Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Foto: Tomi Muukonen

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Lehrerinnen und Lehrer,

hauptsächlich zur qualifizierten Arbeit mit dem Schulkalender „Wald, Wild und Wasser 2013“ in Ihrer Klasse bieten wir Ihnen an dieser Stelle eine Reihe von zusätzlichen Informationen an. Darüber hinaus haben wir zu den einzelnen Themen Unterrichtshilfen als Word-Dateien erarbeitet, die Sie nach Ihren Wünschen verändern, kürzen oder ergänzen können. Wir stellen Ihnen diese Dateien für Ihren Unterricht selbstverständlich kostenlos zur Verfügung.

Schließlich möchten wir Sie noch darauf hinweisen, dass im April und im November „Mach-mit-Aktionen“ für Schüler und Schulklassen stattfinden.

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr und stehen für Fragen jederzeit zu Ihrer Verfügung.

Bayerischer Jagdverband e. V.

Landesfischereiverband Bayern e. V.

Zum Kalender „Wald, Wild und Wasser 2013“

Unter dem Sammelbegriff „Wild“ stellen sich viele Menschen zunächst einmal die Gesamtheit aller wildlebenden Tiere unserer Heimat vor. Dies ist zwar im Ansatz richtig, trifft jedoch auf den tatsächlichen Sachverhalt nur unzureichend zu. „Wild“ ist ein Begriff aus dem Jagdrecht und bezieht sich allein auf die wildlebenden Tierarten, auf die die Jagd ausgeübt werden darf. Diese Tierarten sind im Jagdgesetz alle einzeln benannt.

Es würde zu weit führen, diesen Katalog hier vorzustellen, doch soll versucht werden, ein paar grundsätzliche Aspekte herauszuarbeiten.

  • Die Liste der jagdbaren Tierarten (= „Wild“) ist historisch gewachsen und unterliegt immer wieder Veränderungen. So wurden z. B. in den siebziger Jahren alle Eulen herausgenommen und etwa in den neunziger Jahren in Bayern drei Rabenvogelarten aufgenommen. Derzeit umfasst die Liste über 100 Arten.
  • Jagdbar sind nur bestimmte Arten der Säugetiere und Vögel, grundsätzlich jedoch keine Fische, Reptilien und Insekten.
  • Sehr viele jagdbare Arten dürfen tatsächlich aber nicht bejagt werden. Dazu zählen z. B. alle Greife und Falken, aber auch Säugetiere wie Luchs und Steinbock. Sie genießen eine ganzjährige Schonzeit. Obwohl sie jagdlich nicht genutzt werden dürfen, haben sie ein Recht auf Hege durch den Jäger. Somit schützt sie das Jagdrecht umfassender als das Naturschutzrecht.

Von den Säugetieren und Vögeln, die im Kalender „Wald, Wild und Wasser 2013“ vorgestellt bzw. abgebildet (Titelbild) werden, unterliegen nur sieben dem Jagdrecht und dürfen bejagt werden. Als anerkannter Naturschutzverband stellt der Landesjagdverband Bayern aber auch diese anderen Arten vor. Das „Wasser“ im Kalender steht für die Lebensräume „Fließgewässer“ und „stehende Gewässer“ aller Art. Dieser Bogen ließe sich über alle bayerischen Gewässer spannen. Unseren Mitmenschen ist die dort heimische Fauna kaum bekannt. Das Verschwinden von Arten, wie die Gefährdung weiterer, erfolgt lautlos und weitgehend ohne Aufschrei der Öffentlichkeit. Obwohl Angelfischerei und Teichwirtschaft im Land eine wichtige Rolle spielen, werden auch Fische vorgestellt, die keinerlei wirtschaftliche Bedeutung haben. Der Erkenntnis, dass wir nur eine Natur haben, dass Wald, Wild und Wasser Bestandteile dieser einen Natur sind, dass wir Menschen selbst in dieser Natur und von ihr leben müssen, dass wir ihr deshalb im eigenen Interesse mit Achtung begegnen müssen, entspringt das Konzept dieses Kalenders. Achtung kann aber nur erfahren, was bekannt ist.

J. Weißmann


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