Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Günther Schlieker - Verehrung des hl. Hubertus im Wandel der Jahrhunderte

Der Autor – promovierter Veterinärmediziner – hat sich jahrzehntelang mit dem hl. Hubertus – Schutzpatron gegen die Tollwut und für die Jäger – und den vielfältigen Formen seiner Verehrung über die Jahrhunderte hinweg bis in unsere Zeit befasst. Als Ergebnis seiner Arbeit bietet er knappe, sehr fundierte und leicht verständliche Texte, garniert und ergänzt durch eine gewaltige Fülle von präzise kommentierten Bildern, aufgenommen im deutschen Sprachraum und darüber hinaus. Besondere Beachtung verdient in diesem Zusammenhang die dargestellte Historie des Umgangs mit der Tollwut.

Das Werk ist nach einer Vielzahl von Kriterien sauber und übersichtlich gegliedert, was den Umgang mit dem 700 Seiten umfassenden Buch sehr erleichtert.

Wer über St. Hubertus und seine Bedeutung über die Zeiten hinweg tragfähige Aussagen machen möchte, kann an diesem großartigen und großformatigen Werk nicht vorbeigehen.

Fazit: Höchst interessant, nicht nur für Jäger.

Joh. Heider Verlag, Bergisch-Gladbach

2016, Hardcover, Auflage 500 Stück

68,00 € 

ISBN 978-3-87314-498-9                                                                                                                                            -jw-

Dichterkreis Jagdlyrik im BJV Das ist des Jägers Ehrenschild Lyrik und Prosa zu Jagd und Natur - Ausgabe 2016

Dreizehn  Autoren stellen dem interessierten Leser mit dem Jahrbuch 2016 im vierten gemeinsamen Werk wieder eine Auswahl ihrer lyrischen Arbeit – ganz unterschiedlich in Art und Umfang – vor. Eingang gefunden haben wieder – wie der Untertitel schon verrät – auch kurze Prosatexte.

Grünes Erleben, grünes Besinnen und grüner Humor – manchmal in Mundart – kann der miterleben, der zugreift und sich ein bisschen Zeit nimmt. 

Im Vorwort wünscht Dieter Stahmann den Lesern richtungweisend, „dass der Jäger wieder sehen lernt und sich seiner großen Erlebnismöglichkeiten bewusst wird.“

„Das ist des Jägers Ehrenschild …“

Lyrische Beiträge und  jagdliche Prosa verschiedener Autoren

Illustrationen von K.-P. Reif

Glossar

Hardcover, 90 Seiten

Fazit: Ein weiterer Schritt  – wieder in ansprechender Gestaltung – des  2012 begonnen Weges.

Kontakt                                                             

Hans H. Milles                                                 

Dompfaffweg 34                                           

91088 Bubenreuth                                     Preis

www.jagdlyrik.com                                    €10.00                                                                               -jw-

Dichterkreis Jagdlyrik im BJV - Aus grünem Füllhorn - Lyrik und Prosa zu Jagd und Natur Jubiläums-Ausgabe 2017

Wiederum dreizehn Autoren stellen ihrem Leserkreis mit dem „Jubiläums-Jahrbuch 2017“ im nun schon fünften gemeinsamen Werk eine Auswahl ihrer schriftstellerischen Arbeit vor. Wie schon im Vorjahr sind die Bereiche „Grünes Erleben“, „Grünes Besinnen“ und „Grüner Humor“ sowohl für den Leser angerichtet, der schon auf die aktuelle Ausgabe gewartet hat, als auch für den, der eher zufällig mit ihr Bekanntschaft macht. Es lohnt sich, zuzugreifen und ein bisschen Zeit zu investieren. 

Im Vorwort bescheinigt Dr. Dr. Sigrid Schwenk der Jagdpoesie, „ein großartiges Gegengewicht zu einer immer hektischer und beliebiger werdenden Welt“ zu sein und wünscht der Ausgabe „verdientermaßen eine weite Verbreitung in allen Bevölkerungskreisen.“

„Aus grünem Füllhorn“

Lyrische Beiträge und  jagdliche Prosa verschiedener Autoren

Illustrationen von D. Schiele

Glossar

Hardcover, 100 Seiten

Fazit: Ein weiterer Schritt  – wieder in ansprechender Gestaltung – des  2012 begonnen Weges.

