Nachlese zurückliegender Veranstaltungen
Messe Jagen und Fischen 2012 in Augsburg
Im Rahmen der Sonderschau „Bergwald“ der Jägervereinigung Augsburg arbeitete der Arbeitskreis Schwaben eine Informationsmappe über die Lebensweise, die Gefährdung und den Schutz unserer heimischen Hühnervögel aus. Die Waldhühner (Rauhfußhühner) wurden im Biotop Bergwald mit Präparaten von Auerhahn, Birkhahn, Haselhahn und Schneehahn vorgestellt, ebenso konnten sich die Besucher über die Feldhühner (Glattfußhühner) und ihre artspezifischen Besonderheiten sowie deren Verhalten am Stand des Jägerinnenforums informieren.
Zusätzlich unterstützte der Arbeitskreis Schwaben die Gestaltung des Wasserbiotops der JV Augsburg mit einer Vielzahl von Präparaten unserer heimischen Haar- und Federwildarten.
Am Stand gab es Informationen über die Aktivitäten und Aktionen der verschiedenen Arbeitskreise des Jägerinnenforums in Bayern, was beachtliches Interesse bei dem Messepublikum weckte. Unerwarteten Besuch bekamen wir von einer Gruppe Jägerinnen aus Südtirol, die auch zukünftig mit uns Kontakt halten wollen.
Herzlichen Dank den Jagdhornbläsern der KG Oberallgäu, die unser Jägerinnentreffen am Samstag musikalisch umrahmten, ebenso den Bläsern des KJV Kempten, den engagierten Jägerinnen der KG Augsburg und Umgebung und den Jungjägern, die uns beim Aufbau tatkräftig zur Hand gingen.
30.01.2012
P. Wölfle
Internationale Damenjagd in Kroatien 25.11. - 27.11.11
Auch im Jahr 2011 lud die Vorsitzende der Jägerinnenvereinigung " Dama Dam"des kroatischen Jagdverbandes Anita Bracun wieder zur internationalen Damenjagd. 17 Jägerinnen aus Kroatien, Slowenien, Österreich und Deutschland trafen sich am Abend des 25. November in Kutina südöstlich von Zagreb.
Die kroatische Gastfreundschaft bot eine gute Gelegenheit, neue Freundschaften zu schließen und sich über die Freuden, Probleme und Gemeinsamkeiten der jagdlichen Möglichkeiten auszutauschen. Gejagt wurde am Samstag im Jagdgebiet Grede-Kamare. Es liegt an der Save in der Nähe der Stadt Novska. Die Jägerinnen wurden vom Vorsitzenden des kroatischen Jagdverbandes, Duro Decak begrüßt. Bei drei Treiben auf Sauen lagen am Abend fünf Schwarzkittel auf der Strecke.
Eine der Sauen war kohlschwarz und eine gescheckt. Die Färbung kommt zustande, weil hier früher die Hausschweine oft frei weideten und auf diese Weise Kreuzungen zustande kamen. Gewöhnungsbedürftig war auch die große Anzahl frei laufender Pferde und Kühe, die die Vegetation kurz halten sollen. Eine Stadtführung und ein hervorragendes Abendessen rundeten den Tag ab.
Das kroatische Fernsehen begleitete die Jagd den ganzen Tag - ein Zeichen für das hohe öffentliche Interesse. Am nächsten Tag ging es noch einmal ins Revier. Die Sauen hatten sich schon an unübersichtlicher Stelle aus dem Treiben gemogelt.
Einige Jägerinnen wurden an dem Tag durch das Durchwechseln eines rund 50 Köpfe starken Rotwildrudels entschädigt, ein herrlicher Anblick in Kroatiens Wäldern. Bestens versorgt und bei guter Stimmung klang der Jagdtag im Jagdhaus aus.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Anita Bracun und die örtliche Jägerschaft, die es als eine Ehre betrachtet, die Damenjagd auszurichten. Sie war bis ins Detail vorbildlich organisiert und betreut. Auch für das leibliche Wohl wurde großzügig gesorgt und die Gastfreundschaft der Kroaten ist überwältigend.
Es ist eine willkommene Gelegenheit, jagdliche Tradition und das Jagdwesen im Gastland Kroatien kennenzulernen. Die Jagd verbindet, auch über Sprachbarrieren hinweg.
Jagdkulturkonferenz in Gödöllö, Ungarn
Am 22. Oktober trafen sich Jägerinnen und Jäger aus Rumänien, Kroatien, Slowakei und Bayern um auf Einladung Ungarns das 2ojährige Bestehen des ungarischen Jagdkulturvereins zu feiern und gemeinsam ein einheitliches Jagdethik- Konzept zu verabschieden. Dies sollte nach Möglichkeit die nationalen Eigenheiten berücksichtigen und europaweit mit ähnlichen Ansichten jagdethische Fragen angehen können.
Jeder Referent stellte kurz sein Jagdland vor. Dabei ging es um die Bedeutung der Jagdkultur in der Vergangenheit, die Literatur, die Jagd in der Kunst und um die Bedeutung des Jagdhorns. Herr Tamas Marghescu, Chief executive officer des C.I.C., führte durch die Veranstaltung und nach Referaten von Dr. Zsolt Semjen, Präsident des ungarischen nationalen Jagdverbandes sprach Prof.Dr. Sandor Csanyi, Direktor des Institutes zum Erhalt der wildlebenden Tierwelt.
Nachmittags war Gelegenheit das Institut des Nationalen Wildtiermanagements kennenzulernen und sich ein Bild über die Arbeitsweise und die umfangreichen Datensammlungen und Auswertungen zu machen.
