Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

28.03.2018

So kommen Sie zur Aufwandsentschädigung für Wildschweine

Die Bestandsregulierung von Wildschweinen durch eine intensive Bejagung ist eine Möglichkeit, der Verbreitung von Seuchen wie der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Der Fokus liegt in „Friedenszeiten“ auf Maßnahmen der Prävention.


Um das bisherige Engagement der Jäger zu würdigen, aber auch als Anreiz, die Schwarzwildjagd auch weiterhin unermüdlich durchzuführen, hat die Bayerische Staatsregierung am 19. Dezember auf Vorschlag des BJV eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro für jeden erlegten Frischling, für Überläuferbachen und Bachen, die für die Aufzucht von Jungtieren nicht notwendig sind, auf den Weg gebracht. Ziel war es, ein rechtlich nachvollziehbares und transparentes Verfahren zu etablieren, dessen Aufwand sowohl für den Antragsteller als auch für die bearbeitenden Stellen angemessen und vertretbar ist.

Das Verfahren soll mit folgendem Zeitplan durchgeführt werden: 19.12.2017 – 31.03.2018

Die Auszahlung der Aufwandsentschädigung an die Jagdausübungsberechtigten (JAB) erfolgt über den Bayerischen Jagdverband (BJV).

So erhalten Sie die Aufwandsentschädigung:

Die Jagdausübungsberechtigten tragen ihre Abschüsse in die Streckenlisten ein.

Laden Sie sich bitte den Antrag von der BJV-Homepage herunter und füllen Sie ihn sorgfältig aus.

01.04.2018 -10.04.2018

Die JAB legen ihre Streckenliste  des Jagdjahrs 2017/2018 der Unteren Jagdbehörde vor.

Die Unteren Jagdbehörden bestätigen den Erhalt. Von der bestätigten und kontrollierten Streckenliste wird eine Kopie angefertigt. Der JAB erhält eine Kopie. Fügen Sie die Kopie Ihrer Streckenliste dem Antrag bei.

01.04.2018 – 15.05.2018

Die Jagdausübungsberechtigten (JABs) senden den Erstattungsantrag mit Eigenerklärung (siehe Anlage) und mit der Kopie der von der Unteren Jagdbehörde bestätigten Streckenliste dem Bayerischen Jagdverband (BJV) zu und zwar an die Adresse:

BJV-Förderstelle Schwarzwild, Annathaler Str. 1, 94151 Mauth.

Der BJV überprüft die eingegangenen Erstattungsanträge auf Vollständigkeit und Plausibilität, d.h. auch auf Übereinstimmung mit den Angaben der Streckenliste, und leitet diese an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur Einsichtnahme weiter.

Der BJV überweist die Einzelbeträge an die JAB anhand der geprüften und vorliegenden Erstattungsanträge. 

Hinweis: Ein Rechtsanspruch auf Auszahlung der Aufwandsentschädigung ist nicht ableitbar und kann nicht für Mitarbeiter/Bedienstete der Bayerischen Staatsforsten in Ausübung ihres Dienstgeschäftes gewährt werden.

Für welche erlegten Stücke gibt es eine Aufwandsentschädigung?

- für Frischlinge, männlich und weiblich

- für weibliche Überläufer

- für Bachen, die für die Aufzucht von Jungtieren nicht notwendig sind.

Beantragen können Sie zunächst nur für Tiere, die zwischen dem 19. Dezember 2017 und dem 31. März 2018 erlegt wurden.

Eine Fortführung dieses „Anreizsystems“ für das Jagdjahr 2018/19  ist in Planung. Wir informieren Sie zu gegebener Zeit.

Vielen Dank für Ihr Engagement!



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