Kontakt:                                                              

Hans H. Milles                                                 

Dompfaffweg 34                                           

91088 Bubenreuth                                         Preis

www.jagdlyrik.com                                     €10.00                                                              

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Stefan Renner - Allgäuer Pirschwege, Auflage Oktober 2014

Als abschließenden Band einer Trilogie bezeichnet der Autor selbst – nach „Jagende Allgäuer“ und „Jäger, Heger, Feger“ seine nun vorliegenden „Allgäuer Pirschwege“. Hinein­gepackt hat er eine Vielfalt von Ge­danken, Erlebnissen, Erfahrungen und – den einen oder anderen Witz. Gereimtes und Prosaisches, Mundart und Schrift­sprache, alte Weisheiten und moderne, beißend satirische Anzeigen­texte, Wortspiele, ein „kurzer Sprachkurs“ für „Nicht-im-All­gäu-Geborene“ und vieles andere mehr haben durchgehend eins gemeinsam, nämlich den Bezug zur Jagd. Bei der Lektüre wird man jedoch schnell feststellen, dass selbst im Dialekt geschriebene Texte ihren Ursprung nicht zwangsläufig im Allgäu haben müssen.

Fazit: Stefan Renner bietet vielfältige Kurzweil. Wer sich auf seine „Allgäuer Pirschwege“ begibt, trifft auf das Gedankengut, den Erfahrungsschatz eines Mannes, den ein langes Jägerleben nachhaltig geprägt hat.

Kontakt: Stefan Renner
Borhochstr. 5, 87629 Füssen
renner-fuessen@_t-online.de

Stefan Renner: „Allgäuer Pirschwege“

Illustrationen von Peter Schlosser
Preis € 11,70
Hardcover, 96 Seiten
ISBN: 978-3-86389-016-2

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Dichterkreis Jagdlyrik im BJV - Tag und Nacht auf Jägers Pfaden, Lyrik und Prosa zu Jagd und Natur, Ausgabe 2015

Elf Autoren stellen mit dem Jahrbuch 2015 im dritten gemeinsamen Werk wieder eine Auswahl ihrer lyrischen Arbeit – ganz unterschiedlich in Art und Umfang – dem interessierten Leser vor. Eingang gefunden haben diesmal – wie der Untertitel schon verrät – auch kurze prosaische Werke.

Immer sind es aber haften gebliebene Eindrücke, tiefe Gedanken und erlebte Erfahrungen – gewonnen auf der Jagd und in der Natur – gereimt oder in ungebundenen Versen, rhythmisiert oder frei davon, die wiedergegeben werden.

Auch Mundartliches kommt wieder nicht zu kurz. Dies sind „Schmankerln“, die oft eine besondere Verbundenheit mit der heimischen Natur zum Ausdruck bringen.

Ein Vorwort von Dr. Jörg Mangold – Vorsitzender des BJV-Kulturausschusses – weist Kunstschaffenden, Schriftstellern und Poeten heute mehr denn je den Auftrag zu, Mitmenschen die waidgerechte Jagd „auch als eine geistige Auseinandersetzung mit der Natur … deutlich zu machen.“

„Tag und Nacht auf Jägers Pfaden“

Lyrische Beiträge, Aphorismen und jagdliche Prosa verschiedener Autoren
Illustrationen von René G. Philips und Hans H. Milles
Glossar
Hardcover, 80 Seiten

Fazit:
Ein weiterer Schritt – wieder in ansprechender Gestaltung – des  2012 begonnen Weges.

Kontakt: Hans H. Milles
Dompfaffweg 34, 91088 Bubenreuth

Preis: 10, - Euro

www.jagdlyrik.com

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Dichterkreis Jagdlyrik im BJV - Geschenke der Jagd - Jagd- und Naturlyrik - Ausgabe 2014

Zehn Autoren stellen mit dem Jahrbuch 2014 im zweiten gemeinsamen Werk wieder eine Auswahl ihrer lyrischen Arbeit – ganz unterschiedlich in Art und Umfang – dem interessierten Leser vor.

