Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

BJV-Naturschutz­preis 2016 und Bläserehrenzeichen des BJV in Gold feierlich verliehen

Der Bayerische Jagdverband ehrt Dr. Wolfgang Burhenne und Peter Winter, MdL im Deutschen Jagd- und Fischerei Museum

Videobeitrag: „Feierliche Verleihung des BJV-Naturschutz­preises 2016 und des Bläserehrenzeichens des BJV in Gold “

Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum in München bot den festlichen Rahmen für zwei außergewöhnliche Ehrungen.Zuerst galt es, einen 92-jährigen Grandseigneur mit dem BJV-Naturschutzpreis 2016 auszuzeichnen:

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Dr. Burhenne ist einmal der Vater des bayerischen Jagdgesetzes, er ist auch der Vater zahlreicher internationaler Naturschutzabkommen, ob das jetzt die Alpenkonvention ist, auch der Verband WWF wurde von ihm mit begründet, dann eine Stiftung Pro Wild wurde von ihm über viele Jahre und Jahrzehnte mit geleitet. Dann ist er natürlich ein Ratgeber für die Sache der Jagd, auch auf bayerischer Ebene. Er war kein einfacher Berater, beharrlich hat er mir manche Dinge gesagt. Aber lieber Wolfgang, wir dürfen wir jetzt die Ehrenurkunde verleihen, mit einem herzlichen Vergelt’s Gott!“

Nie hat er locker gelassen und lag goldrichtig damit.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Sie müssen sich neu orientieren. Deshalb ganz klar in unseren vielen dichtest besiedelten Regionen in Bayern, dass die dann ständig über die Strasse müssen.“

Vor allem in der Dämmerung, der Hauptverkehrszeit. Daher der dringende Rat des Bayerischen Jagdverbandes:

Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D., ehem. Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen:
„Wenn er nah Nairobi kam, wo ich das Programm der UV leitete, kam er erst mal und sagte mir, was ich zu tun habe.
Ich habe immer gedacht, Du musst nicht so genau zuhören. Das habe ich aber nur am Anfang gedacht. Am Ende war mir klar. Wer ihm nicht zuhört, macht einen großen Fehler, weil er hinterher abgestraft wird von denen, die ihm dasselbe sagen, warum er’s denn nicht gemacht hätte. Hier könnte ich – gäbe es dazu auch noch ein Bier – lange Zeit reden über diese Geschichtchen. Das wäre schön.“

Der Geehrte selbst ließ es sich nicht nehmen, den Anteil anderer an seinen Verdiensten hervorzuheben.

Dr. Wolfgang Burhenne, u.a. Mitbegründer der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild und der Alpenkonvention (CIPRA):
„Ich bin gerührt. Ich habe nie allein den Verdienst, ich hab zwar angeregt, aber es war ein Team. Ich hätte das nicht geschafft ohne ein Team, ohne Mitarbeit vieler, die wirklich sich angestrengt haben. Deshalb gebührt der Preis einem Team.“

Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst:
„Lieber Herr Burhenne, ich darf Ihnen auch ganz ganz herzlich gratulieren zu diesem großartigen Leben, zu dieser großartigen Lebensleistung, zum Schaffen eines Rechtskodex, eines Codices, der auch den bayerischen Landtag heute noch immer wieder intensiv beschäftigt. Die lieben Kollegen haben Assoziationen beim Thema Alpenkonvention, lieber Erik (gemeint ist Eric Beißwenger, jagdpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag), bei all den anderen Dingen, Wassergesetzen und was alles so ansteht.“

Der Staatssekretär im bayerischen Kultusministerium war aber vor allem gekommen, um SEINE Verdienste zu würdigen: die Verdienste von Peter Winter.

Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst:
„Peter Winter hat sich seit Jahren in die bayerische Blasmusik eingebracht, hat hier herausragende Ergebnisse erzielt, der Verband hat auch wirklich an Stärke gewonnen, weil das nationale und zunehmend das internationale Profil durch ihn deutlich geschärft worden ist. Natürlich für den Jagdverband, die Jagdhornbläser mit aufzunehmen. Das ist einfach sensationell. Wir alle wissen, dass Jagdhornblasen erst einmal ein großes Kulturgut ist, dass überhaupt die jagerische Tradition im bayerischen Jagdverband sehr hoch gehalten wird. Deshalb ist es gut und richtig, dass man von Seiten des Jagdverbandes Peter Winter für seine hocherfolgreiche Arbeit auszeichnet.“

Dazu gehört ein Schachzug, den ihm kein Jagdhornbläser je vergessen wird.

Peter Winter, MdL, Vorsitzender des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen im Bayerischen Landtag und Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes e. V.:
„Präsident Vocke und ich sind ja beide in der Bürgerallianz, er als Präsident der Jäger, ich als Präsident der bayerischen Bläser. Da tauchte das Problem auf, dass die GEMA an die Jagdhornbläser ran ging und ihnen die Rechnung aufmachte, die sie für die GEMA zu erbringen hätten. Präsident Vocke hat sich an mich gewandt, wir haben uns kurz unterhalten, haben uns ausgetauscht und haben eine praktikable Lösung gefunden. Die Jagdhornbläser sind heute Teil des bayerischen Blasmusikverbandes, profitieren von dem Rahmenvertrag, den der bayerische Blasmusikverband mit der GEMA hat und sind damit weitestgehend von GEMA-Gebühren befreit.“

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes:
„Das heißt, wir übernehmen was, aber nur einen Bruchteil dessen, was wir früher haben zahlen müssen. Und das kommt all unseren Mitgliedern an der Basis zugute. Das ist das Eine. Zum Zweiten: Viele unserer Jagdhornbläser sind gleichzeitig bei der Blasmusik oder von der Blasmusik sind sie bei den Jägern. Also auch diese Verbindung ist sehr eng. Aber das Dritte ist eben – und das ist das Entscheidende, dass er uns auf vielen Ebenen geholfen hat, z.B. auch die Akademie zu gründen. Und jetzt kann man sagen: Was hat die Akademie mit Blasmusik zu tun? Sehr viel! Warum? Also Jagdhornblasen in dem Fall. Weil wir jetzt ganz anders schulen können. Und das kommt auch wiederum dem Kulturgut Jagd zugute.“

Also genügend Gründe, Peter Winter das Bläserabzeichen in Gold zu verleihen!


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