Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

24.02.2016

Jagd und Schießsport – zentrales Thema in der Bayerischen Vertretung in Berlin: Bayerns Jäger und Sportschützen informieren in der Bayerischen Vertretung beim Bund

Der Bayerische Jagdverband (BJV) lädt gemeinsam mit dem Bund Bayerischer Sportschützen (BSSB) am 23. Februar 2016 zum bereits traditionellen Parlamentarischer Abend in Berlin (Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund, Behrenstraße 21/22, 10117 Berlin) ein.


Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (MdB), Foto: © Henning Schacht, berlinpressphoto.de

Berlin/Feldkirchen, 23. Februar 2016 – Jäger und Sportschützen sind Teil der bayerischen Gesellschaft, sie leben ihre Tradition und haben die Zukunft fest im Blick. Der rege Austausch mit der Politik ist dabei ein fester Baustein der Verbandsarbeit. Neben den regelmäßigen Treffen mit den Landespolitikern in Bayern nutzen nun die beiden mitgliederstarken Verbände BSSB und BJV (rund 600.000 Jäger und Sportschützen in Bayern) die Möglichkeit, in Berlin die Parlamentarier zu informieren.

Jäger und Schützen: gelebte Tradition zukunftssicher machen

Der BJV und der BSSB setzen sich als Teil der Bürgerallianz Bayern (rund 1,7 Millionen Mitglieder) für ihre Heimat ein. Daher freuen sich der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke, sowie der 1. Landesschützenmeister, Wolfgang Kink, über die zahlreichen Teilnehmer unterschiedlicher Parteien und bedanken sich bei dem Bundesminister Christian Schmidt, MdB, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, und dem Ministerialdirektor Anton Hofmann, Bayerische Vertretung beim Bund, für die hohe Gesprächsbereitschaft über aktuelle (jagd-) politische Themen.

EU-Waffenrechtsdebatte – Nein zur Waffenrechtsverschärfung!

Der Bayerische Jagdverband sagt Nein zur geplanten Waffenrechtsverschärfung der Europäischen Union und fordert eine strikte Trennung zwischen legalen und illegalen Waffenbesitzern. Die bayerischen Jägerinnen und Jäger werden regelmäßig sicherheitstechnisch auf ihre Zuverlässigkeit überprüft und gehören somit zu den vertrauens­würdigsten Bürgern  in unserem Land. Sicherheit in Waffenaufbewahrung, Transport und Handhabung sind für den BJV eine Selbstverständlichkeit. Bayerns Jägerinnen und Jäger werden darin in der staatlichen Jägerprüfung intensiv ausgebildet und geprüft. Weitere waffenrechtliche Verschärfungen für Jäger und Sportschützen entbehren jeglicher Rechtfertigungs­grundlage. Der BJV appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger, mit Augenmaß – sofern notwendig – die geplanten Verschärfungen vorzunehmen. Den legalen Waffenbesitz für illegale Verbrechen in die Mithaftung zu ziehen, wäre das falsche Signal, im Besonderen auch für den international agierenden Terrorismus. Denn es ist das erklärte Ziel, der unmenschlichen Gräueltäter, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu zerstören und zu vernichten.

Bayerische Akademie für Jagd und Natur

Die Bayerische Akademie für Jagd und Natur (Träger BJV) erforscht jagdrelevante Themen, die von Bedeutung für die Zukunft der Jagd sind. Sie fördert Forschungsarbeiten im Zeichen von Natur- und Artenschutz und vernetzt Wissenschaftler, die Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit suchen. Ziel der Akademie ist es, Antwort auf wichtige Fragen der Jagd angesichts der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu finden. Die Jagd steht heute unter dem Einfluss eines umfassenden Wandels. Im Zuge dessen immer mehr offene Fragen beantwortet werden müssen. Auch der technische Einfluss nimmt laufend zu. Welche technischen Hilfsmittel sind für die Jagd sinnvoll? Welche Bedeutung haben die Ruhezonen für das Wild und wie sinnvoll ist eine artgerechte Notzeitfütterung? Außerdem beschäftigen die Jäger Fragen zur Zuwanderung von Neozoen wie zum Beispiel dem Waschbären oder zum Management von „Neuankömmlingen“ wie dem Wolf. Bei all diesen Fragestellungen nimmt der Naturschutz eine besonders starke Rolle ein. Als staatlich anerkannter Naturschutzverband weist der BJV immer wieder auf die Unteilbarkeit des Natur- und Artenschutzes hin. Wild ist Heimat. In all den politischen und wissenschaftlichen Diskussionen darf dies nicht in Vergessenheit geraten.

Unsoziale Sozialversicherung?

Der BJV verweist auf die Ungleichheit in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG): Während die Beitragsentlastung für landwirtschaftliche Unternehmen von 100 auf 178 Millionen Euro aufgestockt wurden, bleiben Jagdpächter weiter außen vor. Mehr noch: Statt einer Beitragsentlastung steigen seit 2011 die Beiträge für viele bayerische Jagdpächter kontinuierlich an. Der Unmut der Jäger, die einerseits als „jagdliche Unternehmer“ steuerlich aber als „Hobby“-Jäger behandelt werden, ist groß. Gemeinsam fordern daher der Bayerische Jagdverband und der Deutsche Jagdverband (DJV) mit Nachdruck eine Entlassung der Jagden aus dem Sozialgesetzbuch VII. Beide Verbände führen bereits Musterprozesse gegen die SVLFG.
Neben der Gelegenheit, sich zu jagdpolitischen Themen auszutauschen, warten auf die Gäste beim Parlamentarischen Abend fränkische Jagdhornbläser und Wildspezialitäten.

» zur Bildergalerie



↑ nach oben ↑