Erneut geben sie ihre haften gebliebenen Eindrücke, tiefen Gedanken und erlebten Erfahrungen – gewonnen auf der Jagd und in der Natur – gereimt oder in ungebundenen Versen, rhythmisiert oder frei davon wieder.

Auch Mundartliches kommt nicht zu kurz. Dies sind „Schmankerln“ für jeden, dem es gelingt, das Geschriebene zum Klingen zu bringen.

Ein brillantes Vorwort von Prof. Dr. John A. McCarthy – das allein schon den Erwerb des Buches rechtfertigen würde – enthält eine bemerkenswerte Feststellung: „Dichtende Jäger sind … doppelt begabt. Während der Dichter Verborgenes sichtbar macht, macht der Jäger auf Sichtbares gezielt aufmerksam.“

„Geschenke der Jagd“-
32 lyrische Beiträge verschiedener Autoren
- 9 Illustrationen von Hans H. Milles
- Hardcover, 60 Seiten

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung – in ansprechender Gestaltung – des  2012 begonnen Weges.

Kontakt: Hans H. Milles
Dompfaffweg 34, 91088 Bubenreuth

ISBN 978-3-033-04328-2
Preis: €10.00

www.jagdlyrik.com

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Heinrich Weidinger - Alles im Grünen Bereich

Was verbindet einen mittelfränkischen Knopfbock mit einem kapitalen nordamerikanischen Pronghorn?

Eigentlich nichts, bis auf die Tatsache, dass der Autor im vorliegenden Buch beiden als Jagdbeute in Wort und Bild – im wahrsten Sinne des Wortes – gerecht wird. In einer außergewöhnlichen Breite kann der Leser in kurzen, bestens illustrierten Kapiteln Ausschnitte dessen miterleben, was  fünf Jahrzehnte erfülltes „Jägerleben“ ausmachen. Dabei kommen auch die Dinge nicht zu kurz, die – scheinbar unbedeutend – am Rande geschehen und doch das Gesamtbild erst aussagekräftig machen.

Nicht nur in die heimischen Revierte führt der Autor seine Leser, sondern auch hinaus in die Welt. Neue Eindrücke, teilweise fremdes Wild prägen die Texte und Fotos nun. Allein, der Autor bleibt sich treu. Die Darstellung seines Erlebens lässt „Mit-Erleben“, sein Wissen lässt „Verstehen“. Wissen vermitteln zieht sich übrigens wie ein roter Faden durch das gesamte Werk: unterschwellig oder herausgestellt, kompetent aber nie langweilig. 

Seiner großen Sorge um die Zukunft der Jagd widmet er schließlich ein eigenes Kapitel: „Warum jagen wir?“ Weidingers  Antworten darauf sind eine Herausforderung dazu, sich einmal selbst eingehend mit der Frage zu beschäftigen. Eine Herausforderung übrigens an Jäger und Nichtjäger.

Fazit: Sehr lesenswert, nicht nur für Jagdscheininhaber.

© Edition Walter Schwartz

Verlag J. Neumann-Neudamm

2009

24,95 € 

ISBN 978-3-7888-1247-8

Helmut Huber - Mit dem Schweißhund auf der Wundfährte

Verständlich und eindrucksvoll beschreibt der Autor Ausschnitte aus seiner verantwortungsvollen und oft bis an die Grenze der körperlichen Leistungsfähigkeit gehenden Teamarbeit mit seinem Bayerischen Gebirgsschweißhund. Motiviert von der persönlichen Überzeugung, dem angeschossenen Wild weitere Qualen ersparen zu müssen und zu können, ist ihnen keine Zeit zu schade, kein Weg zu weit und keine Anstrengung zu groß.

Neben der gelungenen, reinen Alltagsschilderung eines Nachsuchengespanns ist die unterschwellige Botschaft an alle Jäger unüberhörbar, ihrer Verantwortung gegenüber dem Wild vor und vor allem nach dem Schuss gerecht zu werden.

