Im Waldesschweigen
Gott b e w e i s e n, Gott e r k e n n e n,
Das kann niemals dir gelingen,
Leichter kann das Menschenhirn
Sterne zum Entflammen bringen.
Willst jedoch den Herrgott f ü h l e n,
Kann ich dir ein Plätzlein zeigen
Unter hohen, grünen Fichten
Eingehüllt in Waldesschweigen.
Komm, geh hin mit deiner Seele,
Aber geh recht leise, leise –
Was du fühlst in diesem Schweigen,
Das, ja, das ist S e i n e Weise
Hans Fuschlberger
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Der Wald
Hast du den Wald noch nie gefragt,
Was er dir von sich selber sagt?
So geh hinaus bei Mondenlicht
Und horch, was er ins Herz dir spricht.
Jetzt bin ich stille Sommernacht
Und morgen wohl des Herbstes Pracht;
Ich bin des Hirsches stolzer Gang,
Der Drossel heller Jubelsang;
Ich bin das Lied vom Quellenbach
Und eines Domes grünes Dach;
Ich bin der Traum der Ewigkeit,
Wo Gott dir seine Flügel leiht.
Wenn du’s nicht fühlst, verstehst du’s nicht –
Bleibst auch in mir ein armer Wicht.
Hans Fuschlberger
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Ein Pirschgang
Der Sommer glänzt im grünen Kleid.
Bachgemurmel,
wassergleich verrinnt die Zeit,
Natur-Idylle.
Blätter rascheln leise im Wind.
Vogelgezwitscher,
baumwipfelhoch angestimmt,
Melodische Stille.
Waldboden duftet im feuchten Grund.
Schritt gedämpft,
pirscht Jäger mit Hund,
spürt Lebensfülle
Wild steht äsend im Büchsen-Licht.
Jagdfieber,
Waffe fährt langsam ins Gesicht,
Beute als Wille.
Rotbraun liegt sie still im Laub.
Jagdfreude,
macht für alles andere taub,
Erlebnisfülle.
Halali!
Walter Heil
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Wintermorgen
Gedanken geh’n durch’s Zimmer,
drauß fordert Frost so manches End.
Die eisig Nacht, sie will nicht enden,
im Ofen kaum noch Feuer brennt.
Und doch durchdringt den Winternebel
Ein fahles Licht, ein Sonnenschimmer,
ein Frühlingshauch macht Sehnsucht schlimmer,
nach Vogelsang und grünem Strauch.
André Knipp
