland GmbH gegründet, die heutige Wildland Stiftung Bayern, die erste Naturschutzorganisation eines Landesjagdverbandes. Auf seine Initiative hin wurde auch die Landesjagdschule in Amerdingen gegründet. Als Abgeordneter im Bayerischen Landtag hat er wichtige politische Netzwerke für die Jagd und unser Wild geknüpft. “Über fünf Jahrzehnte hat Dr. Frank durch sein herausragendes Engagement die Entwicklung des Jagdwesens, aber auch das gesellschaftliche und das politische Leben in Deutschland geprägt. ” So Thomas Schreder, BJV-Vizepräsident. “Wir werden dieser herausragenden Persönlichkeit unserer Verbandsgeschichte und dem hochpassionierten Jäger stets ein ehrenvolles Gedenken bewahren.”

Der passionierte Jäger war ein Wegbereiter für die Jagd in Deutschland. Er hat sein Lebender Jagd, dem Naturschutz und dem Forst gewidmett. Dr. Frank war maßgeblich an der Vorbereitung der naturschutz- und jagdrechtlichen Gesetzgebung beteiligt. Diese, die Naturschutz- und Umweltbildung sowie Fragen zur Jagdethik und Jagdkultur waren seine Wirkungsbereiche, auf denen er sich national wie international Anerkennung erwarb. National erzielte er mit der Zusammenführung der deutschen Jagdverbände einen seiner größten Erfolge: So unterstützten westdeutsche Landesjagdverbände mit Patenschaften den Auf- und Ausbau der ostdeutschen Verbandsstruktur. Ein einheitlicher, großer DJV, dem die große Mehrheit der Jäger angehört, sei in der Lage, die jagdlichen Probleme der Zukunft zu meistern, so Dr. Frank in seinem Werk “135 Jahre organisierte Jägerschaft in Deutschland”. In diesem beschrieb er die Geschichte und Entwicklung der Jagd und des Verbandswesens in Deutschland.
Für seine umfassenden Leistungen und sein reges Wirken wurde er sowohl in Deutschland als auch im Ausland vielfach ausgezeichnet. Dr. Gerhard Frank war Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie des Bayerischen Verdienstordens. Zudem erhielt er im Laufe seines wirkungsvollen Lebens zahlreiche Auszeichnungen: unter anderem das DJV-Verdienstabzeichen in Gold, die Ehrennadel in Gold des Bayerischen Jagdverbandes, die Ehrennadel in Gold des Bundes bayerischer Berufsjäger, den Niedersächsischen Preis für Jagd und Naturschutz und die Verdienstnadel in Gold der Heinz-Sielmann-Stifung. 1996 ehrte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Dr. Gerhard Frank mit der Professor-Niklas-Medaille in Gold. Der Bayerische Jagdverband hat ihn mit seiner höchsten Auszeichnung , der Eustachius-Medaille in Gold geehrt.

Das Präsidium des Bayerischen Jagdverbandes

im Namen aller bayerischen Jägerinnen und Jäger

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