Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Wildobst in der Natur - Aktionen vom Jägerinnenforum aus den Regionalgruppen

Kinder schaffen Lebensraumverbesserung

Mit der Pflanzung von Wildobstbäumchen leisteten  20 Kinder aus dem Ort Diendorf  einen wesentlichen Beitrag zur Lebensraumverbesserung für unsere heimischen Wildtierarten, für Kleinsäuger, Vögel und Bienen. Wildobstbäume sind Pflanzen, die unveredelt wachsen und in unsere Landschaft passen. Es sind Gehölze, die in Deutschland ihren Ursprung haben und schon seit hunderten von Jahren heimisch sind. Die Bäumchen sind nicht anspruchsvoll, daher bietet sich ein Standort am Waldrand oder in freien Gehölzinseln an. Mit großem Eifer waren die Kinder dabei, die kleinen Bäumchen in die ausgehobenen Löcher zu setzen und die Erde mit der Schaufel anzuhäufeln. Zur Kennzeichnung wurden noch Pflöcke mit dem Namen der Kinder versehen, neben das Bäumchen gesteckt. Damit die Mäuse die kleinen Stämme nicht anknabbern können, dient zusätzlich eine Manschette als Schutz. Diese Aktion wurde auf  Initiative der Arbeitskreisleiterin der Oberpfalz, Frau Maria Näßl durchgeführt. Es wäre wünschenswert, wenn  auch Schulen und andere Institutionen  diese Anregung zur Förderung von Umwelt und Natur  unterstützen würden.

„Starke Pflanzaktion für die Vielfalt”

Am 25.3. führte das Jägerinnenforum Bayern mit ca. 50 Kindern der Montessori-Schule Essing und dem Bio- Streuobsthof Stöckl eine Pflanzaktion durch. Fast 50 Schüler und acht Lehrer der Montessori- Schule Essing waren es, die Ende März in aller Früh den halben Berg zur Burg Randeck erklommen.

Bewaffnet mit Handschuhen, Schaufeln, Hacken, Gießkannen, Maßband und Schubkarren kamen sie noch vor der Ankunft am Ort ihres „Schule-draußen-Tags” ins Schwitzen. Ihre Mission: im Auftrag des Naturschutzes die Lücken in einer knapp 20 Jahre alten Streuobstwiese wieder aufzufüllen.

Ein genauer Pflanzplan

Tags zuvor gab es eine kleine Vorhut von Schülern, die die Pflanzstellen für die neuen Obstbäume ausmaßen und mit Sägespänen markierten, genauso wie sie im Lage- und Pflanzplan gekennzeichnet waren. Geometrieunterricht mitten auf dem Feld – so praxisnah kann Schule sein. Der Pflanzplan stammte von Georg Stöckl, der zusammen mit seiner Frau den Bioland-Streuobsthof Stöckl in Rohr betreibt und die Streuobstwiese in Randeck von der Wirtsfamilie Sturm gepachtet hat.

Der Boden ist an der Stelle steinig und karg, so waren im Lauf der Zeit Lücken im Obstbaumbestand entstanden. Es war also Zeit, den Obstbaumbestand aufzufrischen. Dies passierte im Zuge eines Biodiversitätsprojektes der Essinger „Umweltschule 2014” in Zusammenarbeit mit dem Jägerinnenforum Bayern und dem Biohof Stöckl.

Der Bestand wurde um 50 Hochstämme auf nun 120 Obstbäume aufgestockt. Der starke Rückgang an Fasanen in den Revieren unserer Heimat ist auch begründet durch die Intensivierung der Landwirtschaft und fehlender Artenvielfalt an Käfern, Engerlingen etc., die die jungen Fasanenküken die ersten Lebenstage an tierischem Eiweiß dringend benötigen würden. Renate Weber vom Jägerinnenforum und der zuständige Jäger, Herr Schäffer, erklärte an Hand von Fellen, Federn und Präparaten, welche vierbeinigen Gäste das ganze Jahr in so einer Streuobstwiese vorbeischauen. 

Ein Wildobstbaum steckt voller Leben. Die auffällige Blütenpracht lockt zahlreiche Insekten an, die wiederum Nahrungsgrundlage für viele Arten wie Neuntöter, Goldammer und Gartenrotschwanz während der Brutzeit sind. Die rissige Borke vom Wildapfel bietet Lebensraum für Spinnen, Käfer und andere Insekten, diese sind wiederum Nahrung für Spechte, Kleiber oder Baumläufer. Das Falllaub der Streuobstbäume bietet im Herbst und Winter Unterschlupf für Igel und Co. und die vitamin- und nährstoffreichen Wildäpfel werden gerne von Hase, Reh- und Rotwild angenommen, ebenso von Allesfressern wie Dachs und Wildschwein.

