Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Sperber

Aufgeregtes Kreischen von Kleinvögeln ist plötzlich aus einem Gebüsch zu hören. Ein etwa taubengroßer Vogel hat sich in einen Strauch gestürzt und fliegt jetzt mit schnellen Flügelschlägen und einer Kohlmeise im Fang nur einige Meter weiter auf einen Baumstumpf. Federn stieben- der Sperber hat mit seiner rasanten Jagd wieder einmal Erfolg gehabt und beginnt gleich damit, seine Beute zu rupfen. Die Aufregung der mit dem Schrecken davon gekommenen Vögel dauert noch lange an. Besonders gern jagen Sperber, Weib wie Sprinz, Singvögel. Der Sperber ist ein "Kamikaze" unter den Greifvögeln.

Das Weibchen ist fast ein Drittel größer als das Männchen. Dabei erscheint der Sperber wie eine verkleinerte Ausgabe des Habichts. Vor diesem muss er sich auch in Acht nehmen, denn sein größerer Vetter macht gerne Jagd auf ihn. Da kommt ihm seine versteckte Lebensweise zu gute. Aus diesem Grund bekommen wir diesen kleinen, wendigen Greifvogel auch nur zu Gesicht, wenn in unseren Gärten Jagd auf Singvögel macht. Denn selten ist der Sperber eigentlich nicht.


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