Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

BJV-Video: Rückkehr des Wolfs

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Videobeitrag: Rückkehr des Wolfs

Er ist wieder da. In freier Wildnis, zumindest gelegentlich. Manchem ist er nicht geheuer, aber eines steht fest:

„Den Wolf zu bejagen, ist schlicht striktest verboten. Da kann ich nur jeden Jäger warnen. Er verliert jagdlich Haus und Hof. Er ist sofort den Jagdschein los. Also bitte, da können wir ihm auch nicht helfen. Die andere Frage ist, ob wir den Wolf begrüßen, wenn er kommt. Und da muss ich ehrlich sagen: Wir leben nicht in Finnland, wir leben nicht in Russland.”

Wo weniger als 10 Millionen Menschen eine Fläche bewohnen, die sich in Deutschland über 80 Millionen Menschen teilen.

„Also wir haben hier eine derartige Dichte, eine derartige Bevölkerungsdichte. Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt: Man sollte sich schon überlegen: Passt das noch? Und wenn ja, müssen wir klären: Wie regele ich das mit den Schäden? Wie wird das dann mit den Rotwildgebieten? Wie ist das, wenn Wölfe einspringen in Wintergatter? All diese Themen sind überhaupt noch nicht diskutiert. Und das möchte ich vorher geklärt haben. Und es kann doch nicht sein, dass die Landwirte entschädigt werden und die Revierinhaber nicht. Das sind alles Themen, die müssen noch behandelt werden. Dann kann man mit uns reden.”

Mit sich reden lässt der Bayerische Jagdverband auch, wo es um neue Methoden zur Erlegung von Schwarzwild geht, dessen Strecken immer größer werden. Entscheidend ist die Frage:

„Wie verhalte ich mich gegenüber den Wildschweinen, also dem Schwarzwild? Das ist genauso Wild und hat verdient u. verlangt genauso auch die ethischen Grundsätze der Bejagung, sprich: Tierschutzgerecht muss gejagt werden. Und bei Nachtzielgeräten ist ja unsere Regel klar: Das muss der Bund entscheiden. Wer Nachtzielgerät einsetzt und nicht die klare Zustimmung des Bundeskriminalamtes hat, macht sich strafbar. Der muss das selbst wissen, der landet im Bau. Der verschwindet im Gefängnis. Und bezogen auf die Saufänge - neu – die gibt es zwar schon lange, aber was ich landauf landab höre, wo sie eingesetzt wurden, haben sie nie sonderlich viel gebracht. Aber auch hier, weil eben jetzt behördliche Papiere im Umlauf sind, wo man sagt, man soll das Ganze großzügig handhaben, kann ich nur sagen, auch das Präsidium hat sich einstimmig dafür ausgesprochen: Wenn Saufänge – die sind ja per se erlaubt -, aber dann nur unter ganz strengen ethischen tierschutzrechtlichen Gesichtspunkten. Permanente Kontrolle. Und wenn dann da drin etwas geschossen wird, dass das alles ethisch einigermaßen vertretbar ist. Ich bin mal gespannt, wie man das machen will. Aber das fordern wir als absolute Grundbedingung ein, denn sonst haben wir nicht mehr die Akzeptanz der Bevölkerung.”

Ein erfreuliches Thema: Der Trend zum Jagdschein boomt. 2015 konnte der BJV zweieinhalbtausend neue Mitglieder willkommen heißen. Dieser Anstieg ist einmalig in Deutschland. Woran liegt das?

„…Die Jäger sehen, was für sie geleistet wird, sowohl über die Service GmbH als auch über die Interessenvertretung und und und.”

Das alles auf der Basis der unermüdlichen Arbeit in den Kreisgruppen.

„Offensichtlich fühlen sich unsere Jäger im Jagdverband gut aufgestellt.”

Das scheint nur für einige nicht ganz zu gelten. Sie gehen zum Teil eigene Wege.

„Sind alle lieb und nett, sind ja sogar teilweise Mitglieder des Verbandes, haben sogar oft Funktionen im Verband, aber wenn die Jagdagenda21 Dinge hat, dann sollen sie doch bittschön mit uns diskutieren innerhalb des Verbandes. Und auch vom „Wilden Bayern“ kommen Forderungen – wird alles auch vom Jagdverband vertreten. Aber man muss dann ja auch mit allen Verbänden reden! Drum sage ich: Integriert Euch! Hier können wir auch kontrovers diskutieren, aber dann eine Meinung und damit nach außen! Wir sind sonst alleine als Jagdverband im großen gesellschaftlichen Konzert zu schwach.”

Wo es gilt, die Anliegen der Jägerschaft wirkungsvoll zu vertreten. Wie es 2015 gelungen ist.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Einmal bedanke ich mich bei allen Mitgliedern, dass sie uns die Treue gehalten haben. Und dann, bitte denken Sie daran, wenn Sie jetzt mal einen Waldspaziergang machen, wir haben jetzt Notzeit. Gut, wir haben kaum Schnee, es kann aber sein, dass es sich in den nächsten Tagen doch einmal ändert. Die Wildtiere brauchen im Winter Ruhe. Alle Schalenwildarten. Dass Hunde nicht frei rumlaufen, auch an den Fütterungen die Hunde möglichst weggelassen werden und und und. Aber gehen wir’s positiv an - bleibt mir nur, den Jägerinnen und Jägern alles Gute zu wünschen, jetzt natürlich für die Festtage, aber insbesondere auch für das Jahr 2016. Und sie sollen davon ausgehen: Wir kümmern uns auf allen Verbandsebenen, um ihre Interessen zu vertreten. Dann wünschen wir Ihnen natürlich immer einen guten Anlauf und viel Waidmannsheil!”


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