Zur Mittagszeit freuten sich alle Helfer über die Stärkung mit Apfelsaft aus der letzten Ernte vom Biohof , dann schützte man die jungen Bäumchen noch gemeinsam vor Wildverbiss und Marianne Stöckl beschriftete liebevoll kleine Aluminiumschilder mit dem Namen der jeweiligen Apfelsorte und dem Namen des Schülers, der die Patenschaft übernahm.

Jägerinnenforum Oberfranken - Mit 150 Pflanzen für die Nachhaltigkeit!

Ina Hager-Dietel, Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf, Gemeinderat Günther Egelkraut

Zwei 5´te Klassen des Reinhart-Gymnasiums bepflanzten - unterstützt von ihrer SMV - im Jagdrevier Vierschau unter der Leitung von Ina Hager-Dietel, Bay. Jägerinnenforum für Oberfranken, und Revierpächter Alexander Dietel eine Brachfläche mit wertvollem Wildobst.

Der Morgen begann dunkel, mit Regenwolken und mit Blitzen und so fürchtete Ina Hager-Dietel zusammen mit der verantwortlichen Lehrerin Beate Zimare um ihre Aktion „Wildobst pflanzen“.  Aber der Wettergott hatte ein Einsehen und pünktlich um halb 9 Uhr waren die Regenwolken verschwunden und eine bunte Schar von 5-Klässlern strömte ins Revier Vierschau. Mit Gummistiefeln und warmer Kleidung stürmten die Kinder, bewaffnet mit Spaten und Handschuhen die regnitzlosauer Fluren.  Ina Hager-Dietel erklärte den Kindern, was Obstbäume in der Natur bewirken: Bienen, Schmetterlinge, Insekten, Vögel und alle möglichen Kriechtiere haben ihren Nutzen davon. Sei es als Versteck, als Brutplatz, als Nahrungsgrundlage, als Lebensraum oder zum Schutz – für viele Tiere ist es eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensgrundlage. Anschließend zeigte Alexander Dietel den Kindern dann genau wie ein Baum gepflanzt wird und dann ging´s auch schon mit Feuereifer ans Werk: Es wurde gepickelt und geschaufelt um die Apfelbäume, die Vogelkirschen, Pfaffenhütchen, Heckenkirschen und Hundsrosen gut einzugraben und festzutreten. Manchen ging die Arbeit leicht von der Hand, andere mussten sich erst die richtigen Handgriffe anschauen.

Angeregt durch eine bayernweite Aktion des Bayerischen Jägerinnenforums nutzte Jägerin Ina Hager-Dietel die guten Verbindungen zu ihren Jagdgenossen und der Gemeinde Regnitzlosau, indem sie vom Bürgermeister Hans-Jürgen Kropf die Zusage für eine Bepflanzung einer Brachfläche bekam und tatkräftig vom Gemeinderat Günther Egelkraut und dem Landwirt Wolfgang Langner unterstützt wurde. Alexander Trobisch, Fachberater Naturschutz im Landratsamt hatte großzügigerweise  die Pflanzen zur Verfügung gestellt.

Weitere Pflanzaktionen folgen, diesmal aber eher kleinere Flächen – gut verteilt im ganzen Revier. Wer hier mithelfen möchte, bitte unter der Telefonnummer 0281 – 96363 melden.

Wildobst in der Natur – Kreisgruppen machen mit

Angeregt durch die Aktion des Bayerischen Jägerinnenforums „Wildobst in der Natur“ organisierte  Alois Altmann, 1. Vors. der Jägervereinigung Marktoberdorf, ebenfalls verschiedene Aktionen, damit wieder mehr Wildobst in die Natur ausgebracht wird. Auftakt war der Aufruf zu einer Sammelbestellung, es konnten daraufhin an der Hegeschau über 450 Bäume an die Jäger der Kreisgruppe ausgegeben werden. Eine gemeinsame Pflanzaktion fand mit der Grundschule in Lengenwang statt. Am Kleeblattweg pflanzten JägerInnen und Schüler Wildobstbäume, dafür hatten 10 Kinder die Patenschaft übernommen. Durch einen Beitrag in der Presse aufmerksam geworden, bat Geoffrey Cheeseman, 1. Vorsitzender des Römerbad-Marktoberdorf die Jägervereinigung, an den historischen Fundstätten in Kohlhunden ebenfalls Wildobstbäume zu pflanzen. Gerne nahmen dafür Jäger der Kreisgruppe Spaten und Hacke in die Hand. Alle Aktionen fanden sehr großen Zuspruch von der Bevölkerung.

