Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

25.01.2016

Bayerischer Jagdverband (BJV) wendet sich gegen die parteipolitische Instrumentalisierung von Jagd und Naturschutz

Noch 3 Tage bis zum Neujahrsempfang – BJV-Präsident Prof. Dr. Vocke: "Wir wollen den Dialog, den die Jagd zur Verfügung stellt nutzen und nicht ausschlagen."


München, 25. Januar 2016 – Der BJV – Bayerische Jagdverband e.V. –  distanziert sich vom Boykottaufruf der Landtags-Grünen, namentlich dem jagdpolitischen Sprecher Markus Ganserer und Fraktionschef Ludwig Hartmann, dem BJV-Jahresempfang am Mittwoch, den 27. Januar, im Münchner Löwenbräukeller fern zu bleiben. "Information und konstruktive Differenzierung täten vor der blinden Abgabe populistischer Warnmeldungen not", so BJV-Präsident Prof. Dr. Vocke.

Der Bayerische Jagdverband ist als Zusammenschluss der heimischen Jägerinnen und Jäger die staatlich anerkannte Naturschutzvereinigung mit dem Ziel, die gemeinsamen Interessen zu vertreten. Dabei ist es richtigerweise die Überzeugung des gesamten Präsidiums, dass das Handeln des Verbandes nicht durch private, einseitige und politische Meinungsäußerungen bestimmt wird, sondern Ausdruck der gemeinsamen Umsetzung der Förderung des Natur-, Umwelt-, Landschafts- und Tierschutzes ist.

Die Landtags-Grünen sehen in der Wahl von Dr. Zsolt Semjén, Stellvertretender Ministerpräsident Ungarns, zum Ehrenpatron des heurigen Jahresempfangs ein Heischen nach Aufmerksamkeit innerhalb einer angespannten politischen Lage. Der BJV weist dies aufs Deutlichste zurück.

Dr. Zsolt Semjén ist gewählter, langjähriger Präsident des nationalen ungarischen Jagdverbandes. Die Übernahme des Ehrenpatronats geht auf einen offiziellen Besuch Prof. Vockes im ungarischen Parlament in Budapest 2013 zurück, ist seit Langem avisiert und Bestandteil der bilateralen Bemühungen beider Verbände.

"Jägerinnen und Jäger wollen gemeinsam, grenzübergreifend dazu beitragen, Antworten auf wichtige Fragen der Jagd angesichts der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu finden“, so Prof. Vocke. Der Präsident des BJV weist auf die langjährige ungarisch-bayerische Jagdfreundschaft hin, die sich auch auf Verbandsebene ausdrückt. Sie zeigt sich besonders durch zahlreiche langjährige Kooperationsverträge wie etwa die BJV-Jagdhornbläserreise 2012 und den Kooperationsvertrag mit den ungarischen Forsten sowie durch die geplante Zusammenarbeit zwischen der Bayerischen Akademie für Jagd und Natur (Träger BJV) mit der Universität Sopron.

Dr. Semjén verurteilt ebenso den sogenannten Trophäenschwindel wie dies auch alle Jagdverbände in Deutschland tun. Die gemeinsamen strukturellen Herausforderungen durch einen historischen Wandel in der Land- und Forstwirtschaft sowie den Folgen des Klimawandels für die Natur nehmen beide Jagdverbände gemeinschaftlich an. Für Prof. Vocke ist "Bayern ein Land voller Vielfalt - kulturell und gesellschaftlich. Wir wollen den Dialog, den die Jagd zu Verfügung stellt, nutzen und nicht ausschlagen."

Fast eineinhalbtausend Gäste aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft werden zum Jahresempfang des BJV erwartet. Festredner der traditionellen Veranstaltung werden neben Dr. Zsolt Semjén auch Staatskanzleichef Dr. Marcel Huber, MdL und Max Bertl, 1. Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, sein. Neben Kontaktpflege und -anbahnung stehen wie immer der Natur- und Artenschutz und ein verträglicher Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Flora und Fauna im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden die Preisträger des jährlich ausgelobten Journalistenpreises des Bayerischen Jagdverbands (BJV) ausgezeichnet. Die Arbeiten sollen die komplexen Themen der Jagd vermitteln und eine breite Öffentlichkeit für die Tätigkeit der Jägerinnen und Jäger in Bayern und darüber hinaus interessieren.



↑ nach oben ↑