Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

08.11.2018

Mit einem Mausklick auf Spurensuche –
der neue Jagdkulturatlas ist online

Spannende Geschichten rund um die Geschichte der Jagd – der neue Jagdkulturatlas entführt Sie zum Grab des Wilderers Jennerwein und zum Hirschsprung im Böhmischen Karlsbad, zum so genannten Weißen Stein oder ins Jagdschloss Grünau, das der Pfalzgraf Ottheinrich seiner Frau zur Hochzeit geschenkt hat. Ein paar Klicks auf dem Handy und Sie können interessante Ausflugsziele entdecken oder selbst fündig werden und das Jagdkulturdenkmal in Ihrer Nähe in den neuen Jagdkulturatlas eingeben. Der lebt davon, dass möglichst viele mitmachen und auf Entdeckungsreise in ihrer Region gehen. Klicken Sie doch gleich mal rein.


Feldkirchen, München, 08. November 2018 (gh): Überall in ganz Bayern zeugen viele jagdliche Denkmäler von der Bedeutung der Jagd in unserer Geschichte. Brunnen, Kapellen, Schlösser, Marterl, Grenzsteine oder ein bestimmtes Naturdenkmal erzählen kuriose und spannende Geschichten darüber, in wie vielen Bereichen die Jagd das Leben der Menschen beeinflusst hat. „Der Bayerische Jagdverband möchte nun alle diese Denkmäler sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich machen“, betonte Prof. Dr. Jürgen Vocke, der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) bei der Vorstellung des Jagdkulturatlas im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum in München. „Dafür haben wir einen digitalen Atlas erstellt, auf dem Sie mit einem Mausklick zum Grab des Wilderers Jennerwein kommen oder zum Jagdschloss Grünau, zum Hirschsprung ins böhmische Karlsbad oder zur schaurigen Geschichte von der Röthelklamm, in der die Wildschützen Wastl und Lexen Kaspar auf den Jäger Donatus trafen.“

Spannende Orte immer dabei

„Und diese Denkmäler haben Sie sozusagen immer in der Tasche dabei“, ergänzt Dr. Reinhard Proske, der Koordinator und Ideengeber zum neuen Jagdkulturatlas „Denn mit dem Handy können Sie – wenn Sie unterwegs sind – sofort sehen, wo ein spannendes Kulturdenkmal steht und warum es sich lohnt, es zu besuchen. .Mach-mit- Aktion: Auf Spurensuche in der eigenen Region Denkmäler entdecken.

Über 25 solche Denkmäler sind bisher im neuen Jagdkulturatlas erfasst. Prof. Vocke: „Viele sind noch unbekannt. Da ist die Mithilfe der Bevölkerung gefragt. Wir laden alle ein, in ihrer Region jagdliche Denkmäler zu entdecken und in den Jagdkulturatlas einzugeben.“

Ein Mausklick genügt

Unter www. jagd-bayern.de, Menüpunkte „Jagdkultur“, „Jagdkulturatlas“ ist das ganz einfach. BJV-Präsident Vocke: „Dort können Sie mit wenigen Klicks ein Formular öffnen und ein neues jagdliches Denkmal aus Ihrer Region eingeben. Denn jede Eingabe macht unseren Jagdkulturatlas spannender.“ Natürlich kann jeder schnell und einfach die jagdlichen Kulturdenkmäler auch virtuell besuchen, spannende Geschichten zur Geschichte Bayerns erfahren und wichtige Informationen bekommen, um die Denkmäler live kennen zu lernen.

Das gibt es nur in Bayern

Eine solche digitale Karte über Jagdkulturdenkmäler hat kein anderer Jagdverband Deutschlands, das gibt es nur in Bayern. Möglich wurde es über BJVdigital, das digitale Reviermanagementsystem, das ursprünglich für die effektive Schwarzwildbejagung ins Leben gerufen wurde. Dr. Werner Dondl vom BJV-Fachausschuss Digitalisierung und Informationstechnik hat die technische Grundlage entwickelt. Dr. Reinhard Proske vom BJV-Ausschuss für Jagdkultur hat die Gestaltung des Kulturatlas koordiniert. In Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Landeskonservator Prof. Egon Johannes Greipl bewertet er auch den jagdkulturellen Wert der gemeldeten Denkmäler. So dass nur wirklich kulturell wichtige Denkmäler aufgenommen werden.

» zum Jagdkulturatlas



↑ nach oben ↑