v.l.: Christian Schottenhamel (Chef des Löwenbräukellers), Prof. Dr. Jürgen Vocke (Präsident des Bayerischen Jagdverbandes), Staatsminister Helmut Brunner, Dr. Rudolf Kratzer (Vorsitzender des Landesverbands Bayerischer landwirtschaftlicher Wildhalter), Landesbäuerin Annemarie Biechl, MdL, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, MdL

Heimisches Wild - ein kulinarisches Erlebnis

Zu den besonderen kulinarischen  Erlebnissen der deutschen Küche zählen nach wie vor die Wildgerichte. Sie kommen in der Regel an Festtagen auf den Tisch.  Was sich Raffiniertes aus Hirsch, Fasan und Co. zubereiten lässt, das stellten die Küchenchefs des Löwenbräukellers bei der diesjährigen Wildbret-Präsentation des Bayerischen Jagdverbands zusammen mit dem Verband der Bayerischen Landwirtschaftlichen Wildtierhaltern und dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter Beweis.

Wild schmeckt aber nicht nur gut, sondern ist auch gesund und liegt voll im Trend der modernen, bewussten Ernährung. „Der kritische Verbraucher, der zunehmend mehr Augenmerk auf die Herkunft seiner Nahrungsmittel legt, ist mit Wildfleisch aus heimischen Revieren gut bedient. Das vom Jäger geschossene Wild kommt nicht aus der Massentierhaltung, sondern ernährt sich von Kräutern und Gräsern und landet ohne lange Transportwege auf dem Tisch“,  sagte BJV-Präsident Prof.  Dr.  Jürgen Vocke.

„Wildfleisch aus bayerischer Erzeugung ist ein aktiver Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz“, sagte Minister Helmut Brunner, denn: „Es ist reich an Vitaminen, leicht verdaulich und fettarm.“ Darüber hinaus reguliere die Jagd den Wildbestand und vermindere so Schäden in der Land- und Forstwirtschaft. Und die Wildhaltung leiste mit der Pflege extensiver Grünlandflächen einen Beitrag zum Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft.

Die bayerischen Jäger erlegten in den heimischen Revieren im vergangenen Jahr rund 299 000 Rehe, 10 500 Stück Rotwild, 4 200 Gämsen und 42 500 Stück Schwarzwild. Dazu kommen 79 000 Hasen, 97 000 Enten und 27 500 Fasane. In den Gehegen der rund 2 500 landwirtschaftlichen Wildhalter im Freistaat steht auf etwa 6 000 Hektar – das sind 40 Prozent aller deutschen Gehegeflächen – vor allem Damwild, zunehmend aber auch Rotwild. Die jährlich etwa 500 Tonnen Wildbret aus den bayerischen Gehegen werden zum überwiegenden Teil direkt vermarktet.

Ein Verzeichnis der Direktvermarkter ist im Internet unter www.wildhalter-bayern.de (Marktplatz) zu finden. Eine Liste von Wildbret-Anbietern in allen bayerischen Regierungsbezirken ist zu finden unter www.bjv-service.de.

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Preise, Plätze und Poeten -  der Franz-von-Kobell-Preis des Bayerischen Jagdverbands für Klavinius und Esterl 

Den Franz-von Kobell-Kulturpreis des Bayerischen Jagdverbandes erhielten in diesem Jahr der Karikaturist Haralds Klavinius und der Autor Konrad Esterl. Vor der eigentlichen Kobell-Preisverleihung im Deutschen Jagd- und Fischerei Museum wurden die Gewinner des Jagdlyrik-Wettbewerbs des Freundeskreises Jagdkultur bekannt gegeben.

Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands bedankte sich in seiner Rede für das Engagement der Künstler. Vocke: „So vielfältig wie das bayerische Jagdland, das von Franken über den Bayerischen Wald bis in die  Gamsreviere der Alpen reicht, so vielfältig ist die kulturelle Vielfalt. Hier in Bayern wächst und gedeiht der Grüne Humor. Alle Preisträger, vor allem auch die 90 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich mit ihren 352 Werken am Jagd-Lyrikwettbewerb beteiligt haben, haben der Jagd einen großen Dienst erwiesen: Jagdlyrik vermittelt auch Nicht-Jägern das Schöne an der Jagd und weckt ihr Verständnis. Verständnis, das wir brauchen und das wir uns wünschen.“

