Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

20.05.2015

Gemeinsamer Einsatz für die Raufußhühner

Mit einem international besetzten Symposium macht der BJV auf die vom Aussterben bedrohten Waldhühner aufmerksam.


Auerhahn, Foto: J. Schumann (piclease.de)

Auerhahn, Foto: J. Schumann (piclease.de)

Zwei Tage lang beschäftigten sich auf Einladung des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) Wissenschaftler und Praktiker in Freyung mit den Ursachen für den größtenteils rasanten Rückgang von Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn und Schneehuhn. Gemeinsam suchten sie nach Möglichkeiten, die Lebensbedingungen dieser bedrohten Arten zu verbessern.

In einer abschließenden » Resolution richtet der Bayerische Jagdverband an alle Akteure aus den Bereichen Naturschutz und Forst, an die Waldbesitzer und die Jägerschaft sowie die Politik die Bitte, gemeinsam zum Schutz der Raufußhühner beizutragen.

Der Lebensraum der Hühnervögel hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. So gibt es kaum mehr alte, lichte Wälder, ehemalige Freiflächen wurden bestockt, Moore entwässert und häufig wieder aufgeforstet. Hinzu kommt, dass die Veränderungen in der Forstwirtschaft sowie ein hoher Freizeitdruck auf die letzten Rückzugsgebiete den Hühnern das Leben schwer machen.

BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke stellte fest, dass der Schutz dieser Arten nicht nur eine ethische Verpflichtung ist, sondern auch eine juristische. „Nach der Vogelschutzrichtlinie der EU sind wir verpflichtet, den waldgebundenen Arten wie Auer-, Birk- und Haselwild ausreichend geeigneten Lebensraum zu erhalten“, so Vocke. Dies könne nur gelingen, wenn alle beteiligten Akteure dieses Ziel verfolgen. Vocke: „Und darum bitte ich Naturschutz, Forst, Jägerschaft und Waldbesitzer, ihren Teil zum Schutz der Raufußhühner beizutragen. Da viele Vorkommen in Gebieten der bayerischen Staatsforstverwaltung liegen, spielen die Staatsforsten eine herausragende Rolle. Sie sind gefordert, bei der Bewirtschaftung der Wälder die Lebensräume dieser faszinierenden Vögel zu berücksichtigen.“

Die Fachvorträge werden in Auszügen ab Juni in der „Jagd in Bayern“ veröffentlicht. 



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