Ursachenerforschung zum Rückgang der Fasanen- und Rebhühnerpopulation in Bayern (Studie „Jagdfasan“)

Fasan Infoblatt

Fasan Erhebungsbogen

In den letzten Jahren kam es bekanntlich zu einem erheblichen Einbruch der Fasanenpopulation in Bayern. So war die jagdliche Fasanenstrecke 2009/2010 die niedrigste der letzten Jahrzehnte. In gleicher Weise sind die Rebhuhnbestände in Bayern rückläufig. Neben den bekannten Einflussgrößen Witterung, verminderte Lebensraumqualität und Prädatoren können auch andere Ursachen wie z.B. Krankheiten oder die Anwendung von Saatgutbeizmitteln als Ursache für den Bestandsrückgang nicht ausgeschlossen werden.

Der Bayrische Jagdverband und die Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Zierfische der Ludwig Maximilians Universität planen, in enger Zusammenarbeit und mit tatkräftiger Unterstützung durch den Deutschen Falkenorden, für das Jagdjahr 2011/12 eine Studie über die möglichen Zusammenhänge zwischen bestimmten Saatgutbeizmitteln und dem Einbruch der Fasanenbestände durchzuführen. Gleichzeitig wird der Gesundheitsstatus der Tiere von uns ermittelt. Für diese Studie sind wir auf eine breite Unterstützung durch die Jägerschaft angewiesen, um das erforderliche Untersuchungsmaterial zu erhalten.

Eine genaue wissenschaftliche Beurteilung der Situation ist nur möglich, wenn ausreichend Untersuchungsmaterial aus möglichst vielen Revieren in Bayern zu Verfügung gestellt wird.

Falls Sie in dieser Saison die Bejagung von Fasan oder Rebhuhn planen, wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns Untersuchungsmaterial zur Verfügung stellen und sich somit an diesem wichtigen Projekt beteiligen würden! Auch Todfunde helfen uns weiter!

Für Frau Schmitz, welche zu diesem Thema ihre Dissertation an der LMU schreibt, wäre es optimal, wenn sie vor Ort die frisch erlegten Fasanen und Rebhühner untersuchen und gezielt Proben entnehmen könnte. Wertvolle Fleischstücke des Wildbrets bleiben hierbei unberührt. Für die geplanten toxikologischen Rückstandsuntersuchungen werden verschiedene Organproben (Kopf, Hals, verschiedene innere Organe) benötigt. Selbstverständlich kann Probenmaterial auch direkt der Klinik zugesandt werden. Wir bitten Sie, sich zur Klärung von Details mit Frau Schmitz von der Vogelklinik in Oberschleißheim abzustimmen.

Ansprechpartner:

Frau Anna Schmitz, Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Zierfische der LMU, Sonnenstr. 18, 85764 Oberschleißheim, Tel.: 0162/1816992, Fax: 089-2180 76082, E-Mail: anna.schmitz@nospamvogelklinik.vetmed.uni-muenchen.de

Frau Dr. Claudia Gangl, Bayerischer Jagdverband, Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen, Tel.: 089/990234 14, Fax: 089-990234 35, E-Mail: c.gangl@nospamjagd-bayern.de

Melden Sie sich bitte bei uns, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!