Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

BJV-Video: Vegetationsgutachten

Weitere Ausgabeformat zu diesem Video

JV_Vegetationsgutachten_20151116.flv

FLV-Datei (540x304)

15.3 MB

JV_Vegetationsgutachten_20151116.mp4

MP4-Datei (854x480)

49 MB

JV_Vegetationsgutachten_20151116.ogv

OGV-Datei (368x208)

55 MB

JV_Vegetationsgutachten_20151116_x264.mp4

MP4-Datei (427x240)

22 MB

Videobeitrag: Vegetationsgutachten 2015

Die Jäger in den 750 Hegegemeinschaften in Bayern haben Grund zur Freude:
Das 11. Forstliche Gutachten macht ihren Einsatz in den vergangenen 3 Jahren sichtbar:

O-Ton / Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Wir haben ein sehr gutes Ergebnis. So ein gutes hatten wir überhaupt noch nicht!
Als wir begannen, waren wir bei 40/50 % Verbiss. Jetzt sind wir z.B. bei der Fichte bei 2 respektive 3 % Verbiss, d.h. es ist eigentlich überhaupt keiner mehr da. Und auch die Tanne. Da waren wir damals bei knapp 40 % Anfang der 90iger Jahre und jetzt sind wir bei 12 %. Und die Tanne – ich sag’s klar – war und ist ‚der Kampfbaum‘ vieler Förster und Waldbauern gegen die Jagd, wurde uns immer um die Ohren gehauen. Mittlerweile sind fast 88 % nicht verbissen, also wo wollen wir denn noch hin?”

Viel weniger ließe sich wohl nur noch ohne Wildtiere erreichen. Aber wäre das im Sinne der Menschen?

„Die wollen nicht nur Bäume sehen, die wollen auch Wildtiere, einen Teil unserer Heimat, erleben. Das sollten wir nie dabei vergessen!“

Ohne die Waldbauern und die Förster haben die Jäger ohnehin kaum Chancen, die Ergebnisse weiter zu optimieren. Die 1,1 Mrd. Steuergelder jährlich für die Land- u. Forstwirtschaft sollen nicht zuletzt dafür verwendet werden, die Folgen des modernen Waldbaus abzufedern.

„Wir brauchen in den Wäldern auch artgerechte Flächen, nicht nur Dickungen, dass jeder Quadratmeter bestockt wird. Wir müssen den Wildtieren auch in den Wäldern, aber auch draußen noch artgerechte Lebensbedingungen lassen. Und ich wiederhol‘ mich: Das ist auch das, weshalb der Steuerzahler auch vieles alimentiert.“

Es sind jedoch nicht nur die Waldbauern und Förster, die den Jägern helfen können, den Verbiss an jungen Trieben weiter zu reduzieren. Auch die Bevölkerung kann den Grad des Verbisses durch ihr Verhalten in der Natur beeinflussen.

„Diese Übernutzung, Freizeitübernutzung, speziell auch am Berg, das ist irgendwann auch nicht mehr hinnehmbar. Und wir brauchen da auch ein - wie’s in Österreich ist –‚Erkenne Deine Grenzen‘, auch die Mitverantwortung der Tourismusunternehmen, aber auch der Trendsportarten, dass man auch Rücksicht nimmt auf die Tiere und nicht nur permanent an sich denkt.“

Gerade in Notzeiten bei extremen Witterungen fahren die Tiere ihren Stoffwechsel herunter, um mit dem Wenigen, was die Natur ihnen dann an Nahrung bietet,  zurechtzukommen. Werden sie ständig aufgeschreckt und zur Flucht gezwungen, reicht ihnen die winterliche Notration nicht.

„Dann haben wir schnell auch Verbiss.“

Rotwild und Gamswild gehen gar immer mehr zurück.

„Denen wird der Lebensraum immer mehr genommen. Und da sage ich gerade hier in Bayern: Das Rotwild ist ja gar nicht wegzudenken. Und genauso auch das Gamswild nicht wegzudenken! Da müssen wir auch aufpassen, dass sie noch einigermaßen artgerecht leben können!“

Bei den Verbissraten ist man jedenfalls auf gutem Wege.

„Ein klares Dankeschön an alle Jägerinnen und Jäger, die eben draußen – und das ist ja oft kein Vergnügen, bei jedem Wetter draußen sind, um ihren Aufgaben nachzukommen, d.h. dem Wald zu helfen, aber auch den Feldern zu helfen, allen möglichen Dingen, anders wär’s ja nicht gelaufen!“


↑ nach oben ↑