Heini Schwarz, 1. Vorsitzender des Kreisjagdverband Oberallgäu motivierte auch seine Jäger zur Pflanzung von Wildobst. Bei der Hegeschau in Fischen konnten über 150 Pflanzen ausgegeben werden. Aufgrund der Höhenlage und winterlichen Witterungsbedingungen sind wir schon neugierig, wie das Wildobst hier gedeiht.

Christian Liebsch, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Neu-Ulm beteiligte sich ebenfalls an der Aktion. Über 100 Wildobstpflanzen kamen bei einer Sammelbestellung seiner Jäger zusammen. Er bedankte sich persönlich bei den Arbeitskreisleiterinnen aus Schwaben „an dieser tollen Aktion teilhaben zu dürfen“.

Dietmansried, den 06.06.2014

P. Wölfle

Jägerinnenforum Oberpfalz

Auf Anregung von Maria Näßl, Arbeitskreisleiterin der Oberpfalz leistete die Grundschule Friedensfels einen wertvollen Beitrag zur Landschaftsgestaltung. Die Kinder pflanzten 100 Wildobstbäume von Wildapfel und Wildkirsche, besonders alte Sorten von Obstbäumen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Mit ihrer Lehrerin Elke Prockl marschierten sie frühmorgens zu den Fluräckern im Steinwald. Unterstützt wurde die Aktion vom Landschaftsarchitekten Robert Mertl und dem Gemeindebediensteten Roland Mitlmeier, die beim Ausgraben der Pflanzlöcher und dem Transport der Gehölze zur gemeindlichen Wiese behilflich waren. Am Ende der Schulstunde in  freier Natur durfte jedes Kind seinen frisch gepflanzten Baum mit einem individuell gestalteten Stock kennzeichnen. Elke Prockl, die z. Zt. auch die Jagdschule in Wunsiedel besucht, bedankte sich bei der Gemeinde für die Bereitstellung der finanziellen Mittel zu dieser Pflanzaktion.

Weiterhin aktiv war Maria Näßl bei der Gehörnschau auf Schloss Guteneck, sie konnte 50 Apfelbäumchen mit Verbissschutz an die Jäger der Kreisgruppe Nabburg weitergeben, die zeitnah in verschiedenen Revieren gepflanzt wurden. Die Bäumchen haben sich bei der derzeitigen Witterung bereits sehr gut entwickelt. 

Maria Näßl

P.W.

Naturkunde-Unterricht Live - Jägerin Renate Weber weckte Interesse der Schulkinder

1. Klasse Hecke. Jägerin Christine Schiller und BJV-Experte Sepp Zurl brachten den Bubacher Erstklässlern den Nutzen von Hecken nahe
4. Klasse Wald: Die Wichigkeit des Ökosystems ,,Wald” vermittelte Jägerin Renate Weber den Viertklässlern aus Gottfrieding

Mamming ( li )  Lernen im direkten Kontakt mit der Natur, das war das Ansinnen von Renate Weber, die eine passionierte Jägerin und nicht von ungefähr Repräsentantin des BJV-Jägerinnenforums ist, als sie Schulklassen der Grund-und Mittelschule Mamming-Gottfrieding kürzlich einlud, das Klassenzimmer gegen den Wald-und Hecken-Lernort bei Bachhausen einzutauschen.