Nach einem Besuch im berühmten königlichen Schloss Gödöllö boten die Veranstalter vor dem Festabend einen wirklichen Augenschmaus. Bei Fackelschein besuchten wir abends eine Vorführung der berühmten ungarischen Pferde und Reiter, unter anderem auch die vielfachen Weltmeister im Vierergespannfahren. Höchste Präzision und eine Harmonie zwischen Pferd und Reiter, wie sie ganz selten zu sehen ist.
Im Rahmen der Konferenz organisierte der Diana Jägerinnen Klub, eine eigenständige Sektion des ungarischen Jagdkulturvereins, am Sonntag eine Niederwildjagd auf Fasanen. Die teilnehmenden 15 Jägerinnen hatten einen wunderbaren Jagdtag in den Weiten hinter Gödöllö, etwa 30 Minuten von Budapest entfernt. Insgesamt lagen bei Beendigung der Jagd 69 Fasanen auf der Strecke. Die Ungarn ließen es sich nicht nehmen und wir durften das Wild für den Kochtopf mitnehmen.
Die Jagd ist vielfältig, hat viele Facetten und Wurzeln, sie ist Heimat, Tradition, Geborgenheit und vieles mehr. Die Jagdkultur ist eine dieser Wurzeln, verbindet auch sofort über Sprachbarrieren hinweg.
Ganz herzlichen Dank den Veranstaltern und besonders Beatrix Ban, die sich hervorragend um alles kümmerte und uns auch den schönen Jagdtag ermöglichte.
Ungarn ist ein großes Jagdland mit gelebter Jagdkultur. Wir kommen wieder.
R.Weber
Dritte "Dianajagd" im Frankenwald
Bei herrlichem Herbstwetter fand im Staatswaldrevier Ködel im Frankenwald die dritte „Dianajagd“ statt, zu der der Forstbetrieb Rothenkirchen und das Bayerische Jägerinnenforum auch in diesem Jahr wieder eingeladen hatten. Erneut nahmen wieder Jägerinnen aus ganz Bayern und dem angrenzenden Thüringen teil.
Nachdem im vergangenen Winter aufgrund der hohen Schneelage die Jagd abgesagt werden musste, konnten die Förster der Bayerischen Staatsforsten in diesem Jahr wieder zahlreiche Teilnehmerinnen begrüßen. Forstrevierleiter Dieter Sonntag hatte auch in diesem Jahr dafür gesorgt, dass das Jagdgebiet unweit der Talsperre Mauthaus wieder bestens vorbereitet war: Jede „Diana“ konnte einen eigenen Ansitz beziehen, auf dem es keiner der begeisterten Jägerinnen langweilig wurde: Wer nicht selbst Rot-, Schwarz- oder Rehwild zu sehen bekam, konnte die eifrig kreisenden Kolkraben beobachten oder den Frankenwald im herbstlichen Sonnenschein genießen. Obwohl ausreichend Wild in Anblick kam, lag am Ende lediglich ein einziger Rotspießer auf der Strecke. Forstbetriebsleiter Hagemann sah es als gutes Zeichen. Nach einer reinen Rehwildstrecke bei der ersten Dianajagd sei bei der zweiten dann Schwarzwild dazu gekommen und jetzt habe man sogar Rotwild auf der Strecke zum Verblasen. Gespannt sei er jetzt schon auf das nächste Jahr.
Bayern Tour Natur der Oberpfälzer Jägerinnen
Im Rahmen der " Bayern Tour Natur" Führungen ließen sich die Jägerinnen aus Weiden/ Oberpfalz was Besonderes einfallen.
Sie luden die Kinder ein, auf einem Streifzug durch den Wald ihr Wissen zu erweitern, bauten mit Ihnen ein Insektenhotel und am Fuchsbau sowie am Ameisenhaufen wurden viele Fragen zur Artenvielfalt beantwortet. Auf Initiative von Kerstin Flessa konnte dieser wunderbare Tag im Revier von Monika Flor abgehalten werden, die auch für das leibliche Wohl sorgte.
Vielen Dank an alle beteiligten Jägerinnen.
Wild-Workshop in Bernried
Nach Sektempfang und Begrüßung ging es gleich zur Sache. Dies war der Part von Koch Winterl sen., der es sich nicht nehmen ließ, das grobe Zerlegen und Portionieren anhand eines Schwarzwildrückens und einiger Fasane zu demonstrieren. Die Jägerinnen und Jäger legten selbst Hand an, Reinhold Winterl zauberte noch eine Kräuterfarce, während Mama und Jägerin Rosmarie in den Wald startete, um frischen Bärlauch zu holen. Nun wurden aus waren Unmengen an Eier-Spätzle gehobelt, der "richtige" Bratenansatz begutachtet zur Fondgewinnung, Bärlauchpesto bereitet und ein dreigängiges Menü gekocht . So mancher Tipp vom Profi wurde dankend angenommen. Das original ungarische Wildgulasch mit Habaneropaste (Chilli-paste) stand bald als Zwischengang bereit. Das zu verarbeitende Wildbret wird von Familie Winterl und befreundeten Jägern selbst erlegt und so ergab sich bald eine rege Diskussion über die Wildbrethygiene beim Schuss, Aufbewahrung und Lagerung des Wildbrets. Auch der Salat mit marinierten Fasanenstreifen vom Grill mundete beim anschließenden gemeinsamen Essen vorzüglich und nach Erdbeer-Spargelcarpaccio auf Bayerisch Krem verlangte so mancher Jägermagen nach einer "Schonzeit".
R.W.





































