Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

BJV-Video: Bayerischer Landesjägertag 2016 in Kulmbach
unter dem Motto: „Jagd – die schmeckt“.

» Video: Wildschweinfleischpflanzerl von Starkoch Alexander Herrmann

» Landesjägertag in Kulmbach, 15. bis 17. April 2016
„Wer gegen die Jagd ist, hat eine Bildungslücke!“ – Starkoch Alexander Herrmann gibt ein klares Bekenntnis zur Jagd.

» Bilder vom Landesjägertag 2016

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Videobeitrag: Alexander Herrmann - Wildschweinpflanzerl

Landesjägertag im oberfränkischen Kulmbach:

Mit dabei auch der bekannte TV-Koch Alexander Herrmann mit einer Botschaft, die er über’s Fernsehen überall hin trage:

Alexander Herrmann, Sternekoch und selbst Jäger:

„Dass der Jäger eine der wichtigsten und großartigsten Persönlichkeiten unserer Gesellschaft ist.Und noch niemals war in unserer Gesellschaft der Jäger besser aufgehoben als genau in dieser Zeit. Mehr Bio als das, was Sie machen, gibt es nicht! Besser geht das nicht. Und jeder, der das nicht versteht, hat leider eine Bildungslücke!“

Während Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sich überzeugt zeigte, dass Jäger auch in ihrer Rolle als Heger und Naturschützer weitgehend anerkannt seien, und den Jägern auch im Namen der Staatsregierung für ihren kompetenten Einsatz dankte, sieht der Jagdpräsident noch so manche Lücke im Wissen der Gesellschaft über die Jagerei.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Wer fährt nachts raus und sammelt die Stücke auf? Wir Jäger machen das, wir müssen’s nicht, aber wir machen’s! Diese Leistungen, das muss man immer wieder rüberbringen, damit die Gesellschaft das auch erkennt!“

Die Jäger sähen es natürlich als ihre Aufgabe an, den Wildbestand zu regulieren, aber:

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Andere haben auch eine Verantwortung, dass Jäger überhaupt jagen können. Es muss fair zugehen bei dieser Partnerschaft. Nicht: Ihr habt Euch die Nächte raus zu setzen und die Felder zu bewachen, dafür bezahlen wir keine 40 Mio Jagdpachtschilling! Dafür nicht, dass ich mich Tag und Nacht dahin hocke und aufpasse, ob die Sauen da im Maisschlag drin sind! Dazu, meine Damen und Herren, muss man schon selbst etwas dazu beitragen.“ (Applaus)

Gibt es über das notwendige Miteinander in dieser Frage immer wieder einmal Auseinandersetzungen, gelten die Jagdhornbläser als unumstrittene Sympathieträger. Gegnerische Bastionen fallen gelegentlich auch dann, wenn sie zum Einsatz kommen (Jägerinnen im Bild):

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Warum? Weil’s Klischee nicht mehr stimmt! Die haben gedacht, da kommt jemand ganz in Grün gewandet, und auf einmal kommt da so ein junges Ding mit Stöckelschuhen! Das haut die um, da passt nichts mehr, was sie eigentlich alle denken.“

Die Jägerinnen bringen es bald auf einen Anteil von 10 Prozent an der gesamten bayerischen Jägerschaft, bei den jungen Jägerinnen liegt der Anteil noch deutlich höher, wie die Jungen Jäger überhaupt großen Zulauf haben. Vielleicht, weil für jedes Alter gilt:

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Jagd ist Heimat!“

Das Bild vom Jäger wird in den Revieren geprägt. Mit mancher Trophäe etwa dürfe man heute nicht mehr so sorglos umgehen wie früher:

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Ich hatte ja auch früher eine Hochgebirgsjagd in Österreich, da war das gang und gäbe, wenn wir mit unseren Berufsjägern unterwegs waren, da lag teilweise der Hirsch oder die Gams über der Motorhaube, so sind wir runter in den Ort. Das war halt in den 70iger Jahren noch so. Heute unmöglich! Die Einstellung zum Wild, - ich sag’s mal - dass man den Kadaver über die Motorhaube legt, völlig unmöglich! Völlig unmöglich, zu recht! Das passt nicht mehr.“ (Applaus)

Was aber passt in Zeiten, in denen Wildbret immer höheren Stellenwert hat, ist ein eigenes Prüfungsfach ‚Wildbrethygiene‘ mit sogenannter Sperrwirkung:

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Drum bin ich dafür, dass die Wildbrethygiene ein neues eigenes Prüfungsfach mit sogenannter Sperrwirkung wird. Wenn Du da eine 5 hast, kannst Du das nicht durch besondere Kenntnisse woanders ausgleichen. Sondern die Wildbrethygiene muss beherrscht werden! Und wenn jemand das nicht beherrscht, muss er durch die Prüfung fallen im Interesse der Jagd!“

Und köstlicher Wildschweinpflanzerl nach Alexander Herrmanns Geheimrezept!

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Es war eine Delikatesse! Ich habe noch nie so ein angenehmes Fleischpflanzerl gegessen wie das hier. Also da werde ich meiner Frau auch noch gute Ratschläge versuchen zu erteilen.“

Lieber vielleicht ein Résumé zum Landesjägertag…

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:

„Ich kann nur sagen, es war ein sehr geschlossenes Bild der Jägerschaft. Es ist auch lebhaft diskutiert worden, auch vormittags, da möchte ich mich auch bei allen bedanken, die da mitgewirkt haben! Auch der Minister (-> Helmut Brunner, bayer. Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) hat ja sehr gut gesprochen! Die Jäger fahren alle mit einem guten Gefühl ab. Die Jagd in Bayern hat Zukunft, vorausgesetzt, wir bleiben weiterhin geschlossen!“


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