Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

04.05.2017

Wildernde Hunde: Rehrisse sind trauriger Alltag –
BJV fordert: Tierschutz darf nicht teilbar sein!

Die ersten warmen Sonnentage locken derzeit Mensch und Tier ins Grüne. Gerade viele Hunde genießen jetzt wieder längere Spaziergänge mit ihren Besitzern und toben sich richtig aus.


Gerissene Rehgeiß mit zwei Föten

Gerissene Rehgeiß mit zwei Föten

München, 04. Mai 2017 – Der Präsident des Landesjagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke, appelliert dabei an alle Hundehalter, ihre Tiere in der Natur keinesfalls aus den Augen zu lassen und dafür zu sorgen, dass sie jederzeit unter Kontrolle sind. „In jedem noch so braven Haushund steckt von Natur aus ein angeborener Jagdtrieb. Das kann gerade jetzt im Frühjahr für das Wild tödlich ausgehen. Viele Rehgeißen sind hochträchtig und bereits gesetzte Kitze liegen im hohen Gras. Während die beschlagenen Geißen sehr träge sind und junge Kitze sich bei Gefahr ins Gras ducken statt zu fliehen, sind beide für Hunde eine leichte Beute“, so der Jagdpräsident. Dabei geschieht das Totbeißen von Jungwild oftmals ohne dass Herrchen oder Frauchen davon etwas mitbekommen, während die Hunde scheinbar friedlich in Wiesen herumtollen.

Tierschutz ist unteilbar!

Der Bayerische Jagdverband erhält zahlreiche Fotos, die gerissene Geißen – oft mit ein bis drei Föten im Bauch – zeigen.

Vocke weist in diesem Zusammenhang auf den gesetzlichen Jagdschutz hin. Laut Jagdgesetz (Art. 40) ist der Jäger verpflichtet, den Jagdschutz in seinem Revier auszuüben und so das Wild vor drohenden Gefahren zu bewahren. „Wir Jäger sind fast alle selbst Hundeführer und kennen die enge Bindung zwischen Hund und Hundeführer. Daher ist es uns ein großes Anliegen, neben unseren Aufgaben als Anwalt des Wildes, auch für ein gutes Miteinander zwischen Hundeführern und Jägern zu sorgen. Dennoch: Tierschutz darf nicht teilbar sein!“

Um bei Hundehaltern mehr Transparenz und Information über die Vorgänge in der Natur zu vermitteln, hat der BJV eine Informationsbroschüre zu diesem sensiblen Thema herausgebracht. „Je mehr Hundehalter über die rechtlichen Grundlagen und die Zusammenhänge in der Natur wissen, desto harmonischer wird das Miteinander zwischen Wild und Hund ablaufen“, so Prof. Dr. Jürgen Vocke.

Hier gibt es den Flyer

Kostenlos zu bestellen unter: www.jagd-bayern.de – BJV-Publikationen – Flyer/Informationsmaterial – „Mit meinem Hund in der Natur“ oder unter Bayerischer Jagdverband, Hohenlindner Straße 12, 85622 Feldkirchen. Telefon 089-990 234 0.



↑ nach oben ↑