Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Steinkauz

Der Steinkauz galt in der griechischen Mythologie als Vogel der Weisheit und war Sinnbild der Göttin Athene. Darauf verweist auch der wissenschaftliche Name, der übersetzt „nächtliche Athene“ bedeutet.

Das Verbreitungsgebiet des Steinkauzes erstreckt sich über Eurasien und Nordafrika. Er ist ein charakteristischer Bewohner einer reich gegliederten Kulturlandschaft mit spärlicher oder niedriger Vegetation und jagt hier bevorzugt in Bodennähe. In den Siedlungen und Randbereichen findet er in kurzgrasigem Weidegrünland, an Feldwegen, in Gärten und Streuobstwiesen beste Nahrungshabitate. Die Beuteliste ist umfangreich, denn der Steinkauz ist ein gewandter und flexibler Jäger. Auf Koppelpfählen oder Einzelbäumen ansitzend, fängt er Mäuse und kleine Vögel. Zu Fuß werden auch Insekten und Regenwürmer erbeutet. Ein einmal gewähltes Revier besetzt er meist über mehrere Jahre und zum Teil sogar lebenslang. Diese kleine, kurzschwänzige Eule brütet nicht nur in Baumhöhlen, sondern auch in Scheunen, Kapellen und Weinkellern.

In Mitteleuropa gehen die Steinkauzbestände seit einigen Jahrzehnten stark zurück. Hauptursache dieses Rückgangs ist die Zerstörung von Lebensräumen. Die Habitatsuche ist durch fehlenden Biotopverbund fast unmöglich. Hinzu kommen tödliche Hindernisse wie der Straßenverkehr. 


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