Nach dem tragischen Tod seines Gebirgsschweißhundes zeigt der Autor im zweiten Teil des Buchs dann offen, ohne jede Geheimniskrämerei, mit welchen zeitaufwändigen, vielfältigen und langwierigen Methoden er persönlich diesmal einen Hannoverschen Schweißhund-Welpen zur Teamreife führt.

Hundeführer sowie Jäger mit und ohne Hund wird das sehr lesenswerte Buch gleichermaßen ansprechen.

© Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag

Wien 2013

29.00 €

ISBN 978-3-85208-109-0

Wolfgang S.Madl: Die Allerhöchste Jagd in Oberammergau unter König und Prinzregent- Eine historisch-wissenschaftliche Betrachtung der Jagd im 19. Jahrhundert

Der Autor – Jäger, Fischer, Naturlieb­haber und studierter Forst­wissenschaftler – befasst sich in seinem Buch, im Wesent­lichen gestützt auf Unterlagen aus dem Archiv des ehemaligen Kgl. Forstamtes Oberammergau, mit der bayerischen Hofjagd gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Akribisch zusammengestellt wurden Nachweise Jagdbetriebs­kosten, Wild­bestände, Wild­schäden, Jagd­strecken und Organisation der Jagden. Er stellt aber auch dar, dass die unter­schiedlichen Charaktere König Ludwigs II. und Prinzregent Luitpolds Auswirkungen auf den Hofjagdbetrieb hatten.

Sein Augenmerk gilt in diesem Zusammen­hang auch der jagdlichen Gesetz­gebung der Zeit und der jagdrechtlichen Entwicklung seit 1848 in Bayern.

Grafiken, Fotografien, Tabellen, ausführliches Literatur­verzeichnis, im Wortlaut wieder­gegebener, umfangreicher Schriftverkehr usw. machen dies 128 Seiten höchst lesenswert für alle, die sich für diesen Aspekt der Geschichte der Jagd interessieren. Bernd E. Ergert, vormaliger Direktor des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums, schrieb ein Vorwort dazu.

Wolfgang S. Madl: Die Allerhöchste Jagd in Oberammergau unter König und Prinzregent

Verlag Duschl, Winzer 2007

ISBN 3-937438-25-4

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Elisabeth Waibel / Bernd E. Ergert: Jagdmaler Friedrich Waibel - Leben und Werk

Die Autoren – Elisabeth Waibel, Enkelin des genau vor 150 Jahren geborenen Malers sowie Bernd E. Ergert, vormaliger Direktor des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums in München – stellen in ihrem Buch den „Jagerfriedl“ – wie er sich selbst zuweilen nannte – vor, der zu Lebzeiten in Deutschland und Österreich wohl bekannt war und trotzdem heute nahezu vergessen ist.

Elisabeth Waibel zeichnet – unterlegt mit privaten Bildern und Fotografien – den Lebenslauf des akademischen Malers, auch mit allen Beschwernissen, denen er sich ausgesetzt sah, gekonnt nach.

Bernd Ergert würdigt umfassend das künstlerische Schaffen Waibels und stellt als eine seiner Stärken die „Dokumentation der Jagdbräuche seiner Zeit“ heraus.

SKH Ludwig Prinz von Bayern schrieb ein Vorwort dazu, in dem er sich ausdrücklich bei denen bedankt, die dazu beitrugen, das Andenken des Jagdmalers Waibel vor dem Vergessen bewahrt zu haben.

Fazit: Achtzig Seiten, die es wohl wert sind, beachtet zu werden.   

Elisabeth Waibel / Bernd E. Ergert:
Jagdmaler Friedrich Waibel – Leben und Werk                        

Verlag Duschl, Winzer 2007                                                      

ISBN  3-933047-94-3

Dichterkreis Jagdlyrik im BJV: Nicht allein der Beute wegen … Jagd- und Naturlyrik 2012

Zehn  Autoren stellen mit dem Jahrbuch 2012 als gemeinsames Erstlingswerk eine Auswahl ihrer lyrischen Werke – ganz unterschiedlich in Art und Umfang – dem interessierten Leser vor.

