Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

02.11.2012

Hubertuserklärung „Klageruf des Wildes“ – Start der Unterschriftenaktion am Hubertustag – Die Initiative zur Rettung der Wildtiere hat namhafte Unterstützer


Der 3. November ist ein Feiertag für die Jäger. Es ist der Festtag des Heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger und des Wildes. Der Bayerische Jagdverband (BJV), der sich als Anwalt der Natur versteht, begrüßt die von prominenten bayerischen Waldbesitzern und Vertretern des traditionellen Jagdhandwerks initiierte und vom Bayerischen Jagdverband unterstützte Hubertuserklärung „Klageruf des Wildes“, die an diesem Tag vorgelegt wird. Die Resolution, mit der eine Unterschriften-Kampagne zur Rettung der Wildtiere gestartet wird, steht im Internet unter www.klage-des-wildes.de .

Der Bayerische Jagdverband (BJV) und die Unterzeichner sprechen sich gemeinsam für einen modernen Hegebegriff aus, der intelligente und tierschutzgerechte Managementkonzepte für Wildtiere berücksichtigt. Es wird ein Wechsel der Perspektiven gefordert. „Wild ist kein Schädling, sondern eine Bereicherung. Jagd ist kein Totschießen, sondern echtes und uraltes Handwerk“, heißt es in der Präambel.

Die Erklärung zur Rettung der Wildtiere hat bereits zum Start namhafte Unterstützer. Der Initiative haben sich bisher S.K.H. Wolfgang Prinz von Bayern, Hans C. Graf zu Toerring-Jettenbach, Dr. Florian von Schilcher, Vollrad Ritter von Poschinger und Nikolaus von Mitschke-Collande angeschlossen. Als Vereine unterstützen die Aktion der Bund Bayrischer Berufsjäger, das Bayerische Jägerinnenforum, der Landesfischereiverband Bayern, der Bayerische Trachtenverband, der Bund Bayerischer Sportschützen, der Bund der Steuerzahler, der Deutsche Falkenorden -  Landesgruppe Bayern, der Bayerische Dachshundklub, die Game Conservancy Deutschland, der Bayernbund, der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege und der Fischereiverband Oberbayern.

Diese Verbände repräsentieren rund 1,6 Millionen Mitglieder.

„Die Legende vom Heiligen Hubertus ist aktueller denn je“, sagt Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Danach steht der Heilige Hubertus für die Verantwortung des Menschen für die ihm anvertraute Schöpfung und für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und deren Ressourcen. Vocke: „Der Respekt vor der Tierwelt geht – dem Zeitgeist folgend – immer mehr verloren. Bei dem rigorosen Umbau der Wälder nach der Maßgabe „Wald vor Wild“ heiligt der Zweck jedes Mittel. Eine fatale Entwicklung, die wir Jäger nicht einfach hinnehmen können.“

Hier der Text der Präambel:

„Klageruf des Wildes“ ist eine ernstzunehmende Mahnung. Warum klagt unser Wild? Weil unsere Wildtiere zunehmend als Schädlinge stigmatisiert werden und damit einer Ideologie zum Opfer fallen. Weil ihnen immer weniger Lebensraum zur Verfügung steht und leider auch zugestanden wird. Doch das kann und soll nicht so weiter gehen. Vielmehr ist es Zeit für einen neuen Umgang mit unserem Wild. Ein Perspektivenwechsel ist notwendig. Wild ist kein Schädling, sondern eine Bereicherung. Jagd ist kein Totschießen, sondern echtes und uraltes Handwerk.

 Nach dem Bundesjagdgesetz ist mit dem Jagdrecht die Pflicht zur Hege verbunden. § 1 Abs. (2) Bundesjagdgesetz bestimmt daher, „die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen (…) Die Hege muss so durchgeführt werden, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden.“

 Hege kann insofern nach heutiger Formulierung als „Wildtiermanagement“ begriffen werden. Dabei müssen unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden, ganz besonders auch die des Wildes, denn es kann für sich selbst nicht Partei ergreifen. Jagd bedeutet in diesem Zusammenhang Anwaltschaft für unser heimisches Wild, das auf unsere Hilfe angewiesen ist. Intelligente und tierschutzgerechte Managementkonzepte für Wildtiere sind deshalb die Hege von Morgen und Garanten für eine waidgerechte Jagd.

www.klage-des-wildes.de



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