Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Pressemitteilungen aus dem Bayerischen Jagdverband

Bitte beachten Sie das Datum, gfls. lesen Sie hier eine archivierte Mitteilung.
Für An- und Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

12.10.2016

BJV investiert in die Rettung von Fasan und Rebhuhn – Spatenstich für BJV-Niederwildstation an der Landesjagdschule in Wunsiedel

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB, Bundesminister a. D. und Schirmherr der Bayerischen Akademie für Jagd und Natur, erfolgt am 12. Oktober bei der Landesjagdschule in Wunsiedel der Spatenstich für die Niederwildstation des Bayerischen Jagdverbandes.


Spatenstich für die Niederwildstation des Bayerischen Jagdverbandes in Wunsiedel

Wunsiedel/Feldkirchen, 12. Oktober 2016 – Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), betont die Notwendigkeit des Engagements der bayerischen Jäger für die einst häufigen Niederwildarten Feldhase, Rebhuhn und Fasan, und freut sich ganz besonders über die politische Unterstützung durch MdB Dr. Hans-Peter Friedrich. Prof. Vocke: „Jahr für Jahr verzeichnen wir einen Rückgang der Niederwildpopulationen in Bayern. Als Jäger, die die Verpflichtung haben, sich um das Niederwild in den Revieren zu kümmern, müssen wir handeln, um diese Tierarten unserer Heimat nicht zu verlieren. Die Bayerische Akademie für Jagd und Natur ist dafür perfekt geeignet!“

Ab nächstem Frühjahr sollen in der BJV-Niederwildstation Paare von Rebhühnern und Fasanen ihre Jungen aufziehen. Die Jungvögel werden anschließend nur an ausgewählte Reviere abgegeben, die nachweislich bereits lebensraumverbessernde Maßnahmen für Vögel der Feldflur durchgeführt haben. Hierzu zählen die Anlage von Hecken, Saumstrukturen an Feld- und Wegrändern, Brachen und weiterer Strukturelemente in der offenen Flur. Dazu ist der partnerschaftliche Austausch mit  den Jagdgenossen vor Ort ein wichtiges Kriterium, um für das Niederwild erfolgreich zu sein.

Die dramatischen Einbrüche der Bestände von Fasan und Rebhuhn in den letzten Jahren verdeutlichen die Auswirkungen der großräumigen Veränderungen in der Feldflur. Die einst häufigen und beliebten Wildarten einer reich strukturierten Feldflur leiden unter den Veränderungen in der Landwirtschaft, zunehmendem Flächenverbrauch, ungezügelter Freizeitnutzung und der Zerschneidung der Lebensräume. Durch die Intensivierung und Homogenisierung der Feldflur, wie großflächigem Maisanbau für die Energiegewinnung, sind viele der lebensnotwendigen Struktur­elemente der offenen Flur verlorengegangen. Einfache Bodenmulden dienen den Vögeln als Neststandort für ihre 10 -15 Eier, die frisch geschlüpften Küken verlassen als Nestflüchter sofort das Nest. Nahrung wird aber besonders zur Zeit der Jungenaufzucht zum Engpass, wo die Hühner auf eiweißreiche Insekten, Larven oder sonstige Kleintiere angewiesen sind. Deshalb fordert der BJV, im Greening die Bedürfnisse der Wildtiere stärker zu berücksichtigen und das KULAP-Programm auszubauen.

Mit der Niederwildstation engagiert sich der BJV, in ausgewählten Revieren zur Bestandsstützung von Rebhuhn und Fasan beizutragen. Prof. Vocke: „Mit diesem Engagement versuchen wir den Revierinhabern, die zusammen mit den Grundeigentümern und Landwirten schon die Grundlage im Lebensraum geschaffen haben und auch nachhaltig die Lebensräume für die Niederwildarten positiv gestalten, weiterzuhelfen und die Feldhühnerbestände zu unterstützen.“ Als Nebeneffekt können Besucher der Bayerischen Akademie für Jagd und Natur in Wunsiedel in den Schauvolieren viel Wissenswertes über die heimischen Feldhühner erfahren.


Ansprechpartner für Pressefragen

Thomas Schreder, Pressesprecher
Tel. 089 -990 234 77
E-Mail: t.schreder@_jagd-bayern.de 

Susanne Schmid, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse
Tel. 089-990 234 50
E-Mail: susanne.schmid@_jagd-bayern.de


↑ nach oben ↑