Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Schulkalender 2015

Der Schulkalender 2015 'Wald, Wild und Wasser' wird vom Bayerische Jagdverband (BJV) und dem Landesfischerei­verband Bayern herausgegeben.
Schulkalender 2015, Foto: Piclease / Erich Thielscher

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Lehrerinnen und Lehrer,

hauptsächlich zur qualifizierten Arbeit mit dem Schulkalender "Wald, Wild und Wasser 2015" in Ihrer Klasse bieten wir Ihnen an dieser Stelle eine Reihe von zusätzlichen Informationen an. Darüber hinaus haben wir zu den einzelnen Themen Unterrichtshilfen als Ward-Dateien erarbeitet, die Sie nach Ihren Wünschen verändern, kürzen oder ergänzen können. Wir stellen Ihnen diese Dateien für Ihren Unterricht selbstverständlich kostenlos zur Verfügung.

Schließlich möchten wir Sie noch darauf hinweisen, dass im April und im November „Mach-mit-Aktionen" für Schüler und Schulklassen stattfinden.

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr und stehen für Fragen jederzeit zu Ihrer Verfügung.

Bayerischer Jagdverband e.V.

Landesfischereiverband Bayern e.V.


Zum Kalender "Wald, Wild und Wasser 2015"

Die Auswahl der vorgestellten Tierarten wurde unter dem Leitthema „Wild ohne Jagdzeit" getroffen. Dadurch konnte eine enge Bindung zwischen Bildmotiv und Jahreszeit nicht immer hergestellt werden. Vorgestellt werden Säugetiere, Vögel und Fische.
Unsere Wälder werden nach ökonomischen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Dabei finden aber auch seltene Baumarten ihren Platz. Das angewandte Prinzip der Nachhaltigkeit sichert auch in Zukunft nutzbare Holzvorräte. Heute wird großer Wert darauf gelegt, dass sich der Wald weitestgehend natürlich verjüngt.

Unter dem Sammelbegriff „Wild" stellen sich viele Menschen zunächst einmal die Gesamtheit aller wildlebenden Tiere unserer Heimat vor. Dies ist zwar im Ansatz richtig, trifft jedoch auf den tatsächlichen Sachverhalt nur unzureichend zu. „Wild" ist ein Begriff aus dem Jagdrecht und bezieht sich allein auf die wildlebenden Tierarten, auf die die Jagd ausgeübt werden darf. Diese Tierarten sind im Jagdgesetz alle einzeln benannt.

Es würde zu weit führen, diesen Katalog hier vorzustellen, doch soll versucht werden, ein paar grundsätzliche Aspekte herauszuarbeiten.

• Die Liste der jagdbaren Tierarten (= „Wild") ist historisch gewachsen und unterliegt immer wieder Veränderungen. So wurden z.B. in den siebziger Jahren alle Eulen herausgenommen und etwa in den neunziger Jahren in Bayern drei Rabenvogelarten aufgenommen. Derzeit umfasst die Liste über 100 Arten.

• Jagdbar sind nur bestimmte Arten der Säugetiere und Vögel, grundsätzlich jedoch keine Fische, Reptilien und Insekten.

• Sehr viele jagdbare Arten dürfen tatsächlich aber trotzdem nicht bejagt werden. Diesen gilt die Aufmerksamkeit in dieser Kalenderausgabe. Sie genießen eine ganzjährige Schonzeit. Obwohl sie jagdlich nicht genutzt werden dürfen, haben sie ein Recht auf Hege durch den Jäger. Somit schützt sie das Jagdrecht umfassender als das Naturschutzrecht

Die Säugetiere und Vögel , die im Kalender "Wald , Wild und Wasser 2015" vorgestellt werden, unterliegen alle dem Jagdrecht. Keine Art davon darf jedoch derzeit bejagt werden. Sie genießen ganzjährige Schonzeit.

Der Lebensraum Wasser ist in Bayern vielfältig: Bäche, Flüsse, Teiche und Seen. Genauso vielfältig sind die Bewohner dieser Unterwasserweiten - doch sie werden weniger. Menschliche Eingriffe in die Natur bedrohen die Artenvielfalt. Hege und Schutz der Fischbestände gehören deshalb für die Fischer in Bayern dazu. Schonmaße und Schonzeiten garantieren, dass sich die Fische mindestens einmal im Leben fortpflanzen (ablaichen) können. Die Schonzeit kennzeichnet die Laichzeit einer Fischart. Während dieser Zeit darf sie dem Gewässer nicht entnommen werden. Geht doch ein Fisch an den Haken, wird er schonend zurückgesetzt. Das Mindestmaß schützt junge, noch nicht geschlechtsreife Tiere. Diese „untermaßigen" Fische müssen ebenfalls zurückgesetzt werden.

Stark bedrohte Arten sind ganzjährig geschützt. Im Kalender 2015 werden Fischarten vorgestellt, die aufgrund starker Veränderungen ihres Lebensraums einen hohen Schutzstatus genießen. Damit möchte man ihren Fortbestand sichern oder ihr Vorkommen wieder ermöglichen - ganz unabhängig von ihrer angelfischereilichen Bedeutung.

Der Erkenntnis, dass wir nur eine Natur haben, dass Wald, Wild und Wasser Bestandteile dieser einen Natur sind, dass wir Menschen selbst in dieser Natur und von ihr leben müssen, dass wir ihr deshalb im eigenen Interesse mit Achtung begegnen müssen, entspringt das Konzept dieses Kalenders. Achtung kann aber nur erfahren, was bekannt ist.

J. Weißmann / S. Schütze


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