Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Früh übt sich …

Junger Deutscher Jagdterrier, Foto: Kathrin Kratz
Junger Jagdterrier, F: Kathrin Kratz

Die Ausbildung beginnt mit der so genannten Stubendressur. Das sind einfache Übungen wie „Sitz“, „Platz“ und „Hierher“ und das Hören auf den Namen. Geübt wird von Anfang an auch schon die Leinenführigkeit und die Stubenreinheit. Neben der Stubendressur können Sie nach und nach auch schon jagdliche Übungen einbauen.

Wenn der Welpe ins Haus kommt, zwischen der achten und 14. Lebenswoche, befindet er sich in der so genannten Sozialisierungsphase. In diesem Lebensabschnitt ist das Spielen mit Artgenossen und dem Menschen wichtig. Wird diese Sozialisierungsphase vom Hundeführer nicht genutzt, kann das zu Unsicherheit, übersteigertem Aggressionsverhalten, Verlassenheitsangst und mangelnder Führigkeit beim Jagdhund führen. Eine sichere Bindung zum Führer ist aber Voraussetzung für einen positiven Lernprozess.

Wichtige Grundregeln für den Start in eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Täglich mehrmals rund zehn Minuten üben
  • Übungen immer vor dem Füttern einplanen
  • Den Hund nicht überanstrengen
  • Beutefangspiele an der Reizangel und durch das Auslegen von Jagdbeute
    (Jungfuchs, Marder, Rehdecke)
  • Aufbau der Rangordnung: Der Rudelführer geht zuerst durch die Tür,
    aus dem Auto springt der Hund nur auf Kommando,
    zur Futterschüssel geht es nur nach der Freigabe.
  • Beim Training immer vom Einfachen zum Schweren,
    vom Bekannten zum Neuen gehen
  • Immer die gleichen Kommandos und Ausbildungsmittel benutzen
  • Kommandos immer kurz und knapp, keine langen Kommentare
  • Den Hund nicht überfordern und Belohnung nicht vergessen!
  • Die Übung immer mit einem Erfolgserlebnis abschließen
  • Die Schussfestigkeit immer in Zusammenhang mit Beute trainieren
Hund mit Führer, Foto: Gerd Eng

Was heißt eigentlich Konsequenz?

Konsequenz ist das ausnahmslose Einhalten von Grundsätzen und Regeln im eigenen Handeln. Konsequenz bei der Hundeerziehung hat nichts mit Härte, übertriebener Strenge oder gar Gewalt zu tun. Die aufgestellten Regeln müssen klar und nachvollziehbar sein. Sie geben unserem zukünftigen Jagdbegleiter Orientierung und Sicherheit! Sie sind für ihn unverzichtbar! (Dr. Andrea Weidt)

Mehr zum Thema:

JIB_1_Welpenausbildung.pdf

JiB-Beitrag „Welpenausbildung“
Wenn der Jäger auf den Hund kommt

449 kB

↑ nach oben ↑