Wieder einmal nahm die Jägerin Renate Weber aus Mamming die Schulkinder unter ihre Fittiche, um ihnen die Natur nahe zu bringen und das Interesse für die Zusammenhänge in der Natur vor der Haustür zu wecken. So fand sich am vergangenen Mittwoch die Klasse 1 a aus Bubach mit ihrer Lehrerin Simone Spindler und die Klasse 3 b aus Gottfrieding mit ihrer Lehrerin Sabine Kammermeier beim vereinbarten Treffpunkt Nähe Bachhausen ein, um die Natur mit seinen Besonderheiten zu erkunden. Während bei den Erstklässlern die ,,Hecke” auf dem Lehrplan stand, galt es für die Viertklässler den Wald zu erkunden. Renate Weber versuchte dabei auf direkte Tuchfühlung mit den einheimischen Tier-und Pflanzenarten zu gehen. Obwohl man fälschlicherweise vielleicht annehmen könnte, dass das Wild wild und unerschrocken ist, ist es im Gegenteil sehr scheu und lässt sich von einer Horde Kinder nicht so leicht aus dem Dickicht locken. Dennoch konnte die Wild-und Naturexpertin, die in Mamming als Inhaberin der Marien-Apotheke für die Gesundheit der Bürger sorgt,  viel lebendiges Wissen rund um den Wald und die Natur vermitteln. Die Kinder erfuhren von der Wichtigkeit des Ökosystems, das voller spannender Entdeckungen ist. Alle fünf Sinne werden dabei beansprucht, wenn man sich intensiv mit der Natur auseinandersetzt. Man lernt deren Schönheit aber auch ihre Härte , genauso wie die Funktionen des Waldes kennen. Erfahrungsgemäß schätzt und schützt der Mensch das was er kennt, mehr als Unbekanntes. Wie schädlich sich achtlos weggeworfener Müll auf die Umwelt auswirkt, auch das war Teil des praktischen Lernprogramms vor Ort. Während Batterien 100 Jahre, massive Eisen 200 Jahre und Aludosen 500 Jahre brauchen, bis sie in freier Natur verrotten, braucht Keramik 5000 Jahre und Glas sogar 50.000 Jahre. Trotz der Tatsache, dass es überall Stellen gibt, wo man diese Abfallprodukte nutzbringend und kostenlos recyceln kann, gibt es immer wieder unbelehrbare Müllsünder, die auf Kosten anderer die Natur zumüllen. Wer aber begreift, welch Schaden man damit anrichtet, wird dies hoffentlich vermeiden, um auch der Nachwelt eine intakte Natur zu hinterlassen.

,,Ab durch die Hecke” so ungefähr hieß es für die Erstklässler, die von der Jägerin Christine Schiller aus dem Landkreis Regen betreut wurden. Sie durften unter der fachkundigen Anleitung des BJV-Naturschutzbeauftragten der Kreisgruppe Dingolfing-Landau Sepp Zurl Sträucher und Büsche pflanzen. Hecken mit Schlehen, Wildrosen, Weißdorn, Feldahorn, Haselnuss, Hainbuche und wie sie alle heißen,  bieten vielen Tieren wie Vögel, Insekten und Kleintieren Schutz und erhöhen die Artenvielfalt. Eine Hecke dient als Brut-und Nistplatz für viele gefiederte Freunde. Darüber hinaus erfreut sie mit ihrer Blütenpracht die Naturliebhaber.  Die Kinder waren eifrig bei der Sache, waren wissbegierig aber auch gelehrig. Nach einer leiblichen Stärkung durften sie abschließend noch einen Apfelbaum der Sorte ,,Gravensteiner” einpflanzen. Herr Zurl erklärte ihnen die Notwendigkeit heimischer Obstbäume-und Gehölze und erläuterte alle Vorteile – und das sind viele. Auch hier bewiesen die Kinder sich ganz schnell als Baumpflanzexperten und ließen sich alles von Sepp Zurl erklären, was hierzu zu beachten ist: vom Pflanzloch graben angefangen bis zum Stützpflock anbinden. Besonders viel Freude machte den Kindern das Eingießen des Baumes, damit er schnell wächst und gedeiht.

Die Lehrerin Simone Spindler, die mit den Kindern in der Regel anhand von Sachbüchern den entsprechenden Lehrstoff pauken muss, war sehr dankbar über die realistische Lernmethode in gesunder frischer Luft und freier Natur.

Etwas abgelenkt wurden sie allerdings von zwei Vierbeinern, die den Jägerinnen und den Lehrerinnen die Schau stahlen. Dies war “Nera”, die Hündin von Christine Schiller und ,,Trapper” der Hund von Renate Weber. Die Kinder rissen sich darum, sie mit Leckerlis zu verwöhnen. Unterstützt hat die Aktion als Mädchen für alles Ursula Oberhofer.

Jägerinnenforum Schwaben

Zur Aktion des Bayerischen Jägerinnenforums „Wildobst in der Natur“ machten sich die Arbeitskreisleiterinnen aus Schwaben Anita Kößler und Paula Wölfle mit einer Gruppe Jugendlicher auf den Weg, um entlang einer Halde in Krugzell Wildobstbäume zu pflanzen.

Sehr willkommen hießen die Verbände des Landesbund für Vogelschutz, Thomas Blodau (Vorsitzender des LBV Oberallgäu) und der Imker Eckard Radke (1. Vors. vom Landesbund Bayerischer Imker) diese Aktion. dazu gaben sie jede Menge Informationen über die Vorteile von Wildobst in der Natur für Vögel und Bienen. Teilnehmer der Infoveranstaltung vorab waren ebenso Interessierte aus Landwirtschaft, Jagd, Imkerei, Gartenbau und Naturfreunde.

Fachkundige Einweisung gab es durch Carola Prinz von der Waldbesitzervereinigung Kempten, dabei wurde gemeinsam der 1`000. Baum, der bis jetzt im Allgäu ausgebracht wurde, eingepflanzt. Darauf machte sich bei herrlichem Frühlingswetter der Pflanztrupp, begleitet von Jägerinnen aus den Kreisgruppen Marktoberdorf, Memmingen, Kempten und dem Oberallgäu an die Arbeit, um weitere 20 Bäume im Revier von Jagdpächterin Paula Wölfle einzupflanzen. Dabei nahm die Gruppe zugleich eine Müllsäuberung vor, da zu der Arbeit im Naturschutz auch eine saubere Landschaft gehört.  Thomas Blodau (LBV) begleitete die Gruppe um nebenbei am Spechtbaum den Grünspecht als Vogel des Jahres 2014 vorzustellen.

Anschließend gab es noch eine zünftige Brotzeit und alle waren in der Zufriedenheit, einen Beitrag zur Lebensraumverbesserung vieler Tierarten geleistet zu haben.

Dietmannsried, den 19.04.14

P. Wölfle

Jägerinnenforum Unterfranken - Wildobstbäume für heimische Tiere - Quelle: Pressebericht Mainecho

Natur: Jägerin Ingrid Stenger mit Zehntklässern im Wald

Großwallstadt. Bäume pflanzen statt Mathe pauken: Acht Zehntklässer der Großwallstädter Kardinal-Döpfner-Mittelschule waren am Mittwoch mit Ingrid Stenger im Wald, um dort Wildobst für Rehe, Vögel oder Bienen zu pflanzen. Stenger ist CSU-Gemeinderätin und passionierte Jägerin. Die Aktion in Großwallstadt war Startschuss eines landesweiten Projekts des Bayerischen Jägerinnenforums.

25 Wildapfelpflanzen setzen die Schüler der AG Schulsanitätsdienst an diesem Vormittag. Der Wildapfel entwickelt sich zu einem Strauch, der in einigen Jahren Früchte tragen wird, informiert Stenger, die als Arbeitskreisleiterin für Unterfranken zuständig ist. Ziel der Pflanzaktion ist, Kindern und Jugendlichen ein Gefühl für die Natur zu vermitteln und gleichzeitig den Lebensraum der heimischen Tiere zu verbessern.

Kreuz und quer

Die Arbeit geht schnell voran. Die Schüler wechseln sich mit hacken, graben und pflanzen ab. Nachdem der dünne Ast gesetzt ist, befestigen sie die Schutzhülle und fixieren diese mit einem Holzstab. Das Wildobst darf kreuz und quer wachsen, die Sträucher sollen sich ungestört entwickeln. Was viele Menschen als unordentlich empfinden, dient Tieren als Versteck.

Der Wildapfel braucht laut Stenger keine aufwendige Pflage, Düngung oder Veredelung. Wichtig sei jedoch, die Pflanzen vor den Tieren des Waldes zu schützen. Dazu dienen rund ein Meter hohe Plastikhüllen, die Rehe davon abhalten, die ersten Knospen zu fressen, erklärt Stenger den Jugendlichen. Sobald der Baum dann Früchte trägt, dient er als zusätzliche Futterquelle für Wild, Kleintiere und Vögel.

Für die Umwelt interessieren

Seit 1991 arbeitet die Gemeinderätin mit Schulen und Kindergärten zusammen. Es ist ihr wichtig, junge Menschen für die Umwelt zu interessieren. Mit Lehrerin Josefine Dietz, die die AG Schulsanitätsdienst leitet, hat Stenger schon mehrmals Projekte organisiert. So auch in diesem Jahr. Zwar habe die Pflanzaktion auf den ersten Blick wenig mit dem Inhalt der AG zu tun, sagt Dietz. Doch Umweltschutz sei ein soziales Projekt und deshalb gut für die AG geeignet.


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