Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Neues Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) ist veröffentlicht

Lange haben wir darauf gewartet und jetzt ist es da, das neue KULAP. Welche Maßnahmen es gibt, finden Sie in der anliegenden Übersicht. Wichtig: Antragsendtermin ist bereits am 9. März 2015.

Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat in einigen Bereichen aktiv an der Neugestaltung des KULAP mitgewirkt. Beispielsweise wurde die Maßnahme B36 „Winterbegrünung mit Wildsaaten“ aufgrund des großen Erfolgs der vom BJV initiierten Aktion „wildtiergerechter Zwischenfruchtanbau“ erstmals in das KULAP aufgenommen.

Desweiteren hat sich der BJV mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass diejenigen Landwirte, die bisher die KULAP-Maßnahme A36 „Agrarökologische Ackernutzung“ (mehrjährige Blühflächen) beantragt hatten, bei Weiterführung dieser Maßnahme die Flächen im Jahr 2015 nicht neu einsäen müssen (neue Maßnahme B48). Hier hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Übergangszeit bis zum Frühjahr 2016 eingeräumt. Dies ist besonders wichtig für unsere Wildtiere, wenn man bedenkt, dass in Bayern 20.000 Hektar Blühflächen angebaut sind. Ein Umbruch dieser Flächen in der sensiblen Zeit von Januar bis April wäre für Bodenbrüter und Niederwild äußerst fatal!

Einige KULAP-Maßnahmen sind mit dem Greening kombinierbar. Zwischenfruchtanbau wird beim Greening beispielsweise mit dem Gewichtungsfaktor 0,3 bewertet. Entscheidet sich der Landwirt gleichzeitig für die KULAP-Maßnahme B36 „Winterbegrünung mit Wildsaaten“, so bekommt er zwar nicht die volle Prämie in Höhe von 120 Euro je Hektar, immerhin aber noch 45 Euro je Hektar.

Sprechen Sie mit Ihren Jagdgenossen und nutzen Sie das neue KULAP und auch das Greening für die Anlage wertvoller Wildtierlebensräume in Ihren Revieren!

» KULAP Maßnahmenübersicht 2015 (PDF-Datei)

Netzwerk Lebensraum Feldflur - Projekt „Energie aus Wildpflanzen“

Am 4. Juli 2013 trafen sich die Partner des Netzwerks Lebensraum Feldflur zu einer Besprechung zum weiteren Fortgang des Projekts „Energie aus Wildpflanzen“.

Das Projekt zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen des intensiven Monokulturanbaus bei der Biogasproduktion durch die Verwendung von Wildpflanzenarten zu verhindern und Landwirten gleichzeitig eine ökonomisch interessante Alternative zu den derzeit gängigen Bioenergiepflanzen zur Verfügung zu stellen.

» Netzwerk Lebensraum Feldflur


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