Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

15.09.2017

Suche nach Todesursache von Luchs im Berchtesgadener Land

Der BJV und die Berchtesgadener Jägerschaft bedauern den Tod des Luchses, insbesondere, weil der Luchs nicht nur dem Naturschutzrecht unterliegt, sondern auch dem Jagdrecht, mit ganzjähriger Schonzeit. Daraus ergibt sich für die Jäger eine besondere Verantwortung für diese Wildart.


Quelle: G.Pauluhn/piclease

Bei dem am Dienstag, den 5. September tot aufgefundenen Luchs handelt es sich nach Informationen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und des Landesamts für Umwelt um „Alus“, einen männlichen Luchs, der ursprünglich aus dem Schweizer Jura stammt. Er wurde 2014 im norditalienischen Friaul ausgewildert, überquerte die Alpen und wurde seit 2015 immer wieder im Pinzgau und grenznah im Berchtesgadener Land nachgewiesen.

Der tote Luchs wurde am Dienstagvormittag von einem Jäger der BJV Kreisgruppe Berchtesgadener Land im Bereich des Saalachsees ohne Kopf und Vorderpfoten gefunden. Die zuständigen Behörden wurden sofort informierte, das Tier auch sofort für notwendige Untersuchungen übergeben.

Nach bisherigen Informationen konnte die Todesursache des Luchses und damit auch die Frage, ob das Tier durch menschliche Einwirkungen zu Tode kam, noch nicht abschließend geklärt werden. „Wir bedauern dies außerordentlich, da damit allen möglichen Spekulationen zur Todesursache Vorschub geleistet wird“, erklärt Hans Berger, der Vorsitzende der Berchtesgadener Jäger. „Wo immer wir Jäger einen Beitrag zur Aufklärung der Todesursache leisten können, wollen wir dies gern tun,“ so Berger weiter.

Der BJV und die Berchtesgadener Jägerschaft bedauern den Tod des Luchses, insbesondere, weil der Luchs nicht nur dem Naturschutzrecht unterliegt, sondern auch dem Jagdrecht, mit ganzjähriger Schonzeit. Daraus ergibt sich für die Jäger eine besondere Verantwortung für diese Wildart. Selbstverständlich distanziert sich die Jägerschaft von jeglicher illegalen Verfolgung des Luchses.

Der jetzt zu Tode gekommene Alnus war der einzige offiziell bestätigte Luchs im Bayerischen Alpenraum.

Allerdings gibt es seit über 30 Jahren eine grenzüberschreitende Luchspopulation im Bayerischen Wald und Böhmerwald. Eine Reihe von bislang ungeklärten Fällen von Luchswilderei im Bayerischen Wald waren für den BJV Anlass, im Frühjahr diesen Jahres im Bayerischen Wald ein viel beachtetes internationales Fachsymposium zum Luchs und dem aktuell nach Bayern einwandernden Wolf zu organisieren.



↑ nach oben ↑