Die unverwechselbaren, humorvollen aber auch durchaus kritischen Karikaturen Haralds Klavinius haben nach Ansicht des Laudators Jürgen Weißmann,  BJV-Präsidiumsmitglied,  zum positiven Bild der Jagd in der Presse und Öffentlichkeit beigetragen. Klavinius, Jahrgang 1953, lebt in Würzburg. Er ist diplomierter Grafik-Designer, kritisch-wacher Zeitgenosse und vor allem ist er begeisterter Jäger. Letzteres kommt in seinen Bildern immer wieder zum Ausdruck. Denn nur wer die Jagd in und auswendig kennt, ist in der Lage, die Themen mit spitzer Feder so gut auf den Punkt zu bringen, wie Klavinius dies tut.

Das, was Klavinius mit seinem Stift schafft, das schafft Konrad Esterl, Wildmeister i.R., mit Worten. Er erhält die Auszeichnung für seine Bücher zur „Jagerei“. Die Erinnerungen des oberbayerischen Wildmeisters und Schweißhundeführers Konrad Esterl sind weit über Bayerns Grenzen hinaus bekannt. Nur wer als Berufsjäger viele Jahre draußen unterwegs ist, entwickelt den eigenen Blick, mit dem Esterl an seine Themen herangeht. In unverwechselbarer Weise nimmt der erfahrene Jäger den Leser mit. Er lässt ihn teilhaben beim „Jagern“ in den Bergen rund um den Spitzingsee, bei der Jagd auf Keiler im Ebersberger Forst, bei der dramatischen Nachsuche. Von den witzig-derben Anekdoten aus dem Leben von Jägeroriginalen bis zur „Reportage aus dem Jägerherzen“ reichen seine Beiträge. Ob er Staatsgäste der politischen Spitzenklasse oder nur „einfache“ Jäger auf Berghirsch, Gams oder auch auf alte Bassen im Ebersberger Forst führt - beim „Koni“ Esterl sind alle gleich. Esterl,  der Lobreden laut Laudator Dr. Jörg Mangold angeblich nicht schätzt,  bedankte  sich mit einer Erzählung.  Düsseldorfer Urlauber hätten von der Auszeichnung erfahren und ihm zum Nobelpreis gratuliert,  erzählte er und fügte hinzu: „Mir ist der Kobell-Preis mindestens so viel wert wie der Nobelpreis.“

Interview mit der Jagdkönigin

Warum gehen immer mehr Frauen auf die Jagd? Das wollte der BLR-Reporter Andreas Michel  in einem Interview für die Lokalradios von der bayerischen Jagdkönigin Susanne Schmid wissen. Hören Sie doch mal rein in den Beitrag, den uns der BLR kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Um das Interview abzuspielen, klicken Sie bitte auf unten stehenden Link:

Interview mit der Jagdkönigin

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"Natur erleben und begreifen“ – Erfolgreiche Initiative des Bayerischen Jagdverbands

Jäger des anerkannten Naturschutzverbands bringen Kindern und Jugendlichen im Revier Natur und Naturschutz nahe – Das Reh ist nicht das Kind vom Hirsch

„Natur erleben und begreifen“, eine Initiative des Bayerischen Jagdverbandes, hat ein ganz bestimmtes Ziel: Sie gibt Kindern und Jugendlichen die Chance, die Tier- und Pflanzenwelt mit allen Sinnen zu erleben und zu begreifen. Das ganze Jahr über laden Jäger bayernweit hunderte von Kindergärten, Schulklassen und andere Gruppen in ihr Revier ein, um mit ihnen Flora und Fauna zu erforschen und sie für die Natur, den Naturschutz und die Nutzung der Natur wie die Jagd zu sensibilisieren. „Besonders die jüngsten Schüler sind eine wichtige Zielgruppe der Umweltbildung, denn in den frühen Jahren entwickeln sich Werte und Normen“, sagt Prof. Dr. Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands.

Während der Unterricht im Klassenzimmer nicht immer den Geschmack der Schüler trifft, kommt der Unterricht im Wald bei Kindern und Jugendlichen an. „Natur erleben und begreifen“ ist eine gelungene Kombination aus Abenteuer, Erlebnis und Wissensvermittlung ganz nach dem Geschmack der Schüler bis in die höheren Klassen. Das Interesse von Schulen und Kindergärten an solchen Führungen ist groß, wie der Bayerische Jagdverband in München mitteilt. Viele Tausende Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler nehmen bayernweit daran teil.

