Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Pressemitteilungen aus dem Bayerischen Jagdverband

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04.11.2016

Schwarzwild: Bayerische Jäger erzielen Rekordstrecke – Schwarzwild-Jagd in Bayern ist über 17 Million Euro wert

Die Bayerischen Jägerinnen und Jäger erzielten in dem vergangenen Jagdjahr 2015/16 eine Rekordschwarzwildstrecke von über 85.000 Stück Schwarzkittel.


Wildschwein (Foto: Reinhard Siegel, piclease.de)

Wildschwein (Foto: Reinhard Siegel, piclease.de)

Grafik 1: Schwarzwildstrecke in Bayern zur Veranschaulichung<br/>Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten;<br />Diagramm: Bayerischer Jagdverband e.V. (BJV)

Grafik 1: Schwarzwildstrecke in Bayern zur Veranschaulichung
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten;
Diagramm: Bayerischer Jagdverband e.V. (BJV)

München, 04. November 2016 – Die Streckenliste des vergangenen Jagdjahres 2015/6 bricht im Bereich des Schwarzwildes alle Rekorde: Mit einer Stückzahl von 85.436 Stück Wildschweinen, erlegten die Bayerischen Jägerinnen und Jägern so viel Schwarzwild wie nie zuvor. Die seit dem Jahr 2000 (mit Ausnahme des Jahres 2006/7) anwachsende Strecke hat ein Maximum erreicht.

Maximaler Maisanbau, maximale Schwarzwildstrecke

Durch den großflächigen Anbau von Mais wurde die Ernährungsbasis der Wildschweine wiederum deutlich erweitert. Der maximale Maisanbau sorgt für ein Überangebot an Sommereinständen und Ernährung: Der Tisch für die Schwarzkittel war reich gedeckt.

Ehrenamtliche Dienstleistung bayerischer Jäger: Schwarzwild-Jagd in Bayern ist über 17 Millionen Euro wert

Die freiwillige Arbeit von Jägern zum Schutz und Management unserer Tierarten und Lebensräume, ist unvergleichbar groß. So ist allein die Arbeit im Bereich der Schwarzwild-Bejagung für das vergangene Jagdjahr über 17 Millionen Euro wert. Diese Summe müsste der Staat, beziehungsweise die Grundeigentümer, für Berufsjäger aufbringen – gäbe es die privaten Jägern und ihre ehrenamtliche Dienstleistung nicht.

Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke, MdL a.D.: „Der Einsatz unserer Jägerinnen und Jägern in Bayern ist immens. Betrachtet man die Streckenzahlen, so sind wir an einem absoluten Höhepunkt angekommen. Die stetig steigenden Abschusszahlen im Bereich der Schwarzkittel belegen die abertausenden Stunden, die die Jäger jährlich auf sich nehmen, um die zunehmende Schwarzwildpopulation einzudämmen und damit auch die einhergehenden Schäden in der Landwirtschaft – eine freiwillige Dienstleistung für die Gesellschaft. Würde man diese Stunden mit dem Stundenlohn eines staatlichen Berufsjägers aufrechnen, müssten die Landwirte als Verpächter tief in die Tasche greifen.“

Schwarzwildstrecke in Bayern – Schwarzwild-Abschuss in den Privatjagden in den letzten Jahren im Vergleich zu den Staatlichen Jagden weiter erhöht und stabil geblieben

Betrachtet man die Schwarzwildstrecke in Bayern, so zeigt sich ein eindeutiges Bild: Eine seit 2012 stetig anwachsende Strecke (Grafik 1 und Grafik 2). Dies ist größtenteils den privaten Jägerinnen und Jägern Bayerns zu verdanken. Vergleicht man hierbei die Abschusszahlen im Bereich der Staatsjagden und der Privatjagden, lässt sich erkennen, dass in den privaten Jagden im Jahr 2015/16 über 80 % der Gesamtstrecke erzielt worden ist (Grafik 3). Zudem ist die Strecke in den Privatjagden seit 2012/13 prozentual weiter angestiegen und im Vergleich zum letzten Jahr so stabil geblieben, während der prozentuale Schwarzwildabschuss in den Staatsjagden seit dieser Zeit gefallen ist und dies auch im letzten Jahr unverändert blieb. Der BJV fordert daher, ein stärkeres Engagement der Staatsjagden bei der Beteiligung der Schwarzwildbejagung.

Streckenlisten in Zahlen zur Veranschaulichung (Grafik 1-3)

Grafik 1: Schwarzwildstrecke in Bayern zur Veranschaulichung

(Bild oben) Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten; Diagramm: Bayerischer Jagdverband e.V. (BJV)

Grafik 2: Streckenliste für Bayern im jährlichen Vergleich

Jagdjahr

Schwarzwildstrecke Freistaat Bayern

1999/00

33653

2000/01

27666

2001/02

46273

2002/03

54819

2003/04

41976

2004/05

54809

2005/06

42167

2006/07

22934

2007/08

48715

2008/09

62053

2009/10

42545

2010/11

60533

2011/12

42312

2012/13

65718

2013/14

68679

2014/15

71203

2015/16

85436

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten;
Tabelle: Bayerischer Jagdverband e.V. (BJV)

Grafik 3: Prozentualer Vergleich der Schwarzwildstrecke 2015/16 in privaten und staatlichen Jagden

 

Strecke

Prozent (gerundet)

Staat

15.403

18

Privat

70.033

82

Gesamt

85.436

100

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten;
Tabelle: Bayerischer Jagdverband e.V. (BJV)


Ansprechpartner für Pressefragen

Thomas Schreder, Pressesprecher
Tel. 089 -990 234 77
E-Mail: t.schreder@_jagd-bayern.de 

Susanne Schmid, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse
Tel. 089-990 234 50
E-Mail: susanne.schmid@_jagd-bayern.de


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