Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

24.06.2015

Mähtod auf Bayerns Wiesen: Der Bayerische Jagdverband (BJV) fordert wirksame Maßnahmen

Die Aufzuchtzeit vieler heimischer Tierarten ist in vollem Gange. Trotzdem sind viele weibliche Rehe ohne ihren Nachwuchs in Feldern und Wäldern unterwegs. Grund ist, dass ihre Kitze bei der Mahd Opfer der Mähwerke geworden sind.


Ein Rehkitz hatte keine Chance und wurde Opfer der Mähwerke.

Aber nicht nur Rehe, sondern auch Hasen, Rebhühner, Fasanen und viele andere Wiesenbewohner wie der Kiebitz oder die Feldlerche kommen alljährlich auf den Grünflächen zu Tode.

Die Jäger im Bayerischen Jagdverband (BJV) schlagen nun Alarm. „Es darf nicht länger tatenlos zugesehen werden, wie tausende Tiere grausam zu Tode kommen. Es werden zu wenige Anstrengungen unternommen, um dieses Tierleid zu verhindern. Wir fordern einen ehrlichen und ideologiefreien Dialog, um gemeinsam eine Lösung zu finden“, sagt Thomas Schreder, Biologe und für den Naturschutz zuständiges Mitglied im Präsidium des Bayerischen Jagdverbandes. Viele Landwirte sehen das genauso, doch es fehlt ihnen an der technischen Ausrüstung, um die Zahl der ausgemähten Tiere nachhaltig zu verringern.

Das Deutsche Tierschutzgesetz besagt, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Weiter heißt es darin, dass das Bundesministerium ermächtigt wird, zum Schutz des Wildes Maßnahmen anzuordnen, die es vor vermeidbaren Schmerzen oder Schäden durch land- oder forstwirtschaftliche Arbeiten schützen. Der Bayerische Jagdverband sieht dadurch die Verpflichtung des Bundesgesetzgebers gegeben, sich bei den Landmaschinenherstellern dafür einzusetzen, der Landwirtschaft tierschutzgerechte Bewirtschaftungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die Landwirtschaft ist ein unverzichtbarer Bestandteil Bayerns. Umso wichtiger ist es, dass sie geeignete Bewirtschaftungsmöglichkeiten bekommt, um das tausendfache Tierleid auf den Feldern und Wiesen zu verhindern.

Der Bayerische Jagdverband ist seit vielen Jahren aktiv, um zum Beispiel mit technischer Unterstützung wie ferngesteuerten Drohnen Kitze zu retten. Das System ist aber noch nicht ausgereift und noch zu teuer, um in Serie zu gehen. Daher fordert der BJV als Anwalt der Wildtiere die Bundesregierung auf, ausreichend Forschungsmittel zur Verfügung zu stellen, um effektive und serienfähige Verbesserungen zu entwickeln.



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