Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

28.05.2015

Erneut tote Luchse gefunden – Naturschützer fordern Anti-Wilderer-Einheit

Nachdem Mitte Mai im Landkreis Cham vier Vorderpfoten von Luchsen gefunden wurden, fordern Umweltorganisationen eine Anti-Wilderer-Einheit bei der Polizei.


Bildquelle: Rüdiger Kaminski / Piclease

Die Wildland-Stiftung Bayern, Naturschutzstiftung des Bayerischen Jagdverbands (BJV) und  Mitglied der Trägergemeinschaft „Ausgleichsfonds Große Beutegreifer in Bayern“, verurteilt den Vorfall aufs Schärfste. Die Trägergemeinschaft aus Wildland-Stiftung Bayern, Bund Naturschutz in Bayern, Landesbund für Vogelschutz und WWF Deutschland hat sich in einer gemeinsamen Presseerklärung vehement gegen dieses Verbrechen ausgesprochen. Nach der gemeisamen Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft in Regensburg hat BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke volles Verständnis für die Forderung der Trägergemeinschaft nach einer speziell geschulten Einheit der Polizei zur Verfolgung von Umweltkriminalität. Denn die bisherigen Ermittlungen liefen ins Leere.

Auch Umweltministerin Ulrike Scharf stellt in einer Presseerklärung fest, dass dieses „kriminelle Verhalten nicht hinnehmbar ist“. Das Umweltministerium setzt erstmals 10 000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise aus. 

Der Fundort – die Pfoten lagen verstreut nahe einer Fotofalle – legt nahe, dass die inzwischen vermutlich von Füchsen angefressenen Pfoten abgelegt wurden, um bei Kontrollen der Fotofalle gefunden zu werden. Mitarbeiter des Luchsprojekts Bayern, die das Luchsmonitoring über Fotofallen bearbeiten, suchen nach Hinweisen, ob es sich möglicherweise um die ortsansässigen Luchse handelt. Die Vorderläufe werden nun genetisch untersucht, um weitere Hinweise auf die Luchse und möglicherweise auf die Täter zu finden.

Link zur Pressemitteilung von LBV, WWF, und Bund Naturschutz Bayern

Link zur Pressemitteilung der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf

Link zur Pressemeldung des Bayerischen Luchsprojektes

Link zur Pressemeldnung der Trägergemeinschaft "Ausgleichsfonds Große Beutegreifer in Bayern"



↑ nach oben ↑