Der Jäger kann zwar nicht garantieren, dass die Kinder oder Jugendlichen in seinem Revier am helllichten Tag  Rehe, Füchse oder gar Wildschweine zu sehen bekommen. Aber garantiert stoßen sie auf ihrem Weg durch den Forst auf viel Interessantes. Zum Beispiel auf Spuren, die Wildtiere zu jeder Jahreszeit hinterlassen. Vom Jäger zur Fährtensuche ermuntert entdecken die „Naturdetektive“, die mit offenen Augen im Wald unterwegs sind, plötzlich Dinge, an denen sie  bisher achtlos vorüber gingen. Sie lernen die Namen von Schwammerln, Kräutern und Beeren kennen und lernen auch, was sich Schmackhaftes daraus zubereiten lässt. Und sie lernen, dass das Reh nicht das Kind vom Hirsch ist.

Kindergärtnerinnen und Lehrer, die Interesse an einem Ausflug mit dem Jäger in den Wald haben, sollten sich an den örtlichen Jagdverein wenden. Die vollständige Liste ist zu finden unter http://www.jagd-bayern.eu/?id=178 

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Neue Flyer "Jagd und Jäger in Bayern" erhältlich

Die neuen Flyer "Jagd und Jäger in Bayern" sind ab sofort beim Bayerischen Jagdverband erhältlich.

Senden Sie Ihre Bestellung bitte an die Geschäftsstelle, Hohenlindner Straße 12, 85622 Feldkirchen oder per E-Mail an info@nospamjagd-bayern.de.

Unter dem folgenden Link können Sie den Flyer online abrufen:

Flyer "Jagd und Jäger in Bayern"

 

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Blinder Alarm für Bayern - BJV hat geprüft: Waffenbesitzsteuer für Jäger in Bayern unzulässig!

In der Öffentlichkeit, insbesondere in Baden-Württemberg, ist die Zulässigkeit einer Waffenbesitzsteuer diskutiert worden. Demnach ist daran gedacht, den Besitz von mehr als drei Schusswaffen mit einer örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuer zu belegen. Es kann dahin gestellt bleiben, wie eine solche Steuererhebung nach den maßgeblichen Vorschriften in Baden-Württemberg zu bewerten wäre. In Bayern jedenfalls würde die Erhebung einer solchen Gemeindesteuer aus vier Gründen scheitern.

  1. Art. 3 Abs. 3 Satz 1 KAG verbietet ausdrücklich die Erhebung einer Jagdsteuer. Das Anknüpfen an den Besitz von mehr als drei Schusswaffen, die für die Jagd verwendet werden, würde jedoch einen Steuertatbestand zum Inhalt haben, der auf notwendige Elemente der Jagd abstellt. Insoweit würde es sich um eine Form einer Jagdsteuer handeln, die in Bayern als Bagatellsteuer gesetzlich verboten ist.

  2. Art. 2 Abs. 3 KAG würde für die Genehmigung einer entsprechenden gemeindlichen Steuersatzung durch die Rechtsaufsichtsbehörde (Landratsamt oder Regierung) die Zustimmung des Staatsministeriums des Innern voraussetzen. Das Staatsministerium des Innern hat in ständiger Praxis die Zustimmung zu entsprechenden gemeindlichen Steuersatzungen versagt. Die Rechtsprechung hat dies für rechtsmäßig erachtet (BayVGH NVwZ 1983, 758).

  3. Gemeindliche Verbrauch- und Aufwandsteuern setzen nach Art. 3 Abs. 2 Satz 1 KAG den Tatbestand der Örtlichkeit voraus. Der danach erforderliche örtliche Bezug fehlt indessen beim Besitz von Jagdwaffen, weil diese beispielsweise überall im In- und Ausland gleichermaßen verwendet werden können.

  4. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Art. 105 Abs. 2a GG darf eine örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuer lediglich an die über die Befriedigung des allgemeinen Lebensbedarfs hinausgehende Verwendung von Einkommen oder Vermögen anknüpfen. Damit darf eine solche gemeindliche Steuer zwangsläufig nur eine privatnützige Einkommens- oder Vermögensverwendung als Grundlage haben. Die Verwendung von Jagdwaffen ist jedoch ein nicht hinweg zu denkender Teil der Ausübung der Jagd. Die Ausübung der Jagd erfolgt indes im öffentlichen Interesse, wie namentlich auch § 1 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 BJG belegt. Dass die Ausübung der Jagd in wesentlicher Beziehung im öffentlichen Interesse liegt, ist in der Rechtsprechung anerkannt (BayVGH BayVBl 2010, 434). Damit ist die Erfüllung des Voraustatbestands des Art. 105 Abs. 2a GG wie des Art. 3 Abs. 1 und 2 KAG ausgeschlossen.

