Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

30.10.2014

Hasenpest – Vorsicht ist wichtig!

Immer wieder treten Fälle von Tularämie (Hasenpest) auf, zuletzt in Unterfranken. Der BJV gibt deshalb vorsorglich Verhaltenstipps.


Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten verhaltensauffällige oder tote Tiere nur mit Handschuhen angefasst werden. Außerdem wird beim Aufbrechen ein Mundschutz empfohlen. Anlass zur Hysterie besteht nicht, wohl aber zur vernünftigen Vorsicht, sagt Dr. Armin Gangl, Fachtierarzt für Mikrobiologie und Vorsitzender des BJV-Ausschusses Wildkrankheiten und Wildernährung.

Die Tiere, die mit dem Erreger infiziert sind, magern ab, werden schwach und apathisch. In der Regeln sind bei infizierten Tieren die Milz und einige Lymphknoten vergrößert. Das Bakterium ist ein so genannter Zoonose-Erreger, das heißt, es kann vom Tier auf den Menschen übergehen. Über Haut- und Schleimhautkontakte oder durch den Verzehr von ungenügend erhitztem Wildbret kann es zu einer Infizierung kommen. Die Folge sind grippeähnliche Symptome wie Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen gefolgt von der Schwellung der Lymphknoten.

Der BJV bittet seine Mitglieder, tot aufgefundene Feldhasen unter Einhaltung der oben beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, LGL in Oberschleißheim oder Erlangen zu senden.

Einsendeschein

Mehr Infos zur Tularämie in der September-Ausgabe der "Jagd in Bayern":

Hasenpest - vernünftige Vorsicht ist geboten


Dateien:
Hasenpest_JiB.pdf203 kB

↑ nach oben ↑