Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

BJV-Videobotschaft: Wald mit Wild – das geht! / Juni 2015

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Gemeinsamer Einsatz für die Raufußhühner:
Mit einem international besetzten Symposium macht der BJV auf die vom Aussterben bedrohten Waldhühner aufmerksam.

Wald mit Wild – das geht!

Moore und alte, lichte Wälder – der Lebensraum für Hühnervögel. Heute werden viele Moore entwässert und aufgeforstet. Die Hühnervögel, insbesondere die Raufußhühner, verschwinden und mit ihnen ein Stück bayerischer Heimat.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Die brauchen lichte Wälder, sind ja keine Hubschrauber, die senkrecht in die Luft gehen, brauchen bestimmte Schneisen, um starten zu können, lichte Wälder, dann brauchen sie eine Bodenflora und eben auch viel Nadelholz.“

Das heißt für den Waldumbau, der wegen des Klimawandels notwendig ist: Augenmaß bewahren, dass eben nicht ...

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„... mit deutscher Gründlichkeit alle Nadelhölzer rausgeschmissen werden und dann alles mit Buchen und Eichen und was weiß ich was bestockt wird, sondern dass wir auch immer fragen, welche Wildtiere leben in dem Lebensraum, sich auch als Waldbauer und als Förster hinein versetzen in die Ansprüche der dort vorkommenden Tierarten.“

An Gesetzen und Verordnungen fehlt es auch in Bayern nicht.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Und auch das Waldgesetz schreibt klipp und klar rein, dass nicht nur die Ökonomie eine Rolle spielt, sondern selbstverständlich auch Ökologie mit zu berücksichtigen ist. Es gibt selbstverständlich Bauern, auch Förster, gar keine Frage, die das berücksichtigen. Aber warum haben wir denn diese dramatischen Einbrüche? Gerade auch in vielen Regionen Bayerns ist das Birkwild so gut wie ausgestorben. Es ist ausgestorben. Das Auerwild kämpft auch ums Überleben. Dabei wäre das auch ein toller Publikumsmagnet für die Regionen, wenn man damit werben könnte: Hier gibt es auch noch bestimmte Wildarten! Aber warum sind sie alle in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen? Weil eben der Waldumbau da gar keine Rücksicht mehr genommen hat. Bis auf wenige, z.B. im Fichtelgebirge, es gibt einige Regionen, wo tatsächlich etwas gemacht wird. Aber in den meisten Regionen geht’s nur noch um den Wirtschaftswald, Wirtschaftswald, Wirtschaftswald.“

Statt wie es die Schweiz vormacht, gewisse kleine Lebensräume für die Wildtiere frei zu halten. Wie übrigens alle Wildtiere geschützte Bereiche brauchen.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Rehwild, Rotwild, Gamswild, die brauchen auch Licht und Sonne. Wenn ich die in den dunklen Tann, in den dunklen Forst rein treibe, muss ich mich nicht wundern, wenn dort dann Verbiss ist und Schillschäden vorkommen. Wenn ich ihnen überhaupt keine Möglichkeiten natürlicher Äsung, natürlicher Rückzugsgebiete lasse! Da kann ich mit wenigen Flächen viel bewirken! Wir wollen – das muss ich auch klar sagen – wir wollen keine überhöhten Wildbestände, aber eben den jeweiligen Biotopen angepasste Wildbestände, aber da hat eben der Grundeigentümer – egal ob staatlich oder privat – auch eine Mitverantwortung. Ich verstehe den Waldbau, natürlich, die leben teilweise davon, die Förster, auch viele Waldbauern, aber es gibt durchaus auch einen Waldbau, der eben mit ein bisschen Engagement Wald und Wild in Einklang bringt. Und natürlich müssen wir Jäger auch mithelfen, aber dann meine ich, vereinen wir wieder Jagd und Naturschutz.“

Was in der Bevölkerung gut ankommt. Davon profitieren die Wildtiere und auch die Jagd.


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