Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

15.12.2015

Das „Wildvogel-Monitoring“ geht weiter!

Anfang Dezember erbrachten routinemäßige Monitoring­untersuchungen eines Geflügel­betriebes im Landkreis Cham Hinweise auf eine Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest.


Bild: Jens Schumann / Piclease

Nach weiterführenden Laboruntersuchungen wurde ein für Vögel niedrig-pathogenes Influenza A-Virus vom Subtyp H5N2 nachgewiesen. Der Nachweis hatte die Keulung aller Tiere im Bestand, ca. 13.000,  zur Folge.

Auch wenn es sich bei dem in dem Geflügelbetrieb festgestellten Erreger um eine niedrig-pathogene Variante handelt, besteht immer die Gefahr einer „Virus-Wandlung“, verbunden mit einer Pathogenitätssteigerung.

Aus gegebenem Anlass hatte das StMUV am 08.12. zu einem Informationsgespräch geladen. Neben der Skizzierung der aktuellen Lage wurden weitere Maßnahmen besprochen. Als wichtiger Bestandteil dieser Maßnahmen sind die im September angelaufenen, bundesweiten Monitoringbeprobungen bei Wassergeflügel (v.a. Wildenten) anzusehen. Wildvögel gelten als Reservoir aviärer Influenza-Viren (AIV). Da diese meist Influenzaviren von geringerer Pathogenität beherbergen, verlaufen Infektionen bei ihnen in der Regel symptomlos und können so unerkannt in den Populationen kursieren, aber auch in Geflügelbestände, v.a. während des Vogelzuges, eingetragen werden und hier verheerende Auswirkungen zur Folge haben.

Deshalb bitten wir die Jägerschaft, sich auch weiter intensiv an der Probenbeschaffung zur Prävalenzerhebung von aviären Influenzaviren zu beteiligen und vor allem erlegte Stockenten noch bis zum Ende der Jagdzeit einer Untersuchung zuführen. Ansprechpartner in Sachen Probengewinnung und Versand sind die örtlichen Veterinärämter.

Vielen Dank für Ihr bereits geleistetes Engagement und Ihre zukünftige Unterstützung!



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