Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

07.04.2016

Bayerische Akademie für Jagd und Natur: Auftaktveranstaltung „Akademietag“ und Einweihung des Akademieforums

Impulse setzen für eine aktive, verantwortliche und zukunftsweisende Fortschreibung unseres Kulturgutes Jagd – das ist das Ziel der Bayerischen Akademie für Jagd und Natur.


Bayerische Akademie für Jagd und Natur

Feldkirchen/Wunsiedel, 07. April 2016 – Nach der Gründungsveranstaltung sowie dem Spatenstich des Forums an der Landesjagdschule in Wunsiedel erfolgt nun am Freitag, 08. April 2016, um 12.30 Uhr die Einweihung des Akademieforums, die zugleich den Auftakt für den jährlich stattfindenden Akademietag gibt.

Auftaktveranstaltung und Einweihung des Forums: Gesellschaft im Wandel – Jagd im öffentlichen Diskurs

Unter Beteiligung des Schirmherrn Bundesminister a. D. Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, kommen Gestalter, Förderer und Gönner des Akademieprojektes zusammen, um die Premiere des Akademietages öffentlichkeitswirksam zu begehen. Unter dem Motto „Gesellschaft im Wandel – Jagd im öffentlichen Diskurs“ sprechen Prof. Dr. Klaus Stüwe, Inhaber des Lehrstuhles für Vergleichende Politikwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Dr. Alexander König, Mitglied des Bayerischen Landtages, Dr. Miroslav Vodnansky, Leiter des Mitteleuropäischen Institutes für Wildökologie, und der Präsident des Landesbund für Vogelschutz (LBV), Dr. Norbert Schäffer, über einen möglichen Wandel der Jagd und dessen Grenzen, Anforderungen an die Politik sowie über die verbandsübergreifende Zusammenarbeit im Bereich des Naturschutzes. Geleitet wird diese Podiumsdiskussion von der BR-Moderatorin Christine Schneider.

Gäste aus Politik und Wissenschaft

Neben rund 130 Gästen, zeigten auch zahlreiche Vertreter der Wissenschaft und Politik ihr großes Interesse an einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Fortschreibung unseres bayerischen Kulturguts. Darunter: Prof. Dr. Klaus Stüwe, Inhaber des Lehrstuhles für Vergleichende Politikwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt; Dr. Miroslav Vodnansky, Leiter des Mitteleuropäischen Institutes für Wildökologie; Dr. Norbert Schäffer, Präsident des Landesbund für Vogelschutz (LBV); Prof. Dr. Sven Herzog, Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft Institut für Waldbau und Forstschutz der Technischen Universität Dresden, Dr. Dr. Siegfried Schwenk, Forschungsstelle für Jagdkultur der Universität Bamberg, Dr. Peter Haschberger, Abteilungsleiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Dr. Friedrich Moreth, Vertreter der Regierung von Oberfranken, Bundesminister a.D. Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB; Staatssekretär Gerhard Eck, MdL; Dr. Alexander König, MdL; Peter Winter, MdL; Alexander Flierl, MdL; Martin Schöffel, MdL; Ernst Weidenbusch, MdL; Hubert Aiwanger, MdL; Dr. Eckhard Zeltner, Landwirtschaftsdirektor a.D.; Prof. Josef Zilch, Prof. Dr. Helmut Zöpfl und viele mehr.

Ziel der Akademie

Ziel der Akademie ist es, Antwort auf wichtige Fragen der Jagd angesichts der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu finden. Die Jagd steht heute unter dem Einfluss eines umfassenden Klima- und Strukturwandels. Auch der technische Einfluss nimmt laufend zu. Welche technischen Hilfsmittel sind für die Jagd sinnvoll? Welche Bedeutung haben die Ruhezonen für das Wild und wie sinnvoll ist eine artgerechte Notzeitfütterung? Wie kann man dem Rückgang des Niederwildes entgegenwirken und unsere heimische Artenvielfalt erhalten? Mit welchen Maßnahmen kann man die Situation des Gamswildes und deren Population verbessern, um zu einer dem Sozialgefüge angepassten Alters- und Geschlechtsverteilung zu gelangen? Außerdem beschäftigen die Jäger Fragen zur Zuwanderung von Neozoen wie dem Waschbären oder zum Management von „Neuankömmlingen“ wie dem Wolf. 

Wie arbeitet die Akademie?

Die Bayerische Akademie für Jagd und Natur bietet in Zukunft die Chance, jagdrelevante Themen zu erforschen. Über die Akademie werden Forschungsprojekte zu Themen vergeben, die von Bedeutung für die Zukunft der Jagd sind. Sie fördert Forschungsarbeiten im Zeichen von Natur- und Artenschutz und vernetzt Wissenschaftler, die Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit suchen.

Die Projekte werden aus der Jagdabgabe, aus Mitteln der Deutschen Forschungsgesellschaft und weiteren öffentlichen Fördertöpfen unterstützt. Mit diesen Fördergeldern werden Projekte finanziert, die die Ausübung der waidgerechten Jagd wissenschaftlich untermauern. Denn in den letzten Jahren gab es in Bayern keine eigenständige wildbiologische Forschung mehr. Bei allen Forschungsfragen liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Praxisbezug. Die Landesjagdschule in Wunsiedel bietet den Forschern beste Voraussetzungen für praxisbezogene Untersuchungen. Das Revier umfasst rund 1000 Hektar.

Die Aufgaben der Landesjagdschule bekommen mit der Gründung der Akademie neue Impulse. Nach wie vor ist sie zuständig für Aus- und Fortbildung der Jägerinnen und Jäger im Bayerischen Jagdverband. Ergänzend kommt die zukunftsorientierte Forschung hinzu, die den Jägerinnen und Jäger helfen soll, Antworten auf aktuelle, brisante Forschungsfragen zu finden.

Ein Pressebericht zur Veranstaltung inklusiven Bildmaterials erfolgt am Montag, 11. April 2016.



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