Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

23.01.2014

Protest gegen ZDF-Beitrag "Jäger in der Falle"

BJV weisst ZDF-Redaktion auf widersprüchliche Aussagen in ihrer Dokumentation der Sendungreihe planet'e hin und bittet um sachliche Darstellung.


E-Mail von: Thomas Schreder
Gesendet: Mittwoch, 22. Januar 2014 14:46 Uhr
An: 'planet-e@_zdf.de '
Betreff: Protest gegen Beitrag "Jäger in der Falle"


An:
ZDF Mainz
planet e
Redaktion Umwelt
55100 Mainz


Protest gegen Beitrag: „Jäger in der Falle“


Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf die ZDF Sendung „Jäger in der Falle“ schreiben wir Sie an und möchten unseren Protest gegen die dort gezeigten Inhalte zum Ausdruck bringen. Leider bleiben sehr viele falsche, einseitig dargestellte Inhalte eines kommunalen Försters unkommentiert und es wird mit Sätzen wie, „den Jägern ist der Wald scheißegal“ oder  „in den Bierhallen ist die Jägerwelt in Ordnung“ ein sehr jagdfeindlicher und falscher Eindruck erweckt. Zudem finden sich viele inhaltlich widersprüchliche Aussagen im Bezug auf das enge Geflecht zwischen Wild, Wald und Jagd in dem Beitrag.

Es ist schlichtweg falsch, dass die Jäger Grund dafür sind, dass es in vielen Teilen Deutschlands Fichtenmonokulturen gibt, es waren vielmehr die Förster und andere Waldbesitzer, die in vielen Bereichen nach der sogenannten Reinertragslehre alle Laubbaumarten aus den Beständen genommen haben, z.B. durch das Ringeln der Buchen. Diesen Zustand nun den Jägern und den Wildtieren zuzuschreiben, zeugt von intensiven Gedächtnislücken, insbesondere wenn derartige Aussagen von einem Förster stammen. Zudem gibt es regelmäßige staatliche Erhebungen, die den Zustand der Wälder beschreiben. Für Bayern das sogenannte Vegetationsgutachten. Die Ergebnisse daraus sprechen eine ganz andere Sprache. Den Wäldern in Bayern geht es immer besser, der Anteil an Laubbäumen steigt stetig!

Wir gehen nicht davon aus, dass öffentlich rechtliche Anstalten, wie das ZDF, Meinungsbildung gegen bestimmte Gruppen in der Bevölkerung Deutschlands schüren möchte. Daher bitten wir dringend darum, die angesprochenen Inhalte in geeigneter Weise zu korrigieren und die einseitige Darstellung „gerade zu rücken“.

Gerne stehen wir für Ihre Rückfragen zur Verfügung.
 

Mit freundlichen Grüßen
 

Thomas Schreder, Dipl. Biol.

Pressesprecher
Leiter Kommunikation
Bayerischer Jagdverband e.V.
Hohenlindnerstr. 12

85622 Feldkirchen
Tel. 089 990 234 77
Fax. 089 990 234 35
Email: t.schreder@_jagd-bayern.de 
www.jagd-bayern.de



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