Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Bussard

Der Mäusebussard ist in Mitteleuropa der häufigste Greifvogel. Er kommt von der Küste bis ins Hochland fast flächendeckend vor. Lokal schwanken seine Bestände in Abhängigkeit vom Feldmausangebot, besonders im Winter können die Tiere aufgrund der Unerreichbarkeit der Beutetiere unter dem Schnee großen Hunger leiden. Neben Mäusen nehmen sie auch gerne Reptilien und Großinsekten, aber auch junge Hasen oder kranke Vögel können erbeutet werden. Dabei sind Bussarde ausdauernde Ansitzjäger. Gerne sitzen sie in der Nähe von Straßen, denn auch verunfalltes Wild und Aas steht auf ihrem Speisezettel.

Seinen Horst legt der Bussard bevorzugt in Waldrandnähe an, auch Lichtungen und Feldgehölze mag er, das Innere geschlossener Waldungen meidet er jedoch. In allen Baumarten kann man Bussardhorste finden. Im Alter von 2-3 Jahren brüten Bussarde zum ersten Mal. Mit ihren Balzflügen beginnen die Vögel im Februar/März. Der Horst wird auf Astgabeln in etwa 10-20 Meter Höhe gebaut. Ende März/Anfang April legt das Weibchen 2-4 Eier in einem Abstand von 2-3 Tagen. Die Jungen schlüpfen nach etwa 5 Wochen und sitzen noch 6-7 Wochen im Nest. Selbst nach dem Ausfliegen werden die Jungbussarde noch 45-55 Tagen von den Altvögeln versorgt, bevor sie selbstständig sind. Durchschnittlich werden pro Brut weniger als zwei Junge flügge, 50 % sterben noch im ersten Jahr. Bei gutem Feldmausangebot steigt der Bruterfolg des Mäusebussards.


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