Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Schleiereule

Die Schleiereule kommt als Brutvogel in vielen Regionen der Welt vor. In Mitteleuropa ist sie ein verbreiteter und häufiger Brutvogel, stellenweise ist sie aber durch Lebensraumzerstörung, den Einsatz von Rodentiziden, die ihre Hauptbeute, Feldmäuse, dezimieren, sowie Flurbereinigungsmaßnahmen selten geworden. In vielen Gebieten kann sie heute nur noch entlang von Straßen auf die Jagd gehen, was zur Folge hat, dass viele Exemplare vermehrt zu Verkehrsopfern werden.

Der Abbruch alter Gebäude mit Schleiereulen-Brutplätzen und Kirchtürmen sowie die Vergitterung von Stallgebäuden und Scheunen haben den Bestand ebenfalls negativ beeinflusst.

Sie ist nachtaktiv und tagsüber nur an ihren Ruheplätzen sowie am Brutplatz zu beobachten. Gelegentlich kann man sie in der späten Dämmerung sehen, wie sie in niedrigem Jagdflug an Dorfrändern und auf Viehweiden sowie in Scheunen nach Mäusen sucht. Zu ihren auffälligsten Erkennungsmerkmalen gehören der herzförmige Gesichtsschleier, die langen Beine sowie die verhältnismäßig kleinen, schwarzen Augen. Sie kommt in einer hellen und einer dunklen Variante vor.

Durch Anbringen von Nistkästen auf Kirchtürmen und in Feldscheunen ist es zum Teil gelungen, den Bestand wieder etwas anzuheben.


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