GG: Grundgesetz, KAG: Bayer. Kommunalabgabengesetz, BJG: Bundesjagdgesetz, BayVGH: Bayer. Verwaltungsgerichtshof

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Interforst 2010  - Der Bayerische Jagdverband im Gespräch

Stand des Bayerischen Jagdverbandes Anlaufpunkt für alle Fragen rund um die Jagd

Prof Vocke stellt Staatsminister Helmut Brunner und der Bayerischen Waldkönigin den Stand des BJV vor.
Albert Füracker, MdL, zusammen mit Jagdkönigin Susanne Schmid und BJV Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke und BJV Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Reddemann umrahmt durch die Jagdhornbläser des BJV München.
S.H. Phillipp Freiherr von und zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Waldbesitzerverbände e.V. (im Bild in der Mitte), und Sepp Spann, Vorsitzender des Bayerischen Waldbesitzerverbandes im Gespräch mit BJV Pressesprecher Thomas Schreder.
Enormer Andrang am Stand des BJV mit den Bläsern der Kreisgruppe Ingolstadt.

Der Bayerische Jagdverband (BJV) ist wieder mit einem Stand auf der Messe Interforst vertreten. Zusammen mit der BayWa stellt der BJV in der Halle B6 aus. Für den BJV ist die Beteiligung an der Messe Interforst eine wichtige Möglichkeit mit allen Beteiligten rund um den Wald direkt ins Gespräch zu kommen. „Miteinander Reden bringt die Leute zusammen!“

Trotz der enorm heißen Temperaturen finden täglich unzählige Waldbesitzer den Weg an den Stand des BJV, um ihre Fragen rund um die Jagd zu erörtern. BJV Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke, der täglich den Kontakt zu den Waldbesitzern aber auch zu den Vertretern der Behörden und Verbände sucht, konnte bereits am ersten Tag der Messe Staatsminister Helmut Brunner den Stand des BJV vorstellen. „Besonders interessiert uns dabei herauszufinden, was die Waldbesitzer wollen. In einer kleinen Umfrage möchten wir mehr über die waldbaulichen Ziele der Waldbesitzer herausfinden“, so Vocke.  Auch der Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bayerischen Landtag, Albert Füracker, MdL, konnte von Präsident Vocke am Stand begrüßt werden. Sepp Spann, Vorsitzender des Bayerischen Waldbesitzerverbandes und S.H. Phillipp Freiherr von und zu Guttenberg, der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Waldbesitzerverbände e.V., haben ebenfalls einen Abstecher zum BJV gemacht, um einen weiteren Gesprächstermin zu planen.

Wichtige Information für den Transport von Munition bei Flugreisen

Nachfolgend finden Sie eine allgemeine Ausnahmegenehmigung des Bundesministeriums des Innern mit Schreiben vom 15. April 2010 und mit Wirkung vom 29. April 2010 bezüglich des Anhangs (Liste der im aufgegebenen Gepäck verbotenen Gegenstände) oben genannter Verordnung, die uns auf Nachfrage vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie/Referat Sicherheit im Luftverkehr übermittelt wurde. Diese Regelung macht deutlich, dass die bisherige Handhabung letztlich beibehalten werden kann.

Im aufgegebenen Gepäck (= Reisegepäck)  ist das Mitführen von Munition (Patronen für Handfeuerwaffen) zum persönlichen Gebrauch für eine Person vorbehaltlich der einschlägigen Vorschriften, insbesondere der aktuellen Fassung der Gefahrgutvorschriften für die Mitnahme von gefährlichen Gütern nach dem Luftverkehrsgesetz, erlaubt. Weiterführende Informationen sind auf der Internetseite des Luftfahrt-Bundesamts unter www.lba.de verfügbar.

Die waffenrechtlichen Bestimmungen bleiben hiervon unberührt. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei inner- und außereuropäischen Flugreisen zusätzlich die dort gültigen Bestimmungen zu beachten sind.