Ihre haften gebliebenen Eindrücke, tiefen Gedanken und erlebten Erfahrungen – gewonnen auf der Jagd und in der Natur – geben sie gereimt oder in ungebundenen Versen, rhythmisiert oder frei davon wieder. So wechselt Besinnliches mit Erzählendem, kritisch Hinterfragendes trifft auf anklagend Kritisches. Auch Mundartliches kommt nicht zu kurz. Dies sind „Schmankerln“ für jeden, dem es gelingt, das Geschriebene zum Klingen zu bringen.

„Nicht allein der Beute wegen …“

- 28 lyrische Werke verschiedener Autoren
- 11 Illustrationen von Hans H. Milles
- 46 Seiten

Mit einem Vorwort von BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke.

Fazit: Ein gelungener Start. Man darf ruhig auf den Folgeband hoffen.

Bezugsquelle: Hans H. Milles
Dompfaffweg 34, 91088 Bubenreuth

Preis 14.50 €

www.hm-jagdkunst.de

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Olivier Theobald - Im Fuchstrott

Der Fuchs als Thema der Literatur ist gewiss nichts Neues. Aesop schuf ihm mit seinen Fabeln ein Denkmal, Hermann Löns sah und beschrieb ihn mit den Augen des Jägers und moderne Biologen verfassten wissenschaftliche Monographien über ihn.

Was der Autor jedoch mit diesem Band vorlegt, dürfte einmalig sein: Lyrik – tatsächlich ein ganzes Buch füllend – die sich ausschließlich mit dem Thema „Fuchs“ auseinandersetzt. Gelungene Gedichte, die dem Leser zunächst stimmungsvolle Bilder aus dem Leben und über das Leben dieser Wildart bescheren. Die über den Jahresablauf verteilten Momentaufnahmen fügen sich harmonisch zu einer umfangreichen Biografie ganz eigener Art und sind zudem sprachlich so klar herausgearbeitet, dass der Autor – wie oft geschehen – auf die Nennung des Namens einfach verzichten kann. Seine Bilder brauchen keinen Namen.

Ein bekanntes altes Kinderlied, das der Autor geschickt umarbeitet und Mensch und Fuchs so einem Rollentausch unterzieht, stellt eine unübersehbare Zäsur im Buch dar. Menschliches Verhalten wird hinterfragt und – gewissermaßen durch Vorhalten eines poetischen Spiegels angeprangert. Der Fuchs erreicht – „Glaub mir, ich beneide dich“ – in den folgenden drei Gedichten vorübergehend fast Idolcharakter.  

Fazit: Ein wunderbares Buch, bereichert durch viele ebensolche Illustrationen des Kunstmalers Klaus-Peter Reif, das ganz bestimmt mehr verdient hat, als nur durchgeblättert, durchgesehen zu werden.

Olivier Theobald: Im Fuchstrott                                                              

Verlag Neumann-Neudamm AG Melsungen 2012                                                        

ISBN  978-3-7888-1470-0                                                                                                                                           -jw-

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Willi Neuhauser – Jagern in Brandenberg

Auf 144 Seiten, aufgelockert durch Fotos und beeinduckende Gemälde Professor Ludwig Neuhausers, erzählt Wildmeister Willi Neuhauser aus seinem Leben. Naturgemäß liegt der Schwerpunkt seiner lebendigen und anschaulichen Erzählungen auf der Bergjagd. Es ist faszinierend, wie es ihm gelingt, die Jagd auf Hirsch und Birkhahn, auf Gams und Reh für den Leser vom rein jagdlichen Handwerk zu lösen und zum Jagderleben, ja zum Mit-Erleben,  zu formen.  

Mit gleichem Erfolg zeichnet er liebevoll ein Bild seiner Heimat und ihrer Bewohner. Der Leser spürt die tiefe Verwurzelung Neuhausers, glaubt ihm gerne die heitere Gelassenheit mit der er seine – vor allem im Winter – schwere Arbeit verrichtet und  genießt seinen nie versiegenden Humor. So ist er – wie die Originale seiner Bergwelt, die er im Buch treffend charakterisiert – selbst zum Original seiner Tiroler Heimat geworden.

„Jagern in Brandenberg“ wird nicht nur Jäger ansprechen. Wer Tirol nicht kennt, wird nach der Lektüre einen winzigen Einblick gewonnen haben. Ob es dieses Tirol noch gibt, oder was daraus geworden ist, muss er selbst herausfinden.

© Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag

Wien 2011 

29.00 €

ISBN 978-3-85208-095-6

Hubert A. Hertlein: Die Bären Kanadas - Die Suche nach dem Spirit Bär

Wenn ein Jäger über Jahrzehnte die Bären Kanadas zum Hauptmotiv seiner tierfotografischen Arbeit macht, so wundert es nicht, dass er dieses Buch mit einer Vielzahl faszinierender Aufnahmen ausstatten konnte. Grizzly, Schwarzbär und Eisbär hält Hertlein in ihren Lebensräumen mit der Kamera fest. Ein besonderer Schatz sind die Aufnahmen der weißen Variante des Schwarzbären, des seltenen Kermodeibären, die dem Autor nach langer Suche gelangen.

Die beigegebenen Informationen zur Biologie aller vorgestellten Bären sind kurz und prägnant, decken aber alles Wesentliche ab. Tipps und Erfahrungen zum Verhalten beim Zusammentreffen mit freilebenden Bären sind für jeden interessant, der plant, das „wilde Kanada“ zu bereisen. Schließlich widmet der Autor auch seinen persönlichen Erlebnissen in der kanadischen Wildnis ein paar Bilder und Zeilen.

„Die Bären Kanadas“ ist mehr als ein Bildband mit wunderschönen Aufnahmen. Es ist auf 135 Seiten das gelungene Werk eines Mannes mit fundierten Kenntnissen über das Land und dessen Bären. Jäger, Naturfreunde, reiselustige Abenteurer und Bärenfans wird das gleichermaßen ansprechen.

Bezugsquelle: Hubert A. Hertlein

Preis: 28.00 €

Tel./Fax: 08841 629 716

jw

Jagdgeschichten – erzählt von bayerischen Jägerinnen und Jägern

Unzählige Geschichten kennt die Jagd. Mündlich weitergegeben leben sie an Stammtischen und dort, wo Jäger sonst zusammenkommen. Viele haben, weil sie in ihrer Art einmalig sind, ein langes Leben. Aber selbst die ganz guten sind oft nur wenigen bekannt, da die mündliche Überlieferung allein schnell an ihre Grenzen stößt. So entstand der Gedanke schriftlich niederzulegen, was sonst nur gelegentlich zu hören ist.

Der Aufruf, Geschichten zu diesem Buch beizusteuern, fand ein großartiges Echo. Aus allen Regionen Bayerns gingen die Beiträge ein. Besinnliche und zum Nachdenken anregende Texte waren ebenso darunter, wie Heiteres oder Erinnerungen an frühere Zeiten. Kaum eine Wildart, die keine Beachtung fand. Jägerinnen und Jäger aus allen Bevölkerungsschichten und aller Altersstufen haben ihren Anteil in diesem Buch. So unterschiedlich wie die Autoren sind somit auch die Beiträge, die hier veröffentlicht werden. Mundartlich geschriebene Texte sind ohne Gewähr der phonetisch korrekten Wiedergabe im Wesentlichen unverändert übernommen worden. Manches wäre, so wie es aufgeschrieben wurde, heute aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich. Trotzdem gehört es zur Jagd und verdient festgehalten zu werden.

Illustrationen - sofern sie nicht namentlich bezeichnet sind - steuerte in dankenswerter Weise BJV-Kulturpreisträger Jörg Mangold bei. Abschließend wünsche ich allen, die dieses Buch in Händen halten, viel Freude beim Lesen der „Jagdgeschichten - erzählt von bayerischen Jägerinnen und Jägern“.

Das Buch kann über die BJV Service GmbH (service@bjv-service.de) zum Preis von 12,- Euro erworben werden. Eine Bestellung über den Buchhandel ist über die ISBN-Nummer 978-3-9812192-1-0 möglich.

