Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Erlaubnispflicht für die erwerbsmäßige Ausbildung von Hunden –
sind die Kreisgruppen und Jägervereine betroffen?

Nach einem Schreiben von Staatsminister Dr. Marcel Huber vom 16. Juli 2014, unterliegt die verbands­interne jagdliche Ausbildung von Hunden nicht der Erlaubnispflicht, wenn die Verbände und Vereine die Ausbildung von Hunden ohne Gewinnerzielungs­absicht und nur für Mitglieder anbieten.

Ohne Gewinnerzielungsabsicht heißt, der „kostendeckende Beitrag“ für den Hundekurs liegt unter dem marktüblichen Wert bei haupt­beruflichen Betreibern von Hundeschulen.

Wenn zum Beispiel ein kostendeckender Beitrag bis zu 150 Euro beträgt, liegt das weit unter dem marktüblichen Wert von beispielsweise 300 – 450 Euro. Kreisgruppen, die Kursge­bühren unter 150 Euro verlangen, fallen also nicht unter die Erlaubnispflicht. Das gilt – so Dr. Ulrike Marschner aus dem Bayerischen Umwelt­ministerium – auch für die Ausbildung von Begleithunden von Nichtmitgliedern.

Wenn die Hundeausbildung nicht erlaubnispflichtig ist, muss auch kein Sachkundenachweis absolviert werden.

Was tun, wenn trotzdem ein Brief vom Veterinäramt kommt, in dem ein Sachkundenachweis verlangt wird?

Bitte erheben Sie Einspruch!

Legen Sie dem Veterinäramt schriftlich vor, wie hoch der kostendeckende Beitrag für die Hunde­ausbildung (Jagdhunde und Begleit­hunde für Mitglieder und Nichtmitglieder) bei Ihnen in der Kreisgruppe ist.

Liegt der kostendeckende Beitrag in einer Größenordnung von beispielsweise bis zu 150 Euro pro Hund, dann teilen Sie dem Veterinäramt mit, dass Sie laut Schreiben von Staatsminister Dr. Marcel Huber vom 16. 07. 2014 nicht unter die Erlaubnispflicht fallen, da die Hunde­ausbildung nicht gewerbs­mäßig betrieben wird, weil der marktübliche Wert deutlich darüber liegt, nämlich zum Beispiel bei 300 bis 450 Euro.

Damit unterliegt der Hundekurs nicht der Erlaubnis­pflicht und die Sachkundeprüfung entfällt.


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