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Vorstellung INTERREG-Projekt „Netzwerk Biodiversität/Jagd“

Europa wächst immer mehr zusammen: einst durch Stacheldraht und Mauern getrennte Völker entdecken ihre regionalen und kulturellen Gemeinsamkeiten, persönliche Freundschaften entstehen und nachbarschaftliche Zusammenarbeit zeitigt Erfolge. 

Auch die Jagd leistet hierzu ihren wertvollen Beitrag: Die Passion für Natur und Wild verbindet Jägerinnen und Jäger über nationale Grenzen hinweg. Ein in Deutschland wohl einmaliges Beispiel hierfür ist das bayerisch-tschechische INTERREG-Projekt „Netzwerk Biodiversität/Jagd“: Der Tschechische und Bayerische Jagdverband arbeiten hier Hand in Hand um die grenzüberschreitende Kommunikation zwischen Behörden und Verbänden in den Bereichen Jagd und Naturschutz zu fördern.

Zum Empfang von Frau Staatsministerin Emilia Müller im Otterhaus Mauth wollen wir Ihnen den beiliegenden Pressebericht nicht vorenthalten.

Pressebericht: Vorstellung INTERREG-Projekt

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V.L. : Moderator Dr. Jörg Mangold, bekannter Jagdmaler und Vorsitzender des BJV-Kulturausschusses, Frau Renate Weber, Repräsentantin des Bayerischen Jägerinnenforums, Dr. Gertrud Helm, Hörfunk- und Fernsehjournalistin beim Bayerischen Rundfunk, Univ. Doz. Dr. phil. Dr. forest. habil Sigrid Schwenk, TU München WZW, Lehrbeauftragte an der Universität für Bodenkultur Wien, Christa Stewens, MdL, Stellv. Ministerpräsidentin a.D. und Staatsministerin a.D. sowie BJV Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke.

Jagd ist keine Männerdomäne: Beim BJV steigt die Zahl der Jägerinnen stetig

Im Rahmen der Feldkirchner Jagdrunde hat der BJV am 16. Juni zu einem Gespräch rund um das Thema „Männerkult  Jagd“ eingeladen. Im gut besetzten Foyer des BJV diskutierten neben Dr. Gertrud Helm und Dr.Dr.Siegrid Schwenk auch Staatsminsterin a.D. Christa Stewens, MdL mit den Anwesenden angeregt über das Thema.

Die Jagd ist längst keine Männerdomäne mehr. „Als ich vor 20 Jahren den Jagdschein gemacht habe, war ich die einzige Frau unter meinen männlichen Kollegen“, erinnert sich Renate Weber, die beim Bayerischen Jagdverband (BJV) seit sechs Jahren Vorsitzende des Jägerinnen-Forums ist. Die Zahl der Jägerinnen steigt jedoch seit 10 bis 15 Jahren stetig. Mit rund 3000 Jägerinnen, die im gut 43.000 Mitglieder starken BJV organisiert sind, liegt der Frauenanteil aktuell bei 6,7 %. Das sind 0,3 % mehr als 2009. Die steigende Tendenz hält an: In der Landesjagdschule des BJV sind derzeit rund 10 % der Schüler, die aufs Grüne Abitur und damit auf ihren Jagdschein hinarbeiten, weiblich.

Die Beweggründe Jägerin werden zu wollen, sind laut Renate Weber unterschiedlich. Die einen werden sozusagen von ihrem Hund dazu animiert, weil sich bei der Hundeausbildung das Jagd-Talent des Vierbeiners bemerkbar macht. Wieder andere Frauen werden innerhalb der Familie oder vom Lebenspartner für die Jagd begeistert. Der Reiz der Jagd liegt dabei nicht unbedingt beim Schießen, denn „Jagd ist mehr als Schießen. Jagd ist Naturschutz“, betont Renate Weber. Dafür aber hält man sich gerne in der Natur auf, legt Hand an beim Anlegen von Biotopen und beobachtet Wald und Wild. Renate Weber hat bei Jägerinnen ohnehin festgestellt: „Der Schießfinger bleibt bei Frauen eher gerade, als bei manchen Männern. Frauen sind eher als jagende Köchinnen unterwegs.“