Jürgen Weißmann

Gunther Greßmann / Thomas Kranabitl Veronika Grünschachner-Berger / Hubert Zeiler: Gams – Bilder aus den Bergen

Vier engagierte Wissenschaftler und Naturfreunde haben als Fotografen dieses Buchauf 160 Seiten mit über 200 faszinierenden Aufnahmen ausgestattet. Die bewusst knapp gehaltenen Texte stimmen ein auf die drei großen Themenkreise: „Durchs Jahr“, „Am Berg“ und „Übers Leben“. Die eigentliche Botschaft dieses Bandes vermitteln aber überzeugend die farbigen Bilder samt Unterschriften.

Bergjäger und Freunde der Bergwelt werden wiedererkennen, was sie vielleicht mit eigenen Augen schon gesehen haben. Sie werden aber schätzen, dass die Fotografen die flüchtigen Eindrücke gekonnt festgehalten haben. Für den weniger Berg- und Gamskundigen eröffnet sich mit „Gams – Bilder aus den Bergen“ eine neue, eine in jeder Hinsicht beeindruckende Welt. Die Bergwelt im Wandel der Jahreszeiten - von atemberaubend „schön“ bis eiskalt und lebensfeindlich - wird abgebildet als Lebensraum einer ideal daran angepassten Wildart. So gerät dieser Bildband zu einer großartigen und umfangreichen Informationsquelle zum Thema „Gamswild“.

Jäger, Naturfreunde und Fans der Wildart „Gams“ wird das gleichermaßen ansprechen.

© Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag

Wien 2011

49.00 €

ISBN 978-3-85208-097-0

jw

Paul Herberstein & Hubert Zeiler: Rehwild Ansprechfibel

Noch ein weiteres Buch übers Rehwild und die Probleme, es richtig anzusprechen? Man möchte meinen, es sei alles gedruckt, was Sache ist. Tatsächlich fällt die vorliegende Fibel aber aus dem Rahmen der dazu vorhandenen Literatur. Sie besticht im Textteil mit der Kürze und Klarheit der Aussagen, die zunächst die Wildart „Reh“ umfassend darstellen. Darauf folgt, in gleicher Prägnanz beschrieben, eine Vielzahl von Kriterien, die insgesamt zu beachten sind, die dazu beitragen können, dass Rehwild richtig angesprochen wird. Eingestreute Schwarz-Weiß-Zeichnungen lockern auf und unterstützen das Geschriebene.

Als ideale Ergänzung wird im Bildteil mit ausgesuchten Fotos alles gezeigt, was im Textteil vorher beschrieben wurde. Pflichtlektüre für „Frischlinge“, die selbstständig Rehe jagen möchten, aber auch für „alte Hasen“, die Gelerntes auffrischen wollen.

Fazit: Knapp 130 Seiten, die es lohnen, in die Hand genommen zu werden.

© Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag

Wien 2011

23.00 €

ISBN 978-3-85208-093-2

jw

Wolfram Martin (Hrsg.): Was gleicht wohl auf Erden ...Bunte Brüche, grüne Sprüche, schöne Verse – Zeitgenössische Jagdlyrik

Der Herausgeber stellt 67 Autoren mit insgesamt 159 modernen, lyrischen Werken – eingeteilt in die Bereiche „Kurzlyrik“, „Jagd- und Naturgedicht“, „Jagdballade“, „Hubertus und andere Schutzheilige“ sowie „Jagdlich-tierischer Humor in Versen“ auf etwa 140 Seiten vor. Ausgangspunkt der Sammlung ist ein vom „Freundeskreis Jagdkultur“ ausgeschriebener Jagdlyrik-Wettbewerb, dessen Einsendungen zur knappen Hälfte übernommen wurden. Vorwort und Einführung in die einzelnen Kapitel stammen vom Herausgeber.

Es liegt in der Natur der Sache – und in der des Menschen -, dass bei der angebotenen Fülle von „Jagdlyrik“ nicht jeder Beitrag bei jedem Leser überschwängliche Begeisterung hervorrufen wird. Wer sich aber nicht selbst dazu verurteilt, das Gesamtwerk am Stück von vorne bis hinten durchzulesen, wer in Musezeiten einfach etwas darin stöbert, wird so manchen Vers finden, der ihm Vergnügen bereitet, der ihn anspricht oder nachdenklich macht.

© Verlag J. Neumann-Neudamm

2010/2011

14.95 €

ISBN 978-3-7888-1357-4

jw


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