Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

14.06.2018

Wilde Tiere in der Stadt - BJV und bayerische Abgeordnete auf Spurensuche im Englischen Garten

Meinungsaustausch mit Abgeordneten in der „Wildnis Englischer Garten“Die Großstadt bietet oft bessere Lebensräume als intensiv genutzte Ackerflächen.


„Wildschweine in Berliner Vorgärten und in der Augsburger Innenstadt, Füchse und amerikanische Sumpfkrebse im Großstadt-Dschungel, Schwarzmeergrundeln in der Donau – so überraschend nah Wildnis und Kultur mancherorts zusammenrücken, so sehr wächst zugleich die Konkurrenz zwischen der Nutzung der Flächen und dem Schutz der Wildtierlebensräume und der heimischen Arten.

„Mittlerweile“, betont Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV),  „finden wir eine größere Artenvielfalt im Großstadtbereich als auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen. So ist etwa die Münchner Innenstadt ein Eldorado für Wildbienen.“

Jagd schafft Naturvielfalt

Der BJV hat zum traditionellen jagdpolitischen Austausch mit Abgeordneten der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag diesmal in den nördlichen Englischen Garten eingeladen. Dort nämlich gibt es vielfältige Lebensräume zu entdecken, die nicht zuletzt aus der jagdlichen Nutzung des Englischen Gartens entstanden sind. Damit konnte Thomas Köster, Leiter der Verwaltung und Jagdbeauftragter des Englischen Gartens und des Nymphenburger Parks, zeigen, welche Bedeutung die Jagdkultur für die Naturvielfalt hatte.

Große Herausforderungen

Aber gerade im Zusammenspiel von Kultur und Natur steht die Jagd heute, so Vocke,  vor großen Herausforderungen: Beim Thema Wolf zum Beispiel oder beim Thema Afrikanische Schweinepest. Diskutiert mit den Entscheidungsträgern aus dem Parlament wurden aber auch aktuelle Aktionen des BJV, wie etwa die Kitzrettung aus der Luft und die Forderung, diesen Beitrag zu mehr Tierschutz in die landwirtschaftlichen Förderprogramme aufzunehmen.



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