Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Luftaustausch statt Unfallrisiko: „KanzelAir“ zum Testen beim BJV in Feldkirchen

Videobeitrag:
Luftaustausch statt Unfallrisiko: „KanzelAir“ zum Testen beim BJV in Feldkirchen

Wenn bei Schnee noch gejagt werden muss, riskiert der Jäger zuweilen Kopf und Kragen.

Otto Zeitler, MdL a.D.,
ehemaliger Staatssekretär im Umweltministerium und passionierter Jäger

„Man sitzt immer draußen, friert, muss hoch nauf und geht schon nimmer nunter, wenn nix mehr kommt, weil man den weiten Weg net machen will. Insofern hab ich mit meinem früheren Landtagskollegen, dem Präsidenten Vocke, mal überlegt, was könnt man für uns ältere Generation – wir schauen zwar aus wie 50, sind aber 70 – denn machen, dass wir das vereinfachen könnten. Der entscheidende Punkt ist der Wind bei der Jagd. Ein falscher Wind, beim Drehen der Wind, sitzt man müßig. Eigentlich müsste die Abluft des Jägers nach oben und nicht der Jäger.“

Die Lösung heißt „KanzelAir“. Die Kanzel bleibt unten,

Otto Zeitler, MdL a.D.,
ehemaliger Staatssekretär im Umweltministerium und passionierter Jäger
 
„Dass man leicht reinkommt, und den Wind tun wir hoch. Und das war die Überlegung, dass der Wind hoch kommt, braucht man Wärme unten, Niederdruck in der Kanzel.“

Von diesem gasbefeuerten Heizgerät wird die Wärme erzeugt.

Otto Zeitler, MdL a.D.,
ehemaliger Staatssekretär im Umweltministerium und passionierter Jäger
 
„Die Angst des Jägers vorm Gas kenne ich von früher her – unten den Strahler und dann ein Rucksack in der Nähe, dann qualmt’s und dann Panik, kommt man nimmer naus.“

Deshalb also ist die Heizquelle oben.

Otto Zeitler, MdL a.D.,
ehemaliger Staatssekretär im Umweltministerium und passionierter Jäger
 
 „TÜV-geprüft mit allem drum und dran. Sicherheit vom Gas ist ja das Entscheidende, hat sämtliche Sicherungen und hat eine Flammsicherung. Wenn die Flamme ausgehen würde, was eigentlich praktisch gar net sein kann, dann schaltet das automatisch ab. Dann haben wir die Leitung in ein Hüllrohr verlegt und unten ist noch eine Bruchsicherung.

Zur Luft: Wir haben eine zusätzliche Zuluft unten, die in Wirklichkeit eine Abluft ist. Wir heizen mit Propan-Gas bis minus 40 Grad, ist ganz wichtig, Propangas müssen Sie nehmen. Weil bei vielen funktioniert das Gas nicht, weil das Butan-Gas eingefriert, und dann funktioniert das nimmer. Propangas geht bis angeblich 40 Grad und Propangas ist schwerer als Luft. Sollte irgendwo ein Leck sein, das ist wie in der Badewanne das Wasser, läuft das nach unten weg, drum sein unten die Löcher drin.“

Die in der Kanzel erwärmte Luft aber steigt nach oben und wird über ein Kaminrohr weit weg vom Windfang des Wildes in die Natur entlassen.

Eine weitere Innovation: Der Ausstieg nach der Jagd ist nun viel sicherer.

Otto Zeitler, MdL a.D.,
ehemaliger Staatssekretär im Umweltministerium und passionierter Jäger

„Drum ist das Gitter, Schnee fällt durch, kein Problem.“

Kein Ausrutschen mehr auf vertrampeltem und dann vereistem Schnee.

Otto Zeitler, MdL a.D.,
ehemaliger Staatssekretär im Umweltministerium und passionierter Jäger  

„Der Vorschlag des Präsidenten – ohne den wär’s ja gar net so weit komme – mit diesem Einstieg. Er hat gesagt, da muss vorne was hin, und da hat er recht.“

KanzelAir zeigt: So manches Klischee über Politiker sollte wohl doch auf den Prüfstand, vor allem,

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes
„Dass man meint, Politiker seien trockene Theoretiker. Hier freut’s mich, dass der Otto Zeitler, der Urheber, geistige Vater, jetzt auch Baumeister, dass er als langjähriger Landtagsabgeordneter, Staatssekretär, so etwas konstruiert – kommt nicht alle Tage vor!

Und deshalb kann ich auch nur immer wieder sagen, das ist für mich das Wichtige: Dass wir eben nicht immer nur jammern, sondern wenn Probleme da sind, sie konstruktiv angehen. Und das gefällt mir am Herrn Zeitler. Wir zwei, wir haben viel gerauft wegen der Nachtzielgeräte. Da hat er sich was einfallen lassen, er ist ein Befürworter, nun gut, ich nicht so, aber durch diese Kanzel erreichen wir, dass die Sauen relativ nahe ran kommen, ohne dass sie die Witterung von uns Menschen aufnehmen. Und dann hoffe ich, dass man die Nachtzielgeräte nicht so braucht. Aus meiner Sicht ein sehr guter Kompromiss!“


So kann’s im neuen Jahr weitergehen.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes
„Wenn wir geschlossen sind, wenn die Jägerinnen und Jäger zusammen mit den Landwirten, Waldbauern, also Grundeigentümern, wenn wir wirklich nach außen geschlossen sind, dann haben wir gute Chancen, dass wir unsere Jagd auch für die nächsten überblickbaren Zeiträume erhalten können. In dem Sinne schauen wir optimistisch in die Zukunft. Und ich wünsche allen Zuschauerinnen und Zuschauern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und vor allen Dingen fürs nächste Jahr alles erdenklich Gute und ein kräftiges Waldmannsheil!“


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