Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Rekordergebnis bei der Jagd auf Schwarzkittel:

Fast 70.000 Stück haben die privaten bayerischen Jäger und Jägerinnen im vergangenen Jagdjahr zur Strecke gebracht!

Videobeitrag: „Rekordergebnis bei der Jagd auf Schwarzkittel: Fast 70.000 Stück haben die privaten bayerischen Jäger und Jägerinnen im vergangenen Jagdjahr zur Strecke gebracht!“

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Alleine der Freizeitaufwand, das sollte sich die Gesellschaft auch mal vor Augen halten, was das bedeutet. Wir haben das mal hochgerechnet: Wenn wir dafür Berufsjäger einsetzen müssten, wären das auf Stundensätze ungefähr 17 Millionen Euro, die die Jagdgenossenschaften aufwenden müssten! Deshalb hier ein klares Dankeschön an unsere Jägerinnen und Jäger. Aber ich würde mir eigentlich auch erwarten, dass auch die anderen, also auch die Grundeigentümer sich mal bei den Jägern klar bedanken, was da geleistet worden ist.“

Bedenklich ist allerdings, dass derart viele Wildschweine vor die Flinte laufen konnten.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Einmal ist es der Waldumbau. Wir haben in den Wäldern mittlerweile derart viel Laubholz – früher war’s weitestgehend Nadelholz – mit der Konsequenz, die finden in den Wäldern enorme Äsung und auch beste Einstände – Deckung – dann haben wir die milden Winter, die Frischlinge kommen fast alle durch.“

Und Jung wie Alt leben sie prächtig in riesigen Mais- und Rapsfeldern.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Besser kann’s unseren Sauen nicht gehen. Und vor allem eben absolute Deckung da drin. Wir brauchen von den Bauern die Unterstützung, aber nicht nur verbal – es ist nett, wenn sie was ins landwirt­schaftliche Wochen­blatt reinschreiben, sondern auch vor Ort tatsächlich, dass man uns auch jagen lässt. Das heißt die Anlage von Schussschneisen oder nicht bis zum Straßenrand und bis zum Waldrand. Man sollte auch immer daran denken, dass man auch eine klare Mitverantwortung hat. Gemeinsam können wir’s schaffen!“

Gemeinsam können wir auch den weniger robusten Wildtieren über den Winter helfen. Wenn ihnen mitten im Winter Hunger und Kälte zusetzen,

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Da dann große Drückjagden durchzuführen, auch wenn man vorgibt, man will Sauen schießen, aber in Wirklichkeit schießt man dann eben auch noch Rotwild und schießt auch insbesondere auch noch Rehwild. Ich empfinde das – gelinde gesprochen – als geschmacklos und es widerspricht allen jagdethischen Grundsätzen, noch dazu diese Drückjagden mit vielen Hunden, das sind teilweise Treibjagden.

Die Bevölkerung sieht das sehr genau, die Kultur der Jagd, wie wir jagen, dass wir in den Wildtieren nicht nur irgendwelche Kreaturen sehen, die wir einfach blind schlachten, sondern dass wir das selbstverständlich auch mit Anstand machen.“

Und jetzt noch erlegen, was erlegt werden muss, den Wildtieren in der Notzeit aber eine Chance lassen.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Wir lernen das doch alles – 2. Stunde Jungjägerkurs, der Pansen, der Magen, alles schließt sich, reduziert sich. Und vor allen Dingen auch die Temperatur, die Körpertemperatur, um bis zu 40 Prozent senkt sie sich ab. Und wenn sie dann plötzlich immer wieder hochfahren müssen, brauchen sie eine enorme Energie.“

Deshalb noch einmal:

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Klarer Appell an die Jägerinnen und Jäger, aber auch an die Förster und auch an die Grundeigentümer: 31. Dezember sollte aus wildbiologischen Gründen wie in anderen Staaten Hahn in Ruh sein, aus der klaren ethischen Verpflichtung.“


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