Vorurteile gegen Jägerinnen sind bei den männlichen Kollegen die Ausnahme, so Renate Weber. Und wenn wirklich mal die Frage auftaucht, warum es ein Jägerinnen-Forum gibt, verweist sie darauf, dass es auch bei den Landwirten organisierte Landfrauen gibt. Außerdem weist sie auf das große Engagement der Jägerinnen hin, die sich gerne um die Traditionspflege, wie etwa das Jagdhornblasen, oder um soziale Anliegen kümmern. Zudem geben Jägerinnen Kindern gerne Nachhilfe in Sachen Flora und Fauna - und das auch hautnah draußen in der Natur. Anerkennung erhalten sie dafür von BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke: „Die Jägerinnen sind eine Bereicherung im BJV. Auch mit ihrem Engagement, Kindern und Erwachsenen die Natur nahezubringen und die Öffentlichkeit im positiven Sinn für die Jagd zu sensibilisieren, leisten sie wertvolle Arbeit.“  

Dennoch - einen Wunsch hat Renate Weber: „Es wäre schön, wenn man die Jungjägerinnen nach ihrer Ausbildung noch besser einbinden würde.“ So wünscht sie sich, dass in den BJV-Kreisgruppen die Jungjägerinnen von den erfahrenen Kollegen an die Hand genommen werden, denn ohne Kontakte zu Revierbesitzern oder Revierpächtern ist der Start als Jungjägerin schwer. Im Jäger-Alltag kann man sich zudem wunderbar ergänzen: Da hilft der Jäger mal beim Hochstand-Bau und die Jägerin revanchiert sich dafür mit Pflanzungen für ein Biotop.

Glanzvoller Jahresempfang des Bayerischen Jagdverbandes

Über 1.100 Gäste strömen in den Münchner Löwenbräukeller – „Bayern ohne Jagd hätte seine Seele verloren“ (Dr. Peter Gauweiler)

Auch in diesem Jahr konnte der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) Prof. Dr. Jürgen Vocke wieder hochkarätige Ehrengäste bei dem traditionellen Jahresempfang begrüßen. Neben der Schirmherrin, Staatsministerin Emilia Müller sprachen Dr. Peter Gauweiler und Bayerns Landwirtschaftminister Helmut Brunner zu den zahlreich erschienenen Gästen und machten dabei unmissverständlich deutlich, dass die Jagd ein unverzichtbarer Teil Bayerns ist und der BJV die Aufgabe der Repräsentanz der Jagd vorbildlich erfüllt.

Grußwort von Dr. Ahmed Djoghlaf, Exekutiv Sekretär des Übereinkommens über die biologische Vielfalt der Vereinten Nationen

Staatsminister Helmut Brunner, MdL, Dr. Peter Gauweiler, MdB, BJV Jagdkönigin Susanne Schmid, BJV Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke, Staatsministerin Emilia Müller, BJV Vizepräsidenten Dr. Günther Baumer und Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein (v.l.).

BJV-Präsidium intensiviert Kontakt zum Europäischen Parlament

Rund 70 bis 80 Prozent der die Jagd betreffenden gesetzlichen Regelungen  werden heute auf EU-Ebene entworfen. Daher ist es äußerst wichtig, auch in Brüssel die Interessen der bayerischen Jägerschaft zu vertreten. Auftakt des Besuches in der belgischen Hauptstadt bildete die Begrüßung durch Staatsministerin Emilia Müller und die Übergabe eines vom BJV-Vizepräsidenten Fürst zu Oettingen-Wallerstein zur Verfügung gestellten Weihnachtsbaumes an die Landesvertretung Bayerns in Brüssel.

Beim anschließenden Festabend, unter anderem begleitet von den Oberpfälzer Parforcehornbläsern mit einem adventlichen Jagdhornkonzert, konnten zahlreiche jagdpolitische Hintergrundgespräche geführt werden. So trafen sich die BJV-Präsidiumsmitglieder mit dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Königreich Belgien, Prof. Dr. Reinhard Bettzuege, und mit den Europaabgeordneten Albert Deß (CSU), Martin Kastler (CSU), Nadja Hirsch (FDP) sowie Ismail Ertug (SPD).

Weitere Einzelheiten erfahren Sie in der Januarausgabe der „Jagd in Bayern“.

Dr. Yves Lecocq, Generalsekretär der FACE, Ismail Ertug, MdEP, Brigitta Brunner, Regierungspräsidentin der Oberpfalz, S.D. Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein, BJV-Vizepräsident, Staatsministerin Emilia Müller, Bayerisches Staatsministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), Monika Schwarzenbeck, Schwarzenbeck Bauunternehmung und Betonwerke (Organisation des Transportes des Weihnachtsbaumes nach Brüssel), Albert Deß, MdEP, Nadja Hirsch, MdEP, Dr. Günther Baumer, BJV-Vizepräsident, Heidrun Piwernetz, Leiterin der Bayerischen Vertretung in Brüssel (v.l.)
BJV Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke und der Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes Peter Winter, MdL, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.Dahinter das für die Jagdkultur zuständige BJV Präsidiumsmitglied Jürgen Weißmann und die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm, MdL mit der Jagdhornbläsergruppe Kahlgrund und dem Vorsitzenden der Jägervereinigung Kahlgrund, Dr. Klaus Bsonek.

Bayerischer Jagdverband ist bundesweit Vorreiter: Kooperation mit dem Bayerischen Blasmusikverband befreit Jagdhornbläser von GEMA-Gebühren

Der Bayerische Jagdverband (BJV) präsentiert zum Jahresbeginn eine sehr erfreuliche Nachricht für seine Jagdhornbläsergruppen: „Wir haben mit dem Bayerischen Blasmusikverband eine Kooperation geschlossen, damit unsere Bläser bei Auftritten nicht jedes Mal GEMA-Gebühren bezahlen müssen. Der BJV übernimmt damit erneut eine bundesweite Vorreiterrolle, denn bislang gibt es nach unserem Kenntnisstand in keinem anderen Bundesland eine derartige Kooperation mit der GEMA für Jagdhornbläser“, erklärt BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke. Eine entsprechende Vertragsvereinbarung zwischen dem Bayerischen Blasmusikverband e.V. und dem BJV wurde nun im Bayerischen Landtag unterzeichnet. Damit endet eine langwierige Diskussion um die anfallenden GEMA Gebühren bei öffentlichen Auftritten der Jagdhornbläser.

Der enge Kontakt von Prof. Dr. Jürgen Vocke zum Landtagsabgeordneten und Präsidenten des Bayerischen Blasmusikverbandes, Peter Winter, MdL, machte das bisher einmalige Serviceprojekt möglich: Gemeinsam kam man überein, dass der Bayerische Jagdverband ab 1.1.2010 zu günstigen Konditionen Mitglied des Bayerischen Blasmusikverbandes wird. Damit profitieren die rund 3000 bayerischen Jagdhornbläser des BJV von einer Vereinbarung zwischen Blasmusikverband und GEMA, die eine Gebührenbefreiung beinhaltet. Bislang mussten die Bläser bei der GEMA melden, welche Musiktitel zum Beispiel bei jagdlichen Veranstaltungen, Märkten oder Geburtstagen gespielt werden. Für diese Titel fielen dann nach dem Urheberrecht Gebühren an. Von der GEMA entdeckte Verstöße gegen die Melde- und Gebührenpflicht wurden mit Mahngebühren bzw. Strafen geahndet.

Zukünftig kann jede Kreisgruppe und jeder Jagdverein des BJV seine Jagdhornbläsergruppe ganz einfach anmelden. Der BJV übernimmt dabei den gesamten Grundbeitrag für alle bayerischen Jagdhornbläsergruppen. Zusätzlich übernimmt der BJV als weitere Service Leistung für seine Kreisgruppen und Jagdvereine den gesamten individuellen Beitrag für jeden einzelnen Jagdhornbläser. Die Kreisgruppen und Jägervereine können somit ihre Jagdhornbläsergruppen mit der Anmeldung völlig beitragsfrei stellen. Damit sind dann alle Aufritte der Jagdhornbläser bei der GEMA angemeldet und abgesichert. Ab dem neuen Jahr können die Jagdhornbläser in Bayern mit gutem Gewissen ganz ohne Probleme mit der GEMA ihre Instrumente anstimmen. „Der BJV hat erneut eine Kooperation mit Vorbildcharakter geschlossen“, freut sich BJV-Präsident Jürgen Vocke. „Unsere Initiative hat bundesweit Pilotcharakter und trägt einen entscheidenden Beitrag zur Unterstützung gelebter Jagdkultur bei.“

Stephansdom
Schloss Schönbrunn
Karlskirche

BJV-Jagdhornbläserreise 2009 nach Wien vom 15. bis 18.10.2009 

Auf den folgenden Bilderseiten können Sie zahlreiche Bilder der Reise ansehen. Die jeweiligen Einzelbilder können durch Anklicken vergrößert dargestellt werden.

Bilderseite 1

Bilderseite 2

Bilderseite 3

Bilderseite 4