Bayerischer Jagdverband e.V. - staatlich anerkannter Naturschutzverband

Hundewesen im Bayerischen Jagdverband e.V.

Schwarzwildübungsgatter in Aufseß

In Aufseß im Landkreis Bayreuth befindet sich Bayerns erstes Schwarzwildübungsgatter. Informationen zur Lage und zum Betrieb des Gatters können Sie dem nachfolgenden Link entnehmen:

http://www.jaegerverein-bayreuth.de/seite/199528/saugatter.html

Das Schwarzwildübungsgatter für Jagdhunde ist unter der Mobilnummer 0175/8895228 jeweils Montags von 08:00 Uhr bis 10:00 Uhr und am Mittwoch von 08:00 bis 10:30 Uhr und von 17:30 bis 21:00 Uhr zu erreichen.

Per Mail sind wir unter wiunat@_t-online.de zu erreichen.

Aujeszkysche Krankheit – Darauf sollen Jäger achten

Am 22. Dezember 2015 meldete Animal Health Online (AHO): Das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz hat bei einem Jagdhund die Aujeszkysche Krankheit nachgewiesen. Wie das LUA jetzt mitteilt, wurde das Tier zuvor bei einer Jagd im Hunsrück (Kreis Bernkastel-Wittlich) eingesetzt und hatte dabei Bisskontakt zu einem Wildschwein.

Dies gibt Anlass, die Viruserkrankung und die damit verbundenen Besonderheiten sowie Vorsichtsmaßnahmen wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Beim Erreger der sogenannten Aujeszkyschen Krankheit (AK) handelt es sich um ein Herpesvirus. 

Neben Schweinen sind besonders Hunde, Katzen und Wiederkäuer, aber auch Nagetiere und Hasenartige infektionsanfällig. Außer Schweineartigen sind alle anderen Tierarten „Endwirte“, die zwar erkranken, das Virus aber nicht weitergeben können. Bei diesen verläuft die Krankheit ausnahmslos tödlich, es bestehen keinerlei Therapiemöglichkeiten. Menschen sind nicht für das Virus empfänglich.

Sauen, die sich einmal infiziert haben, bleiben lebenslang Virusträger, obwohl der Organismus Antikörper gegen das Virus entwickelt. Bekannt ist uns dieses Phänomen vom humanen Herpes-simplex Virus und den wiederkehrenden Lippenbläschen, die Zeichen einer Reaktivierung des Virus durch bestimmte innere und äußere Faktoren sind. Unter Stressbedingungen, die zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems des betreffenden Tieres führen, kann es dann zu einer Reaktivierung und Ausscheidung des Virus´ kommen. Grundsätzlich ist jede als gesund erlegte Sau als eine potenzielle Infektionsquelle für Hunde anzusehen. Man sieht den Sauen nicht an, ob sie sich schon einmal infiziert haben und das Virus nun in ihnen „schlummert“ oder sie gar das Virus ausscheiden.

Die Infektion erfolgt bei Hunden in der Regel über das Maul, d.h. über eine orale Aufnahme des Virus. Das passiert zum einen über das Fressen von Virus-haltigem Organmaterial, wie etwa Aufbruch vom Schwarzwild, das Aufschlecken von Schweiß oder Speichel, aber auch über Wunden in der Mundschleimhaut des Hundes, wenn beispielsweise der Hund das tote Wildschwein schüttelt und so mit Schweiß in Berührung kommt. Aber auch über Bissverletzungen durch die Wildschweine kann es zum Eintrag des Erregers kommen.

Drei bis fünf Tage liegen in der Regel zwischen Infektion und Auftreten der ersten Symptome, innerhalb der folgenden 16 bis 48 Stunden verstirbt der Hund, Heilung gibt es nicht.

So kann das Ansteckungsrisiko für den Jagdhund vermindert werden:

  • Das Verfüttern von rohem Schwarzwildbret oder Aufbruch ist ein absolutes Tabu. Hunde sind vom Streckenplatz und von Aufbruchplätzen fernzuhalten.
  • Der direkte Kontakt des Hundes zu Schwarzwild, egal ob zu lebenden oder toten Stücken, sollte auf ein Minimum reduziert werden.
  • Hunde, die Sauen scharf angehen oder die Beute in Besitz nehmen wollen, sind besonders gefährdet. Hunde, die Sauen nur hochmachen und verbellen, aber nicht packen, laufen weniger Gefahr sich anzustecken. Deshalb sind diese Hunde bei der Schwarzwildjagd bevorzugt einzusetzen. 
  • Sie sollten Ihre Hunde nicht unbeobachtet laufen lassen. Der kontrolliert am Schweißriemen arbeitende Nachsuchenhund ist vergleichsweise weniger gefährdet, weil er den Schweiß in der Regel nicht aufschleckt, sondern nur „erriecht“.

AK-Infektionen bei Jagdhunden sind zwar bislang eher selten, ein Nullrisiko gibt es allerdings nicht, denn der Kontakt zwischen Hund und Sau lässt sich bei der Jagdausübung nie ganz ausschließen. Das Risiko kann aber durch die genannten Maßnahmen deutlich verringert werden.

Grundsätzlich ist aber festzustellen, dass das Infektionsrisiko, trotz der Tragik für die im Einzelnen betroffenen Tiere und deren Halter, in der Gesamtheit keinen Anlass zur Panik gibt.

Dr. Claudia Gangl, Referentin für Wildkrankheiten und Tierschutz beim BJV

Jäger sagen „nein“ zu Tasso

Der Verein Tasso e.V., bei dem auch viele Jäger ihre Hunde registrieren lassen, gehört zum extremen Tierschutzbündnis unter der Federführung des BUND und macht sich in Nordrhein-Westfalen stark für eine Jagdreform und das so genannte ökologische Jagdgesetz. Das sollten wir Jäger nicht unterstützen. Für alle, die in einer derart jagdfeindlichen Einrichtung nicht mehr Mitglied sein wollen, gibt es durchaus Alternativen, zum Beispiel unter www.tierregistrierung.de.

Wenn Sie bei Tasso austreten wollen, können Sie diesen Vordruck verwenden.

Wir haben es geschafft – die Jagdhundeunfallversicherung läuft

Seit 1. Juli 2014 sind die Hunde von über 10.000 Mitgliedern aus 36 Kreisgruppen gegen Unfall auf Gesell­schafts­jagden versichert. Die Rechnun­gen gehen den Kreisgruppen in den nächsten Wochen zu.

Die Bedingungen zur Gruppen­unfall­versiche­rung für Jagdhunde finden Sie » hier.
Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Kreisgruppe versichert ist, finden Sie » hier die Liste aller teilnehmen­den Kreisgruppen.

Was müssen Sie im Schadensfall tun?

Wenn der Schadensfall eintritt und Ihr Hund im Rahmen einer Gesellschaftsjagd verletzt oder sogar getötet wird, müssen Sie das Formular „Schadensmeldung“ ausfüllen und senden an:

Gothaer Allgemeine Versicherung AG
Spezialversicherung Schaden
Jagd, Yacht, Spezialversicherungen
Frau Anja Schrader
Gothaer Platz 2-8
37083 Göttingen
E-Mail: anja_schrader@_gothaer.de

Informationen rund um die Versicherung und die Schadensmeldung erhalten Sie an der BJV Geschäftsstelle bei Gertrud Helm , Tel.: 089 / 990234-42 (nur nachmittags) Fax.: 089 / 990234-35, E-Mail: jib@_jagd-bayern.de

Oder über das Versicherungsbüro Schertel:

Schertel Versicherung GmbH
Jagdservice Bayern

Wilfried Schertel
Tel: 09177 4944-0
Fax: 09177 4944-44
Handy: 0171 5776134
E-Mail: jagd@_schertel-gmbh.de

Erlaubnispflicht für die Hundeausbildung - was heißt das für die Kreisgruppen?

Nach § 11 des neuen Tierschutzgesetzes be­steht jetzt für die gewerbliche Hundeaus­bil­dung eine Erlaubnispflicht. Das heißt, alle die gewerblich Hunde ausbilden, müssen bei ihrer Veterinär­behörde eine Erlaubnis dazu ein­holen. Um die Erlaubnis zu bekommen, müs­sen sie einen „Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 TierSchG“ ausfüllen, Unter­lagen über die Qualifikation zur Hunde­ausbildung beilegen und zu einem Fachgespräch mit theoretischer und praktischer Prüfung antreten. Dieses Fachgespräch und die Er­laub­nis kosten Gebühren in Höhe von bis zu insgesamt 400 Euro. Zunächst sollte diese Erlaubnis­pflicht auch die Hunde­ausbildung in den Kreisgruppen und Jägervereinen treffen.

Dank der Initiative des BJV ist es nun gelungen, die ehrenamtliche Hundeausbildung in den Kreisgruppen und Jägervereinen von der Erlaubnispflicht zu befreien, wenn keine Gewinn­erzielungs­absicht vorliegt. Was das heißt und was Sie tun müssen, wenn trotzdem ein Brief vom Veterinäramt kommt, » lesen Sie hier.

Seminarunterlagen für die Hundeausbildung

Für die Hundelobleute und Hundeausbilder in unseren Kreisgruppen hat der BJV Fortbildungs­seminare angeboten. Die Unterlagen zu den drei Fortbildungs­modulen können Sie sich hier herunterladen:

Formulare zum Herunterladen:

Formulare Nachsuchen:

Nachsuchengespanne nach Regierungsbezirk:

 

» Homepage des Jagdgebrauchshundeverband


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