Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Uhu

Die deutsche Bezeichnung ist lautmalerisch vom zweisilbigen Balzruf des Uhus abgeleitet, ebenso die lateinische Artbezeichnung "Bubo bubo". Der Uhu ist die größte bei uns heimische Eulenart. Der Bestand des Uhus hat in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre aufgrund von Schutzmaßnahmen sowie durch Auswilderungsaktionen stark zugenommen.

Uhus haben einen massigen Körper und einen auffällig dicken Kopf mit Federohren. Die Augen sind orangegelb. Das Gefieder weist dunkle Längs- und Querzeichnungen auf. Brust und Bauch sind dabei heller als die Rückseite.

Der Uhu ist in Europa Standvogel und gilt als äußerst standorttreu. Auch die Jungvögel wandern meist nur 50 bis 80 km ab.

Vor allem durch menschliche Verfolgung war der Uhu in Mitteleuropa weitgehend auf die Mittelgebirge sowie die Alpen beschränkt. Inzwischen wird zunehmend das Flachland wiederbesiedelt. Die Brutplätze finden sich vor allem in Felswänden und Steilhängen und in alten Greifvogelhorsten, seltener auf dem Boden.

Der Uhu ist ein nächtlicher Jäger des Offenlandes, aber auch reich gegliederter Kulturlandschaften. Uhus ernähren sich in erster Linie von kleinen bis mittelgroßen Säugern und Vögeln. Er schlägt seine Vogelbeute allerdings bevorzugt dann, wenn sie entweder nachts auf den Ästen ruht oder wenn sie durch ihn aufgeschreckt auffliegt. Bei der Jagd auf bodenbewohnende Säuger kontrolliert er im Gleitflug dicht oberhalb des Erdbodens sein Revier. Zu seiner Beute zählen in Mitteleuropa vor allem Igel, Ratten und Mäuse, Hasentiere, Rabenvögel und Füchse. Er sucht den Boden jedoch auch zu Fuß nach Schnecken, Insekten